19. September 2017 19:03
Regionalliga

Straubing Spiders mit einem Bein in der 2. Bundesliga


Roland Ertl, der Head Coach der Spiders, ist immer darum bemüht, auf die Euphorie-Bremse zu treten und versuchen das Negative abzustellen, ohne dabei das Positive zu vergessen, aber nicht überhand zu nehmen.


Dennoch war der erfahrene Coach, gerade von der 1. Halbzeit, tief beeindruckt von seiner Mannschaft: „Man hat die vergangenen beiden Wochen gesehen, das die Mannschaft heiß war auf diese Partie, ja auf die 2. Bundesliga. Das sie es dann auch so großartig auf den Platz getragen haben, war schlichtweg überragend. Ich bin heute auf das ganze Team unfassbar stolz, aber vor allem die Defense hat heute eine sensationelle Partie abgeliefert und gerade im 1. Viertel immer wieder dafür gesorgt, das wir ein kurzes Feld zum Überbrücken hatten und schnelle Scores erzielen konnten!“

Pforzheim bekam zuerst den Ball und hatte gerade bei ihren ersten Plays guten Raumgewinn erzielen können, aber nach dem 3. First Down war Schluss. Es sollten auch die letzten First Downs der Heimmannschaft sein in dieser 1. Hälfte. Die Offense der Spiders übernahm – und genau 1 Play und 80 Yards später war Darius Lewis, bedient vom sensationell aufgelegten Quarterback Mark Wright, in der Endzone zur 7:0-Führung (Extrapunkt Simon Schwetz).

Dieser Score war ein grandioser Tiefschlag der Spiders, Pforzheim wirkte sehr beeindruckt, während die Defense sich in einen Rausch spielte – 3 Plays später wechselte das Angriffsrecht wieder, Mark Wright erledigte das Ganze selbst und erlief das 14:00 (Extrapunkt Simon Schwetz).
Pforzheim konnte sich in der Folge nicht erholen von den Spinnen, die sich mit allen Units, egal ob Offense, Defense oder Special Teams in einen Rausch gespielt haben. Wieder benötigte die Defense nur 3 Plays, um die Wild Dogs zu stoppen, wieder dauerte es nur einen Spielzug auf Seiten der Spinnen, dieses Mal bediente Mark Wright Simon Schwetz.

Auch im 2. Quarter ließ die Spiders Defense den Gegner nicht zum Atmen kommen, im Gegenzug lief die Offense-Maschinerie wie ein Uhrwerk. Darius Lewis erzielte seinen zweiten Touchdown des Tages, dieses Mal durch einen Lauf durch die Mitte zum 28:00 (Extrapunkt Simon Schwetz). Fast in der direkten Folge war es Sixten Dragan, der mit einem sensationellen Antritt an der Seitenlinie allen davon lief zum nächsten Touchdown, während Quarterback Mark Wright den 42:00-Halbzeitstand erneut selbst erlief und das Holzhofstadion zu Pforzheim endgültig verstummen ließ.

Nach der Pause waren die Spiders direkt in Ballbesitz und ließen sich nicht zweimal bitten – auch im 7. Drive des Tages erzielte die Mannschaft einen Touchdown, Mark Wright marschierte zum dritten Mal in die badische Endzone zum 48:00. In der Folge wurden die Wild Dogs stärker, die Spiders machten auch die ersten Fehler der Partie, so war es eine Interception der Pforzheimer, die die Grundlage für den ersten Touchdown des Tages legte zum 08:48. Das sowas die Mannschaft aber nicht aus der Ruhe bringt, auch nicht ein Play aus der eigenen Endzone, zeigte der darauffolgende Drive, als man mit mehreren Läufen über Kevin Graupner und Martin Gierl das Feld überbrückte und der Captain, Mark Wright, mit seinem 4. Touchdown des Tages antwortete. Pforzheim gelang dann noch ein weiterer Touchdown zum 14:54-Endstand.

Jetzt liegt der Fokus auf dem Rückspiel am Samstag, wie Roland Ertl berichtet: „Man hat gesehen, das die Pforzheimer nicht aufstecken und auch beim 00:48 noch versucht haben, Plays zu machen, was Ihnen auch gelang. Wir waren in einer Phase unkonzentriert und haben die Wild Dogs ein wenig ins Spiel kommen lassen. Das war auch für uns noch eine gute Warnung für kommenden Samstag, das wir 100% konzentriert das Heimspiel bestreiten müssen und wollen. Wir freuen uns jetzt alle riesig auf das Saturday Night Game!“
Kick-Off ist am kommenden Samstag, 23.09.2017 um 19:00 Uhr im Donausportzentrum Peterswöhrd. 


Das Team der Spiders bestach durch großartigen Zusammenhalt und Fokus in Pforzheim – und will jetzt den letzten Schritt zum Aufstieg in die 2. Bundesliga machen (Foto: Uschi Hoffmann)