Importe ja oder nein? Neue Konzepte für die Jugendarbeit?

Die Zukunft - Eigengewächse aus allen Jugendklassen
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stinger
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Importe ja oder nein? Neue Konzepte für die Jugendarbeit?

Beitrag von stinger » Di Okt 19, 2004 16:16

Was haltet ihr von Ami-Importen?
Macht das Sinn, oder untergräbt das nicht die Jugendarbeit in Deutschland?
Finanziell gut gestellte Teams leisten sich dann so genannte Top-Amis und etwas ärmere (der ganze Süden) können sich eher nur durchschnittliche Amis leisten.

Ich persönlich sehe es so, dass Amis prinzipiell o.k. wären, wenn man für sie eine Salary Cap einführen würde.
Es ist, denke ich, gerade für Nachwuchsspieler frustrierend wenn sie in der Jugend auf Skill Positions gespielt haben und dann bei den Herren nicht eingesetzt werden, weil da halt der Ami spielt und dem ist es eigentlich S%!&egal ist bei welcher Mannschaft er in Deutschland unterkommt, solange sie ihn bezahlen können.

Diese Amis sind gute Footballspieler, da ist nichts dagegen einzuwenden. Sie sind allerdings auch nicht der heilige Gral zu dem sie gemacht werden.
Wenn man bedenkt, dass sie anscheinend auch für die AFL nicht gut genug sind so müsste es einem doch einleuchten, dass sie in den U.S.A. auch nur C -Ware sind. (Ist nicht bös gemeint, ich seh das halt so)

Ich denke nur, dass sich die Qualität der GFL und von mir aus auch die der zweiten Liga nicht verbessern kann solange C-Klasse Amerikaner das Geschehen in den deutschen Ligen dominieren, weil sie halt "Amis" sind und von Football "viel mehr Ahnung haben" als wir Deutschen.

Man muss es Realistisch betrachten, Deutschland steckt "Footballerisch" noch in den Kinderschuhen. 20 Jahre sind nicht gerade eine lange Zeit für eine Sportart und es ist trotzdem beeindruckend was der AFVD und die einzelnen Vereine in dieser Zeit auf die Beine gestellt haben.
Ich denke nur das es langfristig Sinnvoller wäre 3000 Euro im Monat in die Jugendarbeit zu stecken als sich davon einen "Star" zu leisten, welcher womöglich verletzungsbedingt ausfällt und dann natürlich das "schlechte Abschneiden" in der Saison begründet.

Meiner Meinung nach sind wir noch ewig weit von Profi-Football entfernt. Sicher es gibt Ausnahme-Talente welche es weit gebracht haben, (Nütten, Heyer, Odenthal, Ritzmann und CO.) aber sie sind alle Produkte einer intensiven Jugendarbeit.

Mit effizienterer Jugendarbeit sind langfristig größere Erfolge zu erzielen als mit dem Einkauf kurzfristiger Stars.
Ein weiteres gutes Beispiel ist dafür Marcus Radtke von den Falcons welchen ich seit Rookie Zeiten kenne und der dieses Jahr wohl eine ziemlich gute Saison gespielt hat.
Ich denke auch dass man sich hinsichtlich der Playbooks halt noch mehr beschränken sollte. Zugegeben ist das weniger attraktiv, aber was bringt ein hundert Seiten Playbook wenn sich Ottonormal Gfler maximal 15- 20 Stunden die Woche für Football freimachen kann. ( Ich geh davon aus das es eher weniger ist)

Football ist in Deutschland nach wie vor nur Hobby, teilweise natürlich ein Hobby das man zur Lebensseinstellung macht, aber trotzdem nur ein Hobby. Wenn man Freundin/Familie weglässt und berufstätig ist so wird man sich vielleicht diese 20 Stunden und ein wenig mehr mit Football beschäftigen können und da tut es mir leid, aber da kann man von keinem erwarten, weder vom D-Liner noch vom Quarterback ein Spiel aufziehen zu können, was dem Anspruch an "Profi"-Football auch nur nahe käme.

