Nach der höchsten Saison-Pleite übte sich Headcoach André Schleemann in Sarkasmus: „Wir haben den Cointoss gewonnen, da haben wir groß aufgetrumpft, danach ging unsere Leistungskurve allerdings immer weiter nach unten“. In der Tat: Spätestens nach der 32:3-Halbzeit-Führung der Kieler (Huskies-Punkte durch ein Fieldgoal von Nassim Amroun) war klar, dass es nur noch um Schadensbegrenzung auf Seiten der Hamburger gehen konnte.
„Wir hatten zwei, drei relativ gute Drives in der Offense, aber dann auch Interceptions, Fumbles, Punts, die nicht funktionierten. Dann geht es eben psychologisch ins Tal, dann kannst Du als Trainer noch so viel reden und schreien – das ist dann halt so“, so Schleemann. Kaum einmal fand Quarterback Jonathan Senger eine freie Anspielstation, dazu bekam die Huskies-Abwehr den Kieler Wide Receiver Jonas Brix (erzielte vier Touchdowns) und US-Boy Tyler Davis nie richtig in den Griff.
Bitter für die Huskies: Kurz vor dem Ende des Aufwärmens zog sich Abwehr-Kante Alexander Radzko einen Muskelfaserriss zu – für ihn ist die Saison beendet. Auch Wide Receiver Tyson Giza musste auf Grund seiner Fußverletzung auch an der Förde passen, im Viertelfinale in Schwäbisch Hall am 19. September soll der 24-Jährige allerdings wieder auf dem Platz stehen.

