Auswärtssieg in Kempten

Zum dritten Auswärtsspiel hintereinander ging es für das GFL Team der Munich Cowboys am vergangenen Sonntag zu den Allgäu Comets.

Comets vs Cowboys (Foto: Peter Roth)

Die Munich Cowboys starteten offensiv stark. Ein sehr weiter Pass von Quarterback Brady Bolles fand nach fünf Minuten Jaylen Zachery und der überwand die kurze Distanz in die Endzone der Comets zur 0:7-Führung (PAT Robert Werner) der Gäste. Die Allgäuer wollten dagegen halten, spielten aus einer stabilen Abwehr heraus, konnten aber in der Offensive nicht überzeugen.

Im zweiten Quarter schaffte es Kemptens Marcel Schade mit einem 40-yards-Field Goal die ersten Punkte für die Hausherren zum 3:7 auf das Scoreboard zu bringen. Gleiches gelang aber auch Kicker Robert Werner, der zwei Minuten vor der Pause mit seinem Field Goal den alten Abstand auf 3:10 wieder herstellte. Jetzt wollten die Munich Cowboys aber noch einen Schritt weiter gehen. Kurz vor der Halbzeit kamen sie erneut in Ballbesitz. Ein präziser Pass von Brady Bolles auf Manuel Engelmann, der an diesem Nachmittag eine Allzweckwaffe darstellte, bedeutete den 3:17-Halbzeitstand (PAT Robert Werner).

Nach der Pause rechnete man zunächst mit dem Angriff der Comets, doch die Hausherren kamen noch immer nicht richtig in Schwung. Der Munich Cowboys Offense unterlief aber auch der ein oder andere Flüchtigkeitsfehler, so bei einem unpräzise gespielten Ball, den ein Allgäuer abfangen und seine Mannschaft in Ballbesitz bringen konnte. Später passten die Spielzüge wieder besser. Ein feiner Pass auf Kai Silbermann brachte diesen in Position, das zwischenzeitliche 3:24 (PAT Robert Werner) Mitte des dritten Viertels erzielen zu können. Jetzt war der Ehrgeiz der Comets geweckt. Mit seinem kurzen Lauf verkürzte Allgäus Quarterback Calvin Stitt etwas über eine Minute vor Viertelende auf 10:24. Danach konnte Kemptens Jonell Pelie einen unglücklich abprallenden Ball aufnehmen und direkt in die Münchner Endzone zum 16:24 (Two-Point-Conversion nicht gut) zurücktragen. Bei dieser Aktion verletzte sich der Münchner Tillmann Bolk am Schlüsselbein und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Im vierten Quarter schien sich die längere Verletzungspause auf die Konzentration beider Teams ausgewirkt zu haben. Es folgten insgesamt fünf Turnovers. Am schwersten wog der Fumble eines Allgäuer Spielers an der eigenen 8-yards-Linie. Den erneuten Ballbesitz nutzte die Munich Cowboys Offense, um das Spiel drei Minuten vor dem Ende endgültig zu entscheiden. Kai Silbermann stellte mit seinem zweiten Touchdown in diesem Spiel den Score auf 16:31.
Insgesamt setzte sich in diesem bayerische Derby die bessere Offense durch. Die starke Allgäuer D-Line konnte nicht den nötigen Druck auf Quarterback Brady Bolles ausüben. Beide Teams treffen am kommenden Samstag gleich erneut aufeinander, dieses Mal um 16.00 Uhr im Münchner Dantestadion.