Deshalb muss die Jugend, welche ein wenig mehr Zeit hat, als die Berufstätige Bevölkerung schon möglichst früh möglichst intensiv betreut werden. Nur dann kann man es schaffen langfristig das Niveau des deutschen Footballs zu stiegern. Mit möglichst intensiv meine ich nicht nur die "normalen Trainingseinheiten 2-3 mal die Woche, sondern auch die Erstellung von Fitness und Ernährungsplänen, sowie ab und zu eine betreute Kraftrainingseinheit. Es macht nämlich keinen Sinn stumpf draufloszupumpen, weil die wesentlichen Übungen für eine gute Explosivität und Geschwindigkeit, nicht denen der für Bodybuilder geeigneten, entsprechen. Durch diese "Einzelbetreuung" ist es auch erst möglich das Potential der Spieler voll auszuschöpfen, jeder kann anhand der ihm eigenen Möglichkeiten besser und konzentrierter an sich arbeiten. Die Ernährung spreche ich deshalb an, weil die Klischees vom Footballvielfraß der Wahllos alles in sich hineinschaufelt der Fitness eigentlich nicht förderlich sind.
Außerdem würde man die Dopingproblematik in den griff kriegen, zumindest wenn das von den Trainern nicht mehr toleriert wird und es ist leider so, dass es zu viele Jugendliche sich für den kurzfristigen Erfolg ihre Gesundheit ruinieren. (Leider ist das nicht nur bei vereinzelten Jugendlichen so sondern auch bei den Herren) Ich hör schon den Aufschrei............ aber dieser Tatsache muss man sich stellen.

So ich hoffe ich habe hier mal ne rege Diskussion angestoßen und bin auf eure Einträge gespannt.
So long John

"What would happen if someone came out with a single-wing offense? It would embarrass the hell out of us." -Vince Lombardi

backup
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Beitrag von backup » Di Okt 19, 2004 18:33

Ok,hört sich alles gut und schön an..........
Aber wieviele Coaches brauche ich für die "Einzelbetreuung"???????

Da wären wir wieder beim Thema Hobby usw

Nix für ungut.

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Marco73
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Beitrag von Marco73 » Di Okt 19, 2004 18:49

Nur mal als Einwurf: Nicht nur der Ami-"Import" kann dem Nachwuchsspieler aus der Jugend vor die Nase gesetzt werden - das kann auch durch eingeborene Söldner passieren...

alex55
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Beitrag von alex55 » Di Okt 19, 2004 18:55

Mit effizienterer Jugendarbeit sind langfristig größere Erfolge zu erzielen als mit dem Einkauf kurzfristiger Stars.
Danke für diese Belehrung, aber einigen Teams ist das nunmal scheißegal bzw die wollen den schnellen Erfolg.

itrules
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Beitrag von itrules » Di Okt 19, 2004 19:19

wirklich gut gedacht,

es ist nur bei uns (besonders im süden) nicht gut umzusetzen.

Da bräuchte es dann den Trainer mit eienm Gehalt, damit die Jugend auch mehr als die 2-3 Einheiten trainiert wird. Das ist dann schon mind. ein 1/2 tagsjob. Wir wissen ja alle, dass es mehr braucht als Trainingsanwesend zu sein.

Da müßte dann z.B. ein Sportstudent o.Ä. ran, wer von uns Laien hat denn die Ahnung von effizeinten Training im heranwachsenden Körper. Die Bedürfnisse in der Ernährung sind andere als beim erwachsenen Sportler.

Wir haben in diesem Sport mit Leuten zu tun, die dominat in der Kraft sein müssen, es wird Geschwindigkeit gebraucht. Es werden Leute mit GEschick, mit Schnellkraft und vielen anderen Eigenschaften gebraucht.

Jeder auf andere Art und das dann im Jugendbereich, in dem die Uhren noch etwas anders laufen als bei den Erwachsenen.

Es wäre RICHTIG RIESIG, wenn da mal mehr auf die eingenen Leute zurückgegriffen wird.

Aber (besonders der Süden) hat einen starken Konkurrenten:

Fußball

hier hören die Jungs noch viel mehr auf das, was Vater, Opa und Onkel sagen. Der GRuppendruck in den Dörfern ist in der Beziehung riesig. Die "alten" kennen nur das, was sie selber gemacht haben, was alle machen. Die Jungs haben hier auf dem Land nicht die Möglichkeiten allein zum Training zu kommen. Busse fahren zu selten und Fußball gibs eben im Dorf. und wenn sie dann schnell sind oder geschickt, dann gibs auch hier noch Kohle, während Football eben nur kostet.

