21. April 2017 09:48
German Football League 2

Freundschaftsspiel-Event abgesagt

Nach über einem Jahr intensiver Planung und viel investierter Arbeit, mussten die Assindia Cardinals das für den 30. April 2017 terminierte Freundschaftsspiel gegen die Tel Aviv Pioneers absagen.


Es sollte ein besonderes Event werden, für das die Cardinals in das große Stadion Essen umgezogen wären. Das Team der Pioneers wäre 5 Tage in Essen geblieben und es standen -neben gemeinsamen Trainingseinheiten- viel kulturelle und vor allem die städtepartnerschaftliche Freundschaft vertiefende Aktivitäten auf der Agenda. Das Spiel im Stadion Essen wäre der sportliche Höhepunkt des Aufenthalts der Pioneers geworden, zu dem selbst der israelische Botschafter aus Berlin angereist wäre.

"Wie so oft, scheiterte es am Geld. Wir konnten einige Partner für das Projekt gewinnen, aber letztendlich blieb eine Deckungslücke von rd. 15.000 €. Hier konnten wir nicht guten Gewissens das Risiko auf dem Verein Lasten lassen. Bei ursprünglichen Kosten von knapp unter 100.000 € haben wir unser Möglichstes getan, um das Event zu realisieren. Wir haben Kosten gesenkt, Gelder generiert, doch am Ende hat es nicht gereicht. Unterstützung durch das Land blieb ebenso aus, wie Förderung von Stiftungen oder Unternehmen, von denen wir es ehrlich gesagt nicht erwartet hätten.

Natürlich war das Footballspiel der Fokus, aber die internationale Begegnung der beiden Kulturen, das Kennenlernen auf der sportlichen Ebene zwischen den Partnerstädten war der eigentliche Hauptanlass. Hier kann der Sport und insbesondere der Mannschaftssport Football auf direkter Ebene sehr viel mehr leisten, als manch anderes. In den letzten Jahren sind Aktivitäten zwischen Partnerstädten insgesamt etwas eingeschlafen, obwohl diese in den letzten Jahrzehnten sehr viel zur Völkerverständigung beigetragen haben. Das wollten wir wiederbeleben", erläutert, sichtlich enttäuscht, Cardinals Präsident Wilfried Ziegler.

"Wir hätten uns sehr gefreut, im Stadion Essen Football zu zeigen. Mit dem erwarteten ca. 3.000 Zuschauern im Stadion und mit dem geplanten Internet-Live-Stream hätten wir weltweit auch einige zehntausend Zuschauer gehabt und es wäre eines der Sport-Highlights der Stadt in diesem Jahr geworden.

Ob wir für das nächste Jahr einen neuen Anlauf wagen, kann ich noch nicht sagen. Auf der einen Seite sitzt der Stachel der Enttäuschung sehr tief, auf der anderen Seite will man sich nicht geschlagen geben!"
Nun gilt es für die Cardinals, sich auf die anstehende Saison final einzustellen, denn hier warten genügend Herausforderungen auf sie.