Auch am Tag nach der heftigen 33:61-Pleite in der European Football League gegen die Kiel Baltic Hurricanes saß der Frust bei Defensive Coordinator Martin Ricard noch tief: „Wir haben uns selbst geschlagen, das ist das, was mich am meisten ärgert.“ Ricard weiter: „Wir haben den Kielern einfach zu viele Punkte geschenkt. Bis zur Halbzeit lagen wir zehn Punkte hinten. Aber dann sind wir stark in die zweite Hälfte gestartet, waren bis auf einen Score an den Kielern dran, doch im letzten Quarter ging dann alles den Bach runter, weil wir nicht mehr fokussiert und konzentriert genug waren.“ Vor allem die Turnovers brachten die Huskies immer wieder in Bedrängnis: Quarterback Jordan Perry (24) warf vier Interceptions, dazu ein Fumble: „So kann man kein Spiel gewinnen“, so Ricard. Dazu kamen noch viele Undiszipliniertheiten und Unkonzentriertheiten auf Seiten der Huskies: Auswechselfehler, unnötige Strafen: „Immer dann, wenn wir die Kieler in einer schwierigen Situation hatten, haben wir uns die Chance selbst kaputt gemacht.“
Mann des Spiels aus Huskies-Sicht war vor 1481 Zuschauern im Hammer Park Running Back Jens Koppe, der starke 183 Yards erlief und drei Touchdowns erzielte. „Wir hatten das Spiel in unserer eigenen Hand und haben es am Ende nicht durchgezogen. Ich hätte lieber nur zehn Yards gemacht und dafür das Spiel gewonnen.“
Am kommenden Wochenende geht es zum Start der Football-Bundesliga GFL zuhause gegen den amtierenden deutschen Meister, die New Yorker Lions aus Braunschweig. Ricard: „Bis dahin müssen wir die Fehler, die wir gegen Kiel begangen haben, abstellen. Aber ich bin sicher, dass wir gegen den Champion eine andere Leistung zeigen werden.“ Gute Nachricht aus dem Krankenlager der Huskies: US-Import Rob Smith hat sich nicht, wie zuerst angenommen, den Zeh gebrochen, sondern sich „nur“ eine Quetschung des Fußgelenks zugezogen und wird wohl gegen Braunschweig ausfallen.
Scores Hamburg Huskies:
Jens Koppe (#29) – 18
Kwame Ofori (#81) - 6
Marvin Amankwah (#2) – 6
Nassim Amroun (#80) - 3