Es ist in vielen Bereichen einfacher, zu den bewährten Tricks zu greifen. Kohle raus, Ami gekauft.

und nicht Leute motivieren zu trainieren, sich fortzubilden. viel, viel Freizeit zu opfern
Spieler zu suchen, bei der Stange zu halten, Eltern überzeugen, zu warten, bis aus den Jungs was geworden ist und das Geld richtig lange anzulegen, bevor sich endlich Erfolg abzeichnet.

Träumen werden alle ernsthaften deutschen Footballfans davon aber wir werden es nie erreichen.

Kick
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Beitrag von Kick » Mi Okt 20, 2004 08:57

@Stinger: Guter Text

Um Änderungen an Denksystemen durchzuführen bedarf es einen Willen zur Änderung und "Manpower".

Was ist nötig vom Verein:
1.)Trainer, die bereit sind sich weiterzuentwickeln, sich Ziele setzen, und sich selber immer wieder hinterfragen (Warum klappt das bei mir nicht?)
2.)Geld für Trainer, will man die Jugendarbeit aus den Kinderschuhen holen, muß Geld für Trainer da sein, für Weiterbildung, für Aufwandsentschädigungen
3.)Kurzfristiger Leistungseinbruch im Männerbereich, da das Geld umgestaffelt wird.

Was ist nötig durch den Verband:
1.) Eine ordentliche C-Lizenz, was ich bis heute erleben ist "Sch****", die C-Lizenz ist eine Anleitung zum Selbermachen für Dummys, die Inhalte müssen dahingehend umstrukturiert werden.
2.) C,B,A Lizenzen->Wo bitte wird das Krafttraining beschrieben ???
3.)Weiterbildung für Anfänger. Die meisten Coaches Conventions sind nix für Anfänger.

Die Vereine verbrennen ihr Geld, wer hat sich den mal einen Kraftraum eingerichtet ? Oder in Anschaffungen (Clubhaus,Kraftraum,Coachesbüro usw) investiert die die Zeit überleben ?

An den Süden:
Verplichtet doch mal eure Amis die Jugendspieler die nicht mehr nach Hause kommen, mit einem Vereinsauto zu fahren ! Wäre mal was neues. Dieses Argument ist so alt wie der AFVD. Denkt mal um und laßst euch was einfallen. Was anderes wird im Norden auch nicht gemacht.

Ritzmann, Hyer und CO. Diese Leute haben durch eigenen Antrieb den Sprung geschafft. Die Vereine haben damit nicht so viel zu tun gehabt.

Kick

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Beitrag von itrules » Mi Okt 20, 2004 09:04

]KickAn den Süden: Verplichtet doch mal eure Amis die Jugendspieler die nicht mehr nach Hause kommen, mit einem Vereinsauto zu fahren ! Wäre mal was neues. Dieses Argument ist so alt wie der AFVD. Denkt mal um und laßst euch was einfallen. Was anderes wird im Norden auch nicht gemacht. [/quote] Wenn die Vereine eigene Autos haben, sicher kein Problem, ich kenn hier im Süden keinen. [quote= hat geschrieben:Kick
Ritzmann, Hyer und CO. Diese Leute haben durch eigenen Antrieb den Sprung geschafft. Die Vereine haben damit nicht so viel zu tun gehabt.

Kick
Darum sind die ja auch die Ausname und nicht die Regel.
Der Footbal lebt ja nicht nur in der GFL. Der Unterbau in den kleinen Ligen darf hier nicht vergessen werden.

Kick
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Beitrag von Kick » Mi Okt 20, 2004 11:17

@itrules:
OK, gebe mich geschalgen. Aber einen habe ich noch: Wie transportieren sich den die Amis im Süden von dem Trainingsgelände zum Schlafplatz ? Trainingsplatz mit Schlafgelegenheit, dann könnte man Fr.Sa Training mit Übernachtung machen mit 3 TE für die Jugendlichen ohne Auto. Dein Veto wird jetzt sein: Die müssen ja auch was essen.

Wie Du siehst, werde ich mir für alle deine Argumente etwas neues Einfallen lassen. So muß man da ran gehen. Da hilft einem keiner. Man muß selber ran : MANPOWER

Wie isses damit: Such Dir mal ein Taxiunternehmen mit einem Großraumtaxi, mit dem macht Du dann einen Polnischen Deal .... :lol:

Nur so läuft es ...

Das mit Ritzman sehen wir ja ähnlich. Ich gehe weiter und sage, daß mit anderem Training, (vom Verein gesteuert und nicht von den Spielern selber) es vielleicht mehr von ihnen geben würde.


