Re: Saison 2027
Verfasst: So Okt 25, 2026 09:40
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Ich sehe das Ganze tatsächlich anders. Durch die neue Professionalisierung in der GFL können halt leider nicht alle Teams mithalten. Das ist für diese Standorte und vor allem für diese Menschen sehr schade. Gerade wenn dort lange Football Traditionen dahinterstehen. Aber das sind nun mal die Konsequenzen aus dem Wandel in der GFL. Man hatte die Wahl: Entweder man bleibt Nischensport und spielt auf irgendwelchen Bolzplätzen oder man strebt eine (Teil‑)Professionalisierung an und versucht damit, die Nummer 5 in Deutschland zu werden. Dass dies nicht jeder Standort mittragen wird, war klar, daher auch die Verkleinerung. Jetzt kann man dem hinterher trauern und sagen: „Früher war alles besser“, aber war es das? Weiß ich nicht. Man konnte früher mit weniger Geld und Aufwand in der GFL spielen, das stimmt, aber so sah das Ergebnis dann auch aus. Ich persönlich empfinde die Entwicklung von der GFL 1 und GFL 2 aus Fansicht echt super. Die Qualität der Streams oder der Spieltage ist schon sehr gut. Gerade wenn ich es vergleiche, wie es früher war.TemplateR hat geschrieben: ↑Fr Okt 23, 2026 20:29 Erst die hartnäckige Gerüchte der "Düsseldorf Panthers"-Insolvenz, jetzt die offizielle Rückzug der Haarland Hurricans von der GFL. In den letzten Jahren hat sich Football-Deutschland in eine langsame, tickende Zeitbombe sich entwickelt, welche sich immer lauter wird.
Ich schätze, wenn sich in Deutschland nichts gravierendes passiert dann könnte sich der negativen Trend sogar dramatischer sich entwickeln.
Wovon träumst du nachts?
Von einem GFL Bowl in der ausverkauften Allianz Arena.
Würde in etwa so stimmen (mal abgesehen von der für mich seltsamen Idee einer "Ganztagsbetreuung" für Jugendspieler, das klingt mir doch sehr nach Träumen von US-Verhältnissen mit Schulanbindung, reichlich Freiwilligen und Geld), gäbe es nicht die Rosinenpickerligen (ELF, EFA, AFLE). Nachdem die zunächst ganze Standorte abgeworben und dort GFL Wüsten hinterlassen haben, werden derzeit immer noch kontinuierlich ein guter Teil der besseren im AfVD ausgebildeten Spieler absorbiert.Kink_of_kings hat geschrieben: ↑So Okt 25, 2026 12:24Ich sehe das Ganze tatsächlich anders. Durch die neue Professionalisierung in der GFL können halt leider nicht alle Teams mithalten. Das ist für diese Standorte und vor allem für diese Menschen sehr schade. Gerade wenn dort lange Football Traditionen dahinterstehen. Aber das sind nun mal die Konsequenzen aus dem Wandel in der GFL. Man hatte die Wahl: Entweder man bleibt Nischensport und spielt auf irgendwelchen Bolzplätzen oder man strebt eine (Teil‑)Professionalisierung an und versucht damit, die Nummer 5 in Deutschland zu werden. Dass dies nicht jeder Standort mittragen wird, war klar, daher auch die Verkleinerung. Jetzt kann man dem hinterher trauern und sagen: „Früher war alles besser“, aber war es das? Weiß ich nicht. Man konnte früher mit weniger Geld und Aufwand in der GFL spielen, das stimmt, aber so sah das Ergebnis dann auch aus. Ich persönlich empfinde die Entwicklung von der GFL 1 und GFL 2 aus Fansicht echt super. Die Qualität der Streams oder der Spieltage ist schon sehr gut. Gerade wenn ich es vergleiche, wie es früher war.TemplateR hat geschrieben: ↑Fr Okt 23, 2026 20:29 Erst die hartnäckige Gerüchte der "Düsseldorf Panthers"-Insolvenz, jetzt die offizielle Rückzug der Haarland Hurricans von der GFL. In den letzten Jahren hat sich Football-Deutschland in eine langsame, tickende Zeitbombe sich entwickelt, welche sich immer lauter wird.
Ich schätze, wenn sich in Deutschland nichts gravierendes passiert dann könnte sich der negativen Trend sogar dramatischer sich entwickeln.
Das Wichtigste ist aber, dass die Jugendarbeit nicht weiter so stümperhaft von manchen Vereinen betrieben wird. Gerade hier wird das Fundament für die nächsten Jahre gelegt. Man wird langfristig das Niveau der Liga nur erhöhen können, wenn man früh anfängt, die Kinder und Jugendlichen auszubilden. Das bedeutet, dass man dort nicht einfach einen Betreuer hinstellt, sondern früh von Anfang an die Leute ausbildet mit herausragenden Coaches. Man muss früh dabei sein, um Kinder und Jugendliche durch Vereinsheime und Ganztagsbetreuung an die Vereine zubinden.
Tut man dies nicht, wird man das Niveau der Liga nur durch noch mehr Imports erhöhen können.
Alles in allem wird sich in Football Deutschland ein Zwei-Klassen-System etablieren. Ein (semi‑)professionelles Ligensystem bestehend aus GFL1 und GFL2, in dem sich Teams auf einem professionellen Niveau in deutschen Stadien gegeneinander antreten. Dies wird ein ganz exklusiver elitärer Club werden, in dem sich nur Teams aus wahrscheinlich Großstädten etablieren können, weil diese die Infrastruktur und den Wirtschaftsraum mitbringen für große Sponsoren, um sich dies langfristig gesund leisten zu können.
Darunter wird es weiterhin den Amateurbereich geben, wo das Höchste die Regionalliga sein wird, weil es genug Vereine geben wird, welche sich aus unterschiedlichen Gründen diesen Club namens GFL 1 oder GFL2 nicht leisten können. Somit wird für viele Vereine das absolute Ziel sein, in die Regio aufzusteigen und dort zu spielen, weil alles andere nicht realistisch ist. Da müsste sich der Verband nur überlegen, ob es nicht sinniger wäre, diese Vereine durch Verzicht auf Imports mehr als Ausbildungsvereine zu nutzen. Gerade wenn es Wechselsummen gibt, wenn Spieler zu GFL 1 oder GFL 2 Vereinen wechseln, sollte ähnlich wie im Fußball der ausbildende Verein entschädigt werden.