Re: AFLE - Die Investorenliga
Verfasst: Sa Dez 27, 2025 18:30
Steht wo?
Das Forum für American Football
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Sachma, wo hast Du Deine rosa Brille gelassen?skao_privat hat geschrieben: ↑Sa Dez 27, 2025 16:59 Des Kaisers neue Kleider – Teil 2
Wenn man bei der AFLE einmal konsequent alles Emotionale ausblendet und nur auf die harten Alarmzeichen schaut, bleibt wenig Substanz übrig. Entscheidend ist nicht, ob eine neue Liga gut gemeint ist, sondern ob sie wirtschaftlich und strukturell überhaupt tragen kann. Genau hier beginnen die Zweifel. Es wird von rund zehn Millionen Euro Finanzierung gesprochen. Selbst wenn man diese Zahl einmal ungeprüft akzeptiert, schrumpft sie sehr schnell. Eine neue Liga verbrennt in der Startphase Geld, noch bevor ein Ball geworfen wird: Verwaltung, Rechts- und Lizenzkosten, Versicherungen, Schiedsrichterwesen, Marketing, IT, Reisekonzepte, Vertragsvorbereitungen. Zwei bis drei Millionen sind realistisch sofort gebunden. Übrig bleiben vielleicht sieben Millionen – optimistisch gerechnet. Verteilt auf mehrere Jahre und acht bis zehn Teams bleibt pro Franchise ein Betrag, der nicht annähernd reicht, um Imports, Housing, Reisen, Staff und einen halbwegs professionellen Spielbetrieb zu tragen. Das ist keine Meinung, das ist einfache Kostenrechnung.
Das nächste Alarmzeichen: Trotz angeblicher Ligafinanzierung sollen die Franchises selbst erhebliche Leistungen erbringen. Das ist besonders heikel, weil viele dieser Akteure gerade erst eine extrem teure und wirtschaftlich belastende Phase in der ELF hinter sich haben. Rücklagen sind aufgebraucht, Sponsoren strapaziert, Ehrenamt ausgezehrt. In genau dieser Situation erneut Eigenleistungen zu verlangen, ist kein Neustart, sondern ein Weiterdrehen an derselben Schraube.
Hinzu kommt die beschädigte Reputation. Die letzten Monate waren geprägt von Streit, Abspaltungen und widersprüchlichen Signalen. Für Investoren und Sponsoren ist das kein attraktives Umfeld. Anonyme Geldgeber auf Ligaebene verstärken dieses Problem. Kapital, das man nicht benennen, prüfen oder absichern kann, ist im Profisport kein solides Fundament, sondern ein Versprechen. Und Versprechen zahlen keine Rechnungen.
Auch sportlich wirkt vieles wie Fassade. Standorte ohne Football-Basis, hohe Lebenshaltungskosten, Importabhängigkeit – das sind keine Bausteine für Nachhaltigkeit, sondern für kurzfristige Show. Genau dieses Muster kennt man. Es erinnert stark an eine NFLE 2.0: international gedacht, wirtschaftlich überdehnt. Damals hat ein wirtschaftlich kompetenter europäischer Commissioner nüchtern entschieden, dass sich dieses Modell nicht lohnt – selbst mit NFL-Rückendeckung. Alles zusammengenommen ergibt sich ein klares Bild: unklare Finanzierung, unrealistische Budgets, überforderte Franchises, angekratzte Glaubwürdigkeit und ein Geschäftsmodell, das historisch bereits gescheitert ist. Das sind keine Detailfragen, das sind strukturelle Warnsignale. Klar darf der gemeine Fan von BlingBling Ligen träumen. Aber zum zweiten Mal auf einen nackten Kaiser zu starren und das Elend nicht sehen wollen, ist schon naiv.