Kick

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Beitrag von itrules » Mi Okt 20, 2004 11:50

Kick hat geschrieben:@itrules:
OK, gebe mich geschalgen. Aber einen habe ich noch: Wie transportieren sich den die Amis im Süden von dem Trainingsgelände zum Schlafplatz ? Trainingsplatz mit Schlafgelegenheit, dann könnte man Fr.Sa Training mit Übernachtung machen mit 3 TE für die Jugendlichen ohne Auto. Dein Veto wird jetzt sein: Die müssen ja auch was essen.

Wie Du siehst, werde ich mir für alle deine Argumente etwas neues Einfallen lassen. So muß man da ran gehen. Da hilft einem keiner. Man muß selber ran : MANPOWER

Wie isses damit: Such Dir mal ein Taxiunternehmen mit einem Großraumtaxi, mit dem macht Du dann einen Polnischen Deal .... :lol:

Nur so läuft es ...

Das mit Ritzman sehen wir ja ähnlich. Ich gehe weiter und sage, daß mit anderem Training, (vom Verein gesteuert und nicht von den Spielern selber) es vielleicht mehr von ihnen geben würde.


Kick
Ich werd nich nicht schlagen :wink:

Ich wollt ja blos aufführen, woran es im einzelnen hapert.
Es ist ja eben so, dass der Schwung am Anfang enorm ist, aber wenn die Einzelnen dann feststellen, dass er nach 3 oder 4 JAhren noch genauso schwingen soll wird es schon schwieriger.

Ich würd mir wünschen, dass ALLE eines Vereins sich darüber bewußt sind, welche Verantwortung man da hat.

Selber kann ich mich "freisprechen :?: "

Ich wohne in einer Gegend, in der der höchste Verein 3.Liga spielt.
Ich habe seit Jahren Kinder, Jungendliche und was sonnst noch alles in der Gegend rumkutschiert.
Jetzt fährt mein Sohn selber und bekommt selbstverständlich mein größeres Auto zu Transportzwecken.

Ich kann aber die Fußballeltern verstehen, die damit nichts anfangen können und wenigstens noch für die Jungs die Ausrüstung zahlen.

Es sind in jedem Verein eben nur ein paar wenige, die gewillt sind zu "opfern" - was auch immer. Und die darf man nicht überfordern, sonnst sind die auch noch weg.

Zwingen geht sowieso nie gut. :(

Und ich kann Stingers Traum verstehen.

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Beitrag von hENNER » Mi Okt 20, 2004 12:30

hi,
amis ja, aber man sollte nicht nur auf diese verlassen, das beste beispiel war ja dieses jahr bei den Monarchs, als Molock verletzt aussetzen mußte. aber es ging trotzdem weiter und das net schlecht!!!!! außerdem haben die monarchs für die nächsten jahre ein neues konzept, längfristig die jugend zufördern (siehe http://www.dresden-monarchs.de)
mfg
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Beitrag von skao_privat » Mi Okt 20, 2004 13:02

Was hat der Ausfall von Molock mit Dresdener Jugendarbeit zu tun?

Wetzel kommt nicht aus dem Dresdener Nachwuchs. (Ich glaube, das keiner der bedeutenden Skill Player aus dem Dresdener Nachwuchs stammt. Bitte korrigier mich)

Und machen wir uns nichts vor. Das war keine Erkenntnis, das dies der 'bessere' Weg für den deutschen Football gewesen ist.
Wenn das Geld noch da wäre, würde sich kaum einer um den Nachwuchsfpootball kümmern. Hauptsache der Erfolg stimmt. Und das wird auch in dem Moment wieder so sein, wenn das der Wettbewerb her gibt.

Schließlich: Dresden wäre - wie alle anderen Mannschaften in der GFL auch - nicht dort wo sie sind, wenn sie sich keine Amis oder deutsche und europäische 'Ergänzungsspieler' geholt hätten.

Im Fall Dresden wird sich zeigen, ob sie mit der neuen Marschrichtung dort bleiben können.

Die Entscheidung der Dresdner ist sicherlich wirtschaftlich vernünftig. Aber die Annahme, das sich daraus ein neues Konzept für Jugendentwicklung entwickelt, halte ich für falsch.

