06. Dezember 2017 07:00
German Football League 2

Leif Albrecht ist schon der sechste Neuzugang der Fighting Pirates

In der Off-Season waren die Verantwortlichen der Fighting Pirates schon mehr als fleißig. Mit Stefan Mau kam ein neuer Coach, um den Trainerstab zu erweitern, mit Max Paatz besetzten die Zweitliga-Footballer erstmalig den Sportdirektorposten.


Den Kader verstärken bisher Miguel Boock, Friedemann Peters, Victor Philippi, Philipp Schulz und Kevin Meeder. Damit sind die Planungen für die Ende April beginnende Saison in der GFL 2-Nordstaffel aber noch lange nicht abgeschlossen. Nächster Transfer ist Leif Albrecht (29), der als Defensive End (äußerer Akteur der Defenseline) eingesetzt wird.

Seine persönlichen Ziele sind klar definiert: „Ich möchte viel Spaß haben, verletzungsfrei bleiben und so viele Quarterback-Sacks wie möglich erzielen.“ Das Umwerfen des Spielmachers ist schließlich nicht nur für Albrecht in dieser US-Sportart ein Hochgenuss.

1996 stand der Hamburger mit seinem Onkel im alten Volksparkstadion und verfolgte erstmals ein Match der Blue Devils. „Ich fand die Atmosphäre auf der Tribüne so genial. Von dem Spiel habe ich damals nicht viel verstanden“, sagt Albrecht, der hauptberuflich seit zwölf Jahren in der Hansestadt als Autosattler tätig ist. Doch es dauerte noch bis zur Jahrtausendwende, ehe er in sportlicher Hinsicht endgültig umsattelte. „Mein Fußballteam hatte sich aufgelöst. Nach einem Probetraining der Blue Devils Ende 2000 trat ich den Flag Devils bei“, so der 29-Jährige. Bei dieser weitgehend körperlosen Variante des Footballs geht es darum, dem ballführenden Gegner ein Bändchen aus dem Gürtel zu ziehen. In den vergangenen beiden Spielzeiten trat Albrecht im Modus Fünf-gegen-Fünf für die Hamburger Mannschaft „Doppel H 040 Digga“, ehe er sich nun in den Dienst der Piraten stellt. „Meine charakteristischen Eigenschaften auf dem Feld sind: Stets einen kühlen Kopf zu bewahren und bestmöglich den gegnerischen Quarterback unter Druck zu setzen“, sagt der fünfte Neuzugang der Piraten.

2003 war Albrecht bei den St. Pauli Buccaneers, von 2006 bis 2014 ließ er es bei den Hamburg Huskies sportlich krachen. Danach gab es jeweils noch eine Saison bei den Kiel Canes und den Hamburg Huskies. Albrecht ist durch und durch Teamsportler: „Ohne deine Teamkollegen bist du gar nichts. In jeder Mannschaft gibt es die ganz verschiedenen, verrückten Leute. Jeder hat seine spezielle Art.“

Wie bei nahezu jeder Spielerverpflichtung bislang hatte Offense-Coach Andreas Nommensen seine Finger im Spiel. „Außerdem habe ich mit vielen Jungs im Lauf der Jahre schon mal zusammengespielt. 2017 waren die Pirates richtig stark. Ich hoffe, wir können mit den vielen neuen Verstärkungen im kommenden Jahr an diesen Erfolg anknüpfen“, so Albrecht.

Leif Albrecht (Foto: Kay Elvert)