Dabei hatten die Cougars im Vorwege noch ein bisschen Hoffnung, die unfreiwillige Saisonverlängerung zu verhindern. Am Nachmittag unterlagen nämlich die Hamburg Blue Devils den Dresden Monarchs mit 12:62 – die Cougars hatten den Klassenerhalt plötzlich wieder in der eigenen Hand. Die lange Verletztenliste machte dem Aufsteiger allerdings einen Strich durch die Rechnung. Mit Jan Ibler, Sean Averhoff und Myron De Vane musste die Cougars-Defense kurz vorm Kickoff drei weitere Starter ersetzten. Und in der Offense fiel auch noch US-Quarterback Andrew Hill mit einer Brustmuskelverletzung aus. Für den Spielmacher aus Florida sprang Ole Wulf, der in dieser Spielzeit hauptsächlich als Receiver eingesetzt wurde, in die Bresche.
Doch die fehlende Abstimmung mit seiner Angriffsreihe sollte böse Folgen haben: Allein in der ersten Halbzeit landeten vier Pässe von Wulf beim Gegner – und gleich drei davon returnierte der Tabellenzweite zum Touchdown zurück. Erst in der zweiten Halbzeit waren die Cougars schließlich das erste Mal in Schlagdistanz, um zu punkten – die fünfte Interception des Tages in der Adler-Endzone verhinderte dies allerdings erneut. Auf der anderen Seite sorgte die Cougars-Defense für einen Ballbesitzwechsel, als Mathieu Vogt einen Fumble eroberte – doch am Ende sollte auch das nicht helfen.
„Das Ergebnis ist natürlich indiskutabel. Der Einsatz mit dem wir gespielt haben war aber okay. Wir gehen auf dem Zahnfleisch“, betonte Cougars-Head-Coach Mark Holtze nach dem Spiel. In einem Hin- und Rückspiel müssen die Cougars sich nun das Startrecht in der GFL 2013 gegen den Meister aus der 2. Bundesliga erkämpfen. Im Moment sieht alles nach den Köln Falcons aus. Als Termine stehen die Wochenenden 22./23. September sowie 6./7. Oktober bereits fest.
