27:14 Sieg im letzten Test gegen Wiesbaden

Die Stuttgart Scorpions haben ihr letztes Testspiel vor Saisonstart am Sonntag gegen den Zweitligisten Wiesbaden Phantoms mit 27:14 für sich entscheiden können.

Scorpions vs Phantoms (Foto: Ralf Klengel)

Ebenso erfolgreich wie das Ergebnis gestaltete sich die Aktion mit der DKMS, zu deren Gunsten die Scorpions um Unterstützung im Kampf gegen Blutkrebs warben. Und dem Aufruf zur Mithilfe kamen neben den Spielern beider Teams auch die Fans nach: Rund 100 der knapp 600 Anwesenden ließen sich für die Datenbank der DKMS registrieren.
 
Weniger einfach als die Registrierung gestaltete sich anschließend die Partie für beide Mannschaften; vom Regen durchnässt, war der Boden im GAZi-Stadion auf der Waldau sehr tief und rutschig, weshalb die Akteure über die gesamte Spieldauer hinweg mit argen Standschwierigkeiten zu kämpfen hatten. Bei den Stuttgartern waren erstmals die Neuzugänge Rocco Scarfone und Georg Klenk im Aufgebot, während die Phantoms alles daran setzten, dem klassenhöheren Rivalen kontra zu bieten. Oftmals gelang ihnen das auch nur zu gut, mit der Folge, dass die Hausherren immer wieder das Tempo anziehen mussten, um ans Ziel zu gelangen. Diese legten einen Start nach Maß hin und gingen bereits in der ersten Minute durch einen Pass vom neuen Quarterback Shane Carden auf Fabian Weigel mit 7:0 in Führung (alle PAT des Tages: Pascal Flöser). Anschließend kam die Phantoms-Offense um Quarterback Jannis Fiedler und Running Back Otis Brown in Ballbesitz und behielt diesen auch bis fast zum Ende des ersten Abschnitts, doch ließ die Stuttgarter Defense zumeist nur wenig Raumgewinn zu, womit es mit unverändertem Spielstand ins zweite Quarter ging.
 
Hier gelang Stuttgart schnell ein Big Play: Carden bediente seinen alten Kameraden von der East Carolina University Rocco Scarfone über 65 Yards hin zum Touchdown, der Jubel allerdings kam verfrüht: Hauptschiedsrichter Fischer und seine Crew hatten ein Vergehen der Gastgeber ausfindig gemacht und mussten dem Spielzug darum die Anerkennung verwehren. Kurze Zeit später durften die Fans dann aber doch jubeln, denn nach einem Shovel Pass von Carden gelang Steffen Haenelt das 14:00. Den anschließenden Drive der Gäste beendete Gabriel Kalus durch eine Interception, für die sich die Offense dann mit dem 20:00 durch Weigel bedankte. Den folgenden Kick-off returnierte Damon Ogburn bis weit in die Stuttgarter Hälfte hinein und diese gute Ausgangsposition wussten die Phantoms zu nutzen, indem sie durch Brown auf 20:07 verkürzten. Den Schlußpunkt in Halbzeit eins setzte letztendlich Steffen Haenelt mit dem 27:07, erneut nach Pass von Carden, sechs Sekunden vor dem Pausentee.
 
Ab dem dritten Quarter begann Head Coach Jemil Hamiko dann munter durchzuwechseln, so kam zum Beispiel auf der Quarterback-Position fortan Günter „Doc“ Michel zum Einsatz. Weiterhin Herr der Lage war die Defense der Scorpions, gegen die die Hessen nur wenig Mittel fanden. Doch auch deren Verteidigung kam nun besser mit ihren Gegnern zurecht, was dazu führte, dass sich das Geschehen meist weitab der Endzonen abspielte. Beiden Teams gelang je ein Fumble, den Hausherren eine weitere Interception durch Hans Stecher, am Ergebnis änderte sich bis zum letzten Seitenwechsel jedoch nichts.
Dieses Bild hatte auch im letzten Viertel Bestand und so war es den Gästen vorbehalten, zwei Sekunden vor Ablauf der Spielzeit durch Carlos Eggins nach Pass von Nico Netz für den Endstand von 27:14 zu sorgen