Gleich im ersten Viertel machte Universe deutlich, wie homogen das Team aktuell agieren kann: Das 21:0 bis Quarterende erspielten sich die neuen „Men in Purple“ vor rund 1600 Zuschauern durch Touchdowns von Running Back Patrick Schulz über kurze Distanz, einen 74-Yard-Punt Return durch James Taylor und einen Pass Ian Mitchells auf Receiver Drew Mazyck. Den Lindenblatt hatte mit seinem PAT zwischenzeitig für das 7:0 gesorgt, bevor sein zweiter Zusatzpunkt geblockt wurde und eine Two-Point-Conversion – Pass von Mitchell auf Kay Schulmeyer – den 21:0-Zwischenstand herstellte.
Schon ab dem zweiten Viertel ließen es die Frankfurter ruhiger angehen, punkteten aber dennoch bei zahlreichen Ballbesitzen: Mitte des Quarters erhöhte Quarterback Ian Mitchell durch einen 43-Yard-Lauf selbst auf 27:0 und auch Lindenblatts PAT saß. Den Halbzeitstand von 35:0 besorgten Mitchells 10-Yard-Pass auf Schulmeyer und Lindenblatts dritter Zusatzpunkt.
Ian Mitchells nächster langer Lauf – dieses Mal sogar über 78 Yards - in die Endzone der Hornissen läutete den lila Punktesegen in der zweiten Halbzeit ein. Den Lindenblatt erhöhte auf 42:0 und traf im letzten Viertel zwei weitere Male, nachdem sich Running Back Patrick Hähnel zunächst durch einen sehenswerten 38-Yard-Rush Punkte sicherte und sich nur vier Minuten später Running Back Patrick Schulz über neun Yards in die Endzone tankte. Die Schlusspunkte in einer sehr einseitigen Partie setzten Danilo Görtlers 18-Yard-Touchdown und eine Two-Point-Conversion Mitchells zum 64:0; dem höchsten Punktspielsieg in der bisherigen Universe-Geschichte.
Universe ist Tabellenführer Kaiserslautern damit weiterhin auf den Fersen. Mit 6:0 Siegen - bei einem Spiel weniger, aber dem bereits besseren Punkteverhältnis - rangiert das Team von Head Coach Markus Grahns Coaching Staff mittlerweile souverän auf Platz zwei, nachdem Freiburg (4:3) zuletzt gegen die Pikes verlor und aus dem Titelrennen ausgeschieden zu sein scheint.
Die Statistiker des AFC errechneten direkt nach Ende des Hanau-Spiels auch eine interessante Zahl: Die Universe-Defense ließ im dritten Spiel in Folge keine Gegenpunkte zu und hat nur bereits seit 153 Minuten eine „weiße Weste“. „Das ist nur eine interessante Statistik“, so Grahn. „Wenn wir nach dem Spiel einen Punkt mehr haben, als der Gegner, ist es egal, wie viele Gegenpunkte wir bekommen haben...“
Stimmen zum Spiel:
Markus Grahn, Head Coach: „Wir haben heute natürlich einen überragenden Sieg gesehen, aber besonders in der ersten Hälfte zu viele Strafen provoziert. Bei engen Spiel kann das gefährlich sein. Wir müssen also weiterhin hart arbeiten... Die Offense hat gut funktioniert und die Defense im dritten Spiel in Folge stark agiert.“
Daniel Zeidler, Sportlicher Leiter: „Wir hatten auf mehr Competition gehofft und dürfen die Höhe des Sieges daher nicht überbewerten... Schade, dass die Hornets nur mit einem dermaßen dünnen Kader antreten konnten. Es tut im Herzen weg, den Niedergang dieses Teams zu sehen.“
Pierre Sinke, Fullback: „Unser aktueller Erfolg beruht einfach auf den Grundvoraussetzungen, die in Frankfurt geboten werden. Eine solch professionelle Vorgehensweise habe ich bisher noch nicht erlebt. Coaches und Spieler arbeiten hart, der Team Spirit stimmt und die Fans tun das ihre, um die Mannschaft zu motivieren...“
Tarik Mejjak, Cornerback: „Ich denke, die Defense hat heute wieder einen sehr guten Job gemacht und den Quarterback früh gestoppt und eingeengt. Wenn wir es noch schaffen, weniger Strafen zu erhalten und weiter an einem Strang ziehen, sind wir auf einem guten Weg Richtung GFL2.“
