Dresden Monarchs zum ersten Mal Meister der Staffel Nord in der SharkWater GFL

Die Footballer der Dresden Monarchs sind zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte Meister der Staffel Nord in der SharkWater GFL. Im „Finale“ beim GLÖCKNER GAMEDAY im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion besiegten die Sachsen die Potsdam Royals mit 63:7 (14:7/28:0/14:0/7:0).

Die Spieltagsplaner der German Football League haben in der Vorbereitung zur Saison 2021 hellseherische Fähigkeiten bewiesen. Ausgerechnet das Match gegen die Potsdam Royals stand für die Dresden Monarchs am letzten Spieltag der regulären Saison an. Erster gegen Zweiten. Beide Teams mit Chancen auf die Nordmeisterschaft. Dresden schon mit einer Hand am silbernen Henkelpott, weil zwei Punkte mehr und den Sieg im Hinspiel in Potsdam. Die Royals, in ihrer dritten Saison in Deutschlands Football-Oberhaus, brauchten einen klaren Sieg mit mehr als 15 Punkten Abstand, um die Monarchs noch vom Thron zu stoßen. Was sich unter diesen Voraussetzungen also als möglicher Krimi anbahnte, wurde an diesem Samstag aber schnell zu einer sehr einseitigen Angelegenheit. Zum Start war alles noch ausgeglichen. Dresden ging gewohnt schnell mit einem Touchdownpass von Quarterback K.J. Carta-Samuels auf Darrell Stewart in Führung (PAT Florian Finke 7:0). Potsdam glich umgehend aus: Kurzer Pass von Spielmacher Gio Rescignio auf Michael Breuler (PAT Hannes Werner 7:7). Doch ab da nahm der Gastgeber bemerkenswert dominant das Heft in die Hand und lies die Gäste nicht mehr ins Spiel. Radim Kalous mit der erneuten Führung noch im ersten Viertel (PAT Finke 14:7). Und dann satte vier Touchdowns in Viertel Nummer Zwei: Drei weitere von Darrell Stewart und einer knapp eine Minute vor der Halbzeitpause über Dresdens neuen Runningback Devwah Whaley zum 42:7!

Damit war der Drops irgendwie schon gelutscht! Keine Frage: das war eindrucksvoller Angriffsfootball der Dresden Monarchs. Irgendwie gelang in der Offense an diesem sonnigen Spätsommersamstag vor ausverkauften Rängen (2.200 genehmigte Plätze) alles. Doch so wenig Gegenwehr vom bis dato starken Staffel-Zweiten? Potsdam war als laufstärkstes Team der ganzen Liga angereist. Doch Top-Runningback Jake Mayon griff nicht ins Spiel ein. Ebenso wenig wie der normalerweise startende Spielmacher PJ Settles. Verletzt? Angeschlagen? Geschont für die anstehenden Playoffs? Die Royals hatten sicher ihre Gründe. Vom versprochenen Krimi um die Nordmeisterschaft mit den beiden bisher stärksten Teams war zu diesem Zeitpunkt jedenfalls keine Rede mehr. Dresden schickte jetzt auch in Halbzeit zwei viele Spieler aus der zweiten Reihe aufs Feld. Und blieb am Drücker. Felix Tasler setzte direkt nach Wiederanpfiff mit einem Touchdown nach einem geblockten Punt der Potsdamer ein dickes Ausrufezeichen. Und die Monarchs-Offense, nun angeführt von Quarterback Eric Seidel, legte nach. Noch zwei Touchdowns, einer über Mike Schallo im dritten Viertel und einen von Seidel himself wenige Sekunden vor Schluss. Endstand 63:7.

Egal wie dieser Sieg nun zustande kam: Dresden ist Nordmeister! Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte! Das kann dem Team von Headcoach Ulz Däuber niemand mehr nehmen. Die ungleich schwierigere Aufgabe folgt aber jetzt in den kommenden Wochen. In den PlayOffs gilt in jedem Spiel alles oder nichts. Dresden hat dank der Nordmeisterschaft im Viertel- und Halbfinale Heimrecht. Und erst wenn diese beiden Spiele auch gewonnen werden geht es um den von allen in Dresden ersehnten GERMAN BOWL.