Die Liga trägt auch nicht die Kosten der Teams. Man behauptet nur, der Ligabetrieb ist durchfinanziert, aber nicht der Spielbetrieb.skao_privat hat geschrieben: ↑Sa Dez 27, 2025 16:59 Übrig bleiben vielleicht sieben Millionen – optimistisch gerechnet. Verteilt auf mehrere Jahre und acht bis zehn Teams bleibt pro Franchise ein Betrag, der nicht annähernd reicht, um Imports, Housing, Reisen, Staff und einen halbwegs professionellen Spielbetrieb zu tragen. Das ist keine Meinung, das ist einfache Kostenrechnung.
Du bist hier auf jeden Fall am besten Platz der Welt, wenn du dir von Menschen, die wahlweiseGrinch1969 hat geschrieben: ↑So Dez 28, 2025 16:59 Wenn ich mir von Leuten die es nie in irgendeiner Weise irgendwo im American Football besser gemacht haben erklären lassen möchte was alles nicht geht bin ich in diesem Forum am Besten Platz der Welt.
Ich nehme den Punkt zur Kenntnis, würde die Diskussion aber gern auf der Ebene führen, auf der sie begonnen wurde: bei Strukturen, Zahlen und Verantwortlichkeiten. Ob jemand selbst sportlich „weiter gekommen“ ist, sagt wenig darüber aus, ob Finanzierungsmodelle, Haftungsfragen oder Kostenannahmen tragfähig sind. Genau diese Punkte wurden angesprochen.Grinch1969 hat geschrieben:Wenn ich mir von Leuten die es nie in irgendeiner Weise irgendwo im American Football besser gemacht haben erklären lassen möchte was alles nicht geht bin ich in diesem Forum am Besten Platz der Welt.
Kommataste kaputt?Grinch1969 hat geschrieben: ↑So Dez 28, 2025 16:59 Wenn ich mir von Leuten die es nie in irgendeiner Weise irgendwo im American Football besser gemacht haben erklären lassen möchte was alles nicht geht bin ich in diesem Forum am Besten Platz der Welt.
Vielleicht geht es auch weniger ätzend mit weniger Empörung/ Hass/ Beleidigungen/ Seitenhieben/ Anfeindungen? Ganz abgesehen von den offensichtlichen Defiziten der ELF, welche Backförmchen hat Dir dieser Laden eigentlich geklaut?NutzernamenSindDoof hat geschrieben: ↑So Dez 28, 2025 19:30
Du bist hier auf jeden Fall am besten Platz der Welt, wenn du dir von Menschen, die wahlweise
a) Football ausschließlich als Zuschauer kennen und nie auf dem und abseits des Felds irgendwie aktiv waren
b) früher einmal auf dem Feld standen, aber niemals irgendetwas gerissen haben und nun hier ihren unerfüllten feuchten Jugendträumen nachhängen
c) glauben die Erde sei eine Scheibe und unter ihrer Wollmütze einen Aluhut tragen
stetig neu erklären lassen willst, warum die, die das gestern noch versucht hatten alles verkehrt gemacht haben, was letztendlich zum Scheitern führen musste und sie das schon immer wussten (obwohl man sie damals noch mit voller Überzeugung supportet hatte), aber die, die das morgen machen wollen alles besser machen werden weil die das beste Businessmodell ever vorgelegt haben (ihnen persönlich natürlich oder sie zumindest jemanden kennen, der die Telefonnummer von jemandem hat der das ganz sicher schon gesehen hat) und die der festen Überzeugung sind, dass die Investoren Schlange stehen, die Unsummen in dies Modell investieren und ein Vielfaches dieser Unsummen innerhalb kürzester Zeit wieder herausziehen können. Selbst wären sie jedoch zu opportunistisch, den Inhalt ihres Sparstrumpfs hierauf zu setzten, sie meinen, das müsste man den "Profis" überlassen.
Im Übrigen ist es schwierig, das, was die selbsternannten "Profis" und Coaches oder Grüßauguste in der Elfzwölf hingelegt haben zu unterbieten.
Wie viele Insolvenzen gab es in 5 Jahren?
Wie hoch sind die Verbindlichkeiten von Elfzwölf und den angeschlossenen Franschissen?
Wie viel Insolvenzgeld wurde den Pleitemeistern zugeschossen?
Wer will nächste Saison wo spielen?
Dream on!