Abgestürzt …

Nach einer indiskutablen Leistung verloren die Berlin Adler mit 7:34 gegen die Dresden Monarchs und müssen nun um den Heimvorteil im Playoff-Viertelfinale kämpfen.

Es war eigentlich alles für einen schönen Football-Abend bereitet: die Sonne schien, die Burger brutzelten auf dem Grill, die Getränke waren kalt, das Publikum war gut gelaunt und erwartungsfroh. Dann begann das Spiel.

 

Und zunächst lief alles noch wie gewohnt. Die Monarchs begannