Die Rookies der Düsseldorf Panther haben erneut das Endspiel um die deutsche Jugend-Meisterschaft im American Football erreicht. Mit dem 24:0 (0:0, 7:0, 0:0, 17:0) gegen die Berlin Adler erkämpfte sich der 15malige Champion die Teilnahme am Finale um Juniorbowl XXX, das neunte Mal in den vergangenen zehn Jahren, das der Rekord-Jugendmeister im Endspiel steht.

Dort geht es am 23. Juli im Kölner Südstadion gegen die Cologne Falcons: Der einzige Gegner, gegen den die Düsseldorfer in dieser Saison – und das sogar zweimal - verloren haben, gewann sein Vorschlussrundenspiel gegen die Hamburg Young Huskies überlegen mit 56:28.

 

Nach dem Schlusspfiff in Düsseldorf war die Erleichterung bei Spielern, Trainern und den 350 Fans im Universitätsstadion unübersehbar. „Trotz des klaren Ergebnisses war es bis zuletzt hart umkämpft – so wie ich es schon vorher erwartet hatte“, resümierte Panther-Cheftrainer Markus Maier, der zudem dem ersatzgeschwächten Gegner seine Hochachtung erwies: „Die Berliner haben eine tolle Partie geboten, vor allem ihre Defense, und nie aufgegeben - Hut ab.“ Maiers Schützlinge ihrerseits kamen nur langsam in Schwung, so entwickelte sich über mehr als drei Viertel eine verbissene Abwehrschlacht mit nur wenigen spielerischen Highlights.

 

Den ersten Höhepunkt lieferte Panther-Spielmacher Manuel Engelmann: Mit einem 21-Yard-Lauf sorgte er für den ersten Touchdown der Gastgeber, den einzigen bis zum Schlussabschnitt. Ansonsten bot auch Engelmann eine durchwachsene Vorstellung, die Berliner Gino Chongo und Matthias Ernst fingen schon vor seinem Touchdown-Lauf zwei unüberlegte Pässe des Düsseldorfer Quarterbacks ab. Die bestenfalls mäßige Partie der Hausherren („wir haben in der ersten Hälfte einfach zu vorsichtig und dann auch zu bedächtig gespielt“, sagte Offense Coordinator Markus Zielke) blieb ohne Folgen, da die Defense einen exzellenten Tag erwischt hatte.

 

Erst kurz vor der Pause gelang den Gästen, die allerdings „seit Saisonbeginn 19 verletzte Spieler“, darunter beide vorgesehenen Spielmacher, ersetzen mussten, wie Adler-Headcoach Niels Orgel beklagte, ihr einziger Firstdown der ersten Halbzeit. Im dritten Quarter agierten beide Teams dann druckvoller, ohne dass es zu zählbaren Erfolgen gereicht hätte. Die Vorentscheidung gelang dann Daniel Paas: Mit energischem Einsatz machte der Wide Receiver dann aus einem kurzen Engelmann-Pass einen 57-Yard-Touchdown und kassierte anschließend ein Sonderlob des Headcoaches: „Daniel hat eine überragende Partie gezeigt. Er hat sich als echter Leader präsentiert, nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb des Feldes an der Seitenlinie beim Anfeuern und Aufbauen seiner Mitspieler war er ein echtes Vorbild“, schwärmte Maier.

 

Nach der 14:0-Führung waren die Adler geschlagen. Der Berliner Versuch, beim vierten Down zwölf noch fehlende Yards zu erlaufen, wurde von der aufmerksamen Panther-Abwehr gestoppt. Zwei Spielzüge später angelte sich Andre Zschope mit einem artistischen Fang einen Engelmann-Pass zum 21:0 und wenig später legte Wide Receiver Zschope, der erneut auch als Kicker aushalf und alle Extrapunkte sicher verwandelte, mit einem 41-Yard-Fieldgoal der weitere Zähler nach. Der Rest war Feiern – und die Vorfreude auf das dritte Duell mit den Falcons in dieser Saison . . .