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stinger
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Beitrag von stinger » Mi Okt 20, 2004 19:49

Schließlich: Dresden wäre - wie alle anderen Mannschaften in der GFL auch - nicht dort wo sie sind, wenn sie sich keine Amis oder deutsche und europäische 'Ergänzungsspieler' geholt hätten.
Sorry berichtigt mich wenn ich das falsch sehe, kommt Stuttgart nicht mit einem Team aus Freiwilligen klar?
O.K. O.K.
Die haben ne relative schlechte Saison gespielt, was meiner Meinung nach aber eher am Playcalling lag als an ihren Möglichkeiten. Das mit dem Passen bzw. den Split Formations war halt ne Saublöde Idee. :lol:

Natürlich gibt es auch deutsche Legionäre. Die sind mir aber allein deshalb Sympathischer weil sie aktiv etwas für den deutschen Football getan haben. Sie sind ja hier in der Jugend gewesen und begeistern andere Leute auch für diesen Sport.

Die Ami "Stars" tun das zwar auch, aber es geht einfach eher in die Richtung das es nun mal ein Amerikanischer Sport ist und es in Deutschland nur ein paar Verrückte gibt die den Amerikanern das Ball tragen, werfen und fangen überlassen um sich in Ausrüstung vor ihnen herzuprügeln. Mann braucht meiner Meinung nach "Deutsche" "Stars" die ziehen wesentlich besser Leute zum Spiel, schon weil sie eine ganz andere Sozialisation haben. Da gibt es dann halt neben Football noch Beruf, Familie, Nachbarn etc. ect.. Das wird es nehme ich an bei den meisten AMI "Stars" eher weniger geben, weil sie nur ein paar Monate im Jahr da sind. Nicht missverstehen, ich bin kein AMI-Hasser sondern selber ein halber (was nicht heißt dass ich gut spielen könnte ;o) )

Ich seh das halt wirklich so:
Anstatt das Geld in teure Spieler zu investieren, kann man es ja direkt in die Nachwuchsarbeit stecken. Das schließt von mir aus auch gerne Kosten für den "Sportstudenten" ein. O.K. da sind wir bei 400 Euros im Monat dabei.

Weitere Geschichten wie Auslagenerstattung bei Fortbildung sowie die Einrichtung fester Geschichten wie "Coaching Bibliothek und Büro" sowie einem Kraftraum sollten zumindest bei GFL Vereinen realisierbar sein.

Ich denke härtere Auflagen vom Verband an die einzelnen Vereine bezüglich dem Thema Jugendarbeit wären auch zuträglich.
Aber wieviele Coaches brauche ich für die "Einzelbetreuung"???????
Ich denke es geht mit relativ wenigen Coaches, was würde denn z.B. gegen ein Mentoring Programm sprechen, bei dem Spieler aus der Herrenmannschaft den Jugendspielern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dass muss nicht aufwendig sein es würde schon genügen, wenn sie ein zweimal im Monat zusammen zum Krafttraining gehen und der "Mentor" die Technik des Jugenspielers überwacht.
Oder von mir aus das der Quarterback der ersten ab und zu mal bei seinem Jugend QB etwas genauer hinsieht und diesem Tipps gibt.
Prinzipiell sollte das ja auf allen Positionen machbar sein.
Und da sind wir wieder beim Thema Legionäre. Egal ob Deutscher, Ami oder sonstige Nationalitäten, es spricht doch nichts dagegen von den Herren "Profis" vertraglich zu Verlangen ihr Wissen und Können an die Jugend weiter zu geben.

Zum Thema Fussball im Süden:
Natürlich ist es schwierig den Rundballtretern Konkurrenz zu machen, deshalb ist es umso wichtiger, dass insbesondere der einzelnen Spieler einfach der nette Mann von nebenan ist(phrasendreschweiter), ein Mensch wie Du und Ich. Hierzu ist es eher Unvorteilhaft mit dem ganzen Trash Talk gequatsche auf und neben dem Platz auf sich aufmerksam zu machen. Wenn ich mir teilweise die Diskussionen angucke die hier im Forum laufen bezüglich Langenfeld etc. da würde ich mir schon überlegen meinem Kind zu erlauben in einer Footballmannschaft mitzuspielen.

Ich will mich zu dem Thema nicht weiter äußern. Zum Thema Langenfeld äußere ich mich nicht weiter, weil ich keine Ahnung habe was da gelaufen ist.


So dann mal her mit der Post. :twisted:

"What would happen if someone came out with a single-wing offense? It would embarrass the hell out of us." -Vince Lombardi

denkmaldrübernach
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Jugendarbeit

Beitrag von denkmaldrübernach » Mi Okt 20, 2004 21:49

Also ich weiß nicht was ihr so alle vom Süden haltet.

