Gekämpft bis zum Schluss

In diesem Jahr wird es keinen GFL Football in Deutschland geben. Dies haben die 6 verbliebenen Teams - darunter auch die Marburg Mercenaries - heute bei einer Sitzung in Frankfurt entschieden.

 

Georg-Gaßmann-Stadion (Foto: Peter Scheldt)

Für die 8 GFL2 Teams gehen die Planungen für eine Saison 2020 jedoch weiter, diese haben sich einstimmig für einen Spielbetrieb ausgesprochen. In den nächsten Tagen wird nun für die Assindia Cardinals (Essen), Berlin Adler, Düsseldorf Panther, Fürsty Razorbacks (Fürstenfeldbruck), Langenfeld Longhorns, Saarland Hurricanes, Solingen Paladins und Straubing Spiders ein Spielplan für die verkürzte Saison erstellt werden.   

Marburg Mercenaries Präsident war nach der mehrstündigen Sitzung am heißesten Tag in Deutschland sichtlich geschafft: „Alle Vertreter haben sehr sachlich und konstruktiv diskutiert und sorgfältig die Pros und Contras abgewogen. Allein schon aus wirtschaftlicher Sicht war keine vernünftige Lösung in Sicht“.

Die regionalen Bedingungen sind momentan noch zu unterschiedlich. Ein kompletter Kontakt Trainingsbetrieb ist immer noch nicht überall möglich. Und auch für die Spieltaggestaltung gibt es sehr unterschiedliche Anforderungen. Ein Team hätte nur ganz ohne Zuschauer spielen dürfen, anderen wäre das Catering untersagt oder nur sehr eingeschränkt ermöglicht worden. Aufgrund der in den letzten Tagen wieder gestiegenen Corona – Zahlen zeichnet sich hier aktuell auch keine kurzfristige Entspannung mit weiteren Lockerungen ab. Es spricht für die GFL Vertreter, dass sie jetzt konsequent an dem selbstgesteckten „point of no return“ festgehalten haben und diese Entscheidung nicht noch um weitere Wochen verschoben haben. So können jetzt alle GFL Vereine ihre weiteren Planungen ausrichten.    

Und Dalkowski zeigt sich auch weiter optimistisch: „Wir hatten für die Mercenaries in den letzten Monaten alles versucht, um eine verkürzte Saison zu realisieren und bis zum Schluss dafür gekämpft. Doch jetzt lief die Zeit und die aktuelle Entwicklung  gegen uns. Wir werden uns jetzt mit den Trainern und Spielern auf diese neue Situation einstellen. Und wir werden alles gesundheitlich und wirtschaftlich Vertretbare versuchen, unseren Fans in diesem Jahr doch noch irgendwie ein Footballfest in Marburg präsentieren zu können.“   

Als weitere Idee wurde auch ein Pokalwettbewerb angedacht, der regional an einem Wochenende ausgetragen werden könnte. Wenn machbar, wären die Mercenaries dann auf jeden gerne Fall dabei.