7:38 in Braunschweig

Nach einem großen Kampf der Panther und einem 0:0 nach dem ersten Viertel reichten die Kräfte nicht mehr, so musste man sich vor, der für die Düsseldorfer ungewohnten Kulisse von 8192 Zuschauern in Braunschweig mit 7:38 geschlagen geben. RB Christian Poschmann sorgte für den einzigen Touchdown der Panther.

Panther RB Christian Poschmann brachte es in der Pressekonferenz auf den Punkt: „Unsere Defense ist müde geworden, weil unsere Offense es einfach nicht geschafft hat sie vom Platz zu holen.“ Das zog sich bis ins letzte Viertel hin.

Die Panther Offense um QB Brennan Crooks und RB Christian Poschmann kamen fast immer nicht an der guten Lions Defense vorbei. Das zog sich über das ganze Spiel hin. Wobei man im ersten Quarter durchaus Chancen gehabt hatte, dies zu ändern und sogar in Führung zu gehen. Braunschweig tat sich sehr schwer gegen die Panther Defense und das Spiel wogte hin und her. Direkt nach dem ersten Drive der Düsseldorfer und dem anschließenden Punt, standen die Panther nach einem Fumble der Lions beim Return weit in der

Hälfte der Lions. „Da haben wir gedacht, vielleicht geht hier was“, so Poschmann weiter. Doch das Denken an eine mögliche Panther Führung hielt nicht lange an. Beim ersten Spielzug nach dem Braunschweiger Ballverlust mussten die Panther den Ball wieder abgeben, als Poschmann selber den Ball verlor und die Lions ihn sichern konnten. Dies war aber auch sicher dem Wetter zu verdanken. Zum Teil strömender Regen verhinderte zu der Zeit ein besseres Spiel.

Wer unter den 8192 Zuschauern auf der Seite der Panther war, konnte sich in Folge an der guten Panther Defense erfreuen, die es den Lions nicht erlaubte, Punkte zu machen. Zweimal mussten die Lions den Ball bei nicht verwandelten vierten Versuchen abgeben, doch das Spiel verlagerte sich immer mehr und tiefer in die Panther Hälfte. Mitte des zweiten Viertels fiel dann das Panther Defense Bollwerk. Lions QB Adrian Rainbow fand seinen Receiver Marcel Duft an der Panther 5 Yard Line. Duft nutzte die Chance und trug den Ball zum ersten Mal in die Düsseldorfer Endzone.

Und es ging munter weiter. Die Braunschweiger kamen immer schneller in die Panther Redzone und wussten diese Chancen fortan in Punkte umzusetzen. WR Kelvin Love rannte völlig unbedrängt über drei Yard in die Endzone der Panther und 3 Sekunden vor der Halbzeit konnte Lions Kicker Marko Rothaar per Fieldgoal zum 17:0 Pausenstand für die Niedersachsen verwandeln.

Nach der Pause konnten WR Kelvin Love und RB Matt Riazzi das Ergebnis auf 38:0 für die Lions erhöhen. Mitte des letzten Viertels erwachte die Panther Offense. Christian Poschmann musste Schwerstarbeit leisten, sorgte immer wieder für First Downs und kam schließlich kurz vor Schluss zu den völlig verdienten Ehrenpunkten der Panther. Den Spaß, den die Düsseldorfer am Spiel hatten, zeigten die Spieler, als der Braunschweiger DJ, nach Poschmanns Anschluss, den Uraltschlager „Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben“ von Dörte auflegte. Einige Spieler nutzten das Lied, um zusammen mit den Braunschweiger Fans für Stimmung zu sorgen. Nicht auszudenken, wenn die Panther tatsächlich in Düsseldorf geblieben wären! Die Braunschweiger Zuschauer hätten kein Spiel gesehen…

Traurig am Spielfeldrand stand Panther DE Steven Prejean. In Hannover hatte er sich am Knöchel verletzt und gestern bekam er die schlimme Prognose mitgeteilt. Dreifacher Bänderriss! Damit fällt er den Rest der Saison aus.