In Schwäbisch Hall wir seit Jahren das Jugendtraining von Spielern der Aktiven Mannschaft geleitet. Der Headcoach war Ira Vandever selbst. Zudem war auch der Headcoach der aktiven Mannschaft involviert. Die Aktiven-Mannschaft selbst besteht zu einem Großen Teil aus Jugendspielern. Die Offense spielte fast die ganze Saison mit 4 Spielern die nicht in der eigenen Jugend angefangen hatten, der Rest war aus Hall.
Und auch die Leistungsträger der Defense kamen aus der eigenen Jugend.
Und wo ist Hall gelandet? Auch in Stuttgart funktioniert das Prinzip ähnlich, wenn auch nicht ganz so extrem. Patrick Geiger, Jason Scott, alles eigene Jugend.
Ich denke einfach, das Vereine mit viel Geld teilweise Probleme mit der einbindung der Jugendarbeit haben, weil über viele Alternativen, die die Jugend bietet, nicht mehr nachgedacht wird, oder weil die Lücke zwischen Jugend und Aktiven viel zu groß ist.
Aber der größte Konkurrent der Jugendarbeit ist hierzulande wirklich der Fussball. Wer sonst keinen Sport macht, der geht halt kicken. Und ausserdem: "Was der Bauer nicht kennt, das ißt er nicht." Und deshalb sollen Söhne lieber kicken als sich "blöd die Schädel einrennen".


viel Spaß noch beim diskutieren....


P.S:Wo gibts bitte Amis für 3000€ im Monat. Ihr habt wirklich zu viel Geld im Norden.

hazzzardous
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Re: Jugendarbeit

Beitrag von hazzzardous » Do Okt 21, 2004 01:37

denkmaldrübernach hat geschrieben:Also ich weiß nicht was ihr so alle vom Süden haltet.

In Schwäbisch Hall wir seit Jahren das Jugendtraining von Spielern der Aktiven Mannschaft geleitet. Der Headcoach war Ira Vandever selbst. Zudem war auch der Headcoach der aktiven Mannschaft involviert. Die Aktiven-Mannschaft selbst besteht zu einem Großen Teil aus Jugendspielern. Die Offense spielte fast die ganze Saison mit 4 Spielern die nicht in der eigenen Jugend angefangen hatten, der Rest war aus Hall.
Und auch die Leistungsträger der Defense kamen aus der eigenen Jugend.
Und wo ist Hall gelandet? Auch in Stuttgart funktioniert das Prinzip ähnlich, wenn auch nicht ganz so extrem. Patrick Geiger, Jason Scott, alles eigene Jugend.
Ich denke einfach, das Vereine mit viel Geld teilweise Probleme mit der einbindung der Jugendarbeit haben, weil über viele Alternativen, die die Jugend bietet, nicht mehr nachgedacht wird, oder weil die Lücke zwischen Jugend und Aktiven viel zu groß ist.
Aber der größte Konkurrent der Jugendarbeit ist hierzulande wirklich der Fussball. Wer sonst keinen Sport macht, der geht halt kicken. Und ausserdem: "Was der Bauer nicht kennt, das ißt er nicht." Und deshalb sollen Söhne lieber kicken als sich "blöd die Schädel einrennen".


viel Spaß noch beim diskutieren....


P.S:Wo gibts bitte Amis für 3000€ im Monat. Ihr habt wirklich zu viel Geld im Norden.
:!:

denkt mal drüber nach! :o :!:

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redzone
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Beitrag von redzone » Do Okt 21, 2004 08:24

Denken wir mal darüber nach. Da ich nur die GFL-Mannschaft der Devils kenne ein paar Daten:

Acht Spieler aus der eigenen Jugend als Rookies in dieser Saison, bemerkenswert Julian Spohr, der als RB und WR Klasse Spiele und Touchdowns abgeliefert hat.
Fast die gesamte O-Line kommt aus der eigenen Jugend
Ebenso die D-Line
WR fast alles Eigengewächse


Martin Toewe als OL aus der eigenen Jugend spielt jetzt in Florida (USF Bulls)


Trainer, die in der GFL Mannschaft spielen

Junior Devils
Max von Garnier WR, Marico Gregersen WR,
Fabian Birkholz DB, Alessandro Castaldo DL

Junior Flag Devils
Tony Meinhardt WR, Jürgen Kemper OL , Andreas Nommsen TE

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