11. Februar 2019 17:57
German Football League

New Yorker Lions 2019 - Die Konstanten der Offense Line 2019

Eine der wichtigsten, aber auch wenig beachteten Positionsgruppen im Angriff einer American Football Mannschaft ist die Offensive Line.


Zum einen gelten sie als „Leibwache“ für den Spielmacher, den Quarterback. Zum anderen blocken sie auch die Laufwege für die Ballträger frei, damit diese zu ihren zum Teil spektakulären Läufe ansetzen können. Neben einiger Neuzugänge für die Saison 2019 gibt es auch weiterhin bekannte Gesichter, die das Grundgerüst der Offense Line für die kommende GFL Spielzeit bilden.

#60 Kevin Foitzik
Der 27-jährige Kevin Foitzik begann 2007 im Jugendteam der Dortmund Giants und fand in der Offense Line, speziell als Center, schnell sein “Zuhause“. Über das GFL-Junior-Team der Duisburg Thunderbirds (2011) ging es für zwei Spielzeiten zurück ins Herrenteam der Giants nach Dortmund, ehe die Wege für den 1,86 m großen und 138 kg schweren Center und Guard nach Langefeld zu den Longhorns führten. Während seiner Zeit in Langenfeld erhielt Kevin, unter anderem gemeinsam mit Lions Defense End Julian Völker, die wohl einmalige Chance für zwei Spiele in China für die Hongkong Warhawks aufzulaufen. Für die Saison 2016 ging es dann für den Studenten für Medizinische Informatik und eingefleischten BVB-Fan zu den Assindia Cardinals in die GFL2, bevor er im letzten Jahr für die New Yorker Lions aufzulief. Auch in 2019 wird er weiterhin in Braunschweig als Center im Wechsel mit Robert Sövegjarto aktiv sein.

#61 Jan von Jürgensonn
Mit dem gebürtigen Hamburger Jan von Jürgensonn erhielt die Offense Line der New Yorker Lions zur Saison 2017 weitere Verstärkung mit GFL-Erfahrung. Der 28-jährige gelernte Industriekaufmann wechselte vom GFL-Süd-Team der Stuttgart Scorpions zu den New Yorker Lions. Über das Team der Elmshorn Junior Pirates und der Elmshorn Fighting Pirates verschlug es den 1,89 m großen und 140 kg schweren Jan 2016 aus beruflichen Gründen nach Stuttgart, wo er umgehend aus der Schutztruppe für den Spielmacher der Scorpions nicht mehr wegzudenken war. Nachdem feststand, dass es für ihn 2017 wieder zurück in den Norden geht, nahm er Ende 2016 am Tryout des Deutschen Rekordmeisters teil und schaffte direkt den Sprung in den Kader von Head Coach Troy Tomlin. Seitdem ist Jan ein fester Bestandteil der Leibgarde des Braunschweiger Spielmachers.

#63 Simeon Turi
Offense Liner Simeon Turi begann seine Football Karriere 2006 im Team der Berlin Kobras, denen er bis einschließlich der Saison 2010 treu blieb. Für die Spielzeiten 2011 bis 2013 ging es dann in das GFL-Juniors-Team der Berlin Rebels, ehe in 2014 ein Abstecher zum Hauptstadtkonkurrenten in der höchsten deutschen Jugendspielklasse, den Berlin Adler, folgte. Für die erste Saison in einem Herrenteam (2015) seiner Karriere ging es für den 1,89 m großen und 125 kg schweren Simeon zurück zu den Rebels, mit denen er auch bis einschließlich 2017 in der GFL-Nord auflief. Das Angebot für die New Yorker Lions in 2018 aufzulaufen kam für den Studenten schon etwas überraschend, auch wenn der Wunsch irgendwann nach Braunschweig zu wechseln schon immer vorhanden war. Deswegen fiel aber die Entscheidung für den Wechsel zu den Lions relativ schnell und somit geht der gebürtige Berliner nun 2019 in sein zweites Jahr im Jersey der Löwenstädter.

#67 Robert Sövegjarto
Nach dem Karriereende von Hannes Irmer übernahm die schwere Aufgabe als Center in der Offense der New Yorker Lions der 31-jährige Robert Sövegjarto. Zur Saison 2012 von den Bremen Firebirds aus der Regionalliga Nord nach Braunschweig gewechselt, war er davor gemeinsam mit Gerrit Meister bei den Bremerhaven Seahawks aktiv. Eigentlich ursprünglich als Fullback im Einsatz, wechselte er zu Beginn der Saison 2015 schlussendlich in die Offense Line und hinterließ von Beginn an einen hervorragenden Eindruck in seiner neuen Schlüsselrolle und gehört mittlerweile zu den besten seiner Position in Deutschland. In der GFL- Saison 2019 geht der 1,86 m große und 130 kg schwere Center nun in seine bereits achte, hoffentlich erfolgreiche Spielzeit, für die New Yorker Lions.

#74 Marco Köhler
Ein Neuzugang ursprünglich für die Defense Line in 2016, war der gebürtige Braunschweiger Marco Köhler. Der 29-jährige spielte davor vier Jahre aus beruflichen Gründen bei den Neubrandenburg Tollense Sharks in der Regionalliga Ost. Zum American Football hat den ehemaligen Zeitsoldaten sein damaliger Chef, der als Defense Trainer bei den Sharks aktiv war, animiert. Die ersten zwei Jahre fungierte der 1,89 m große und 140 kg schwere Marco dabei als Spieler in der Offense Line und als Kicker für die Sharks. Erst danach wechselte er in die erste Reihe der Verteidigung, wo er auch bei den Lions zunächst seine Heimat gefunden hatte. Nach einem Jahr berufsbedingter Auszeit in 2017, kehrte er letztes Jahr aktiv wieder in den Kader der Lions zurück und erhielt nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Maximilain Merwarth, unerhoffte Einsatzzeit als Fullback im Angriff der Lions, welche ihn beim Auswärtspiel in Köln gegen die Crocodiles sogar seinen ersten Touchdown im Braunschweiger Jersey bescherte. Für die Saison 2019 wird er nun weiterhin ein Teil des Angriffs der Löwen bleiben und in der Offense Line sein Können unter Beweis stellen.

#78 Benhur Ayra
Mit einer Größe von 1,95 m, einem Gewicht von 149 kg und dem Vornamen eines historischen Filmhelden, verstärkte der Stuttgarter Benhur Ayra die Offense Line der New Yorker Lions in der Saison 2018. Seit 2011 spielte der Stuttgarter mit türkischen Wurzeln bei den Scorpions American Football. Über das GFL-Junior-Team der Scorpions und der Junioren-Nationalmannschaft ging es zur Saison 2013 direkt ins GFL-Team des Südligisten, wo er bis einschließlich 2017 zur festen Größe gehörte. Zum einen sein Studium „Soziale Arbeit“ in Kassel, als auch der Wille den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen und für eines der besten Teams Europas zu spielen, führten Benhur letztendlich nach Braunschweig, wo er nun auch in der GFL Saiosn 2019 wieder das Trikot mit der #78 überstreifen wird.

O-Line 2018 (Foto: Rolf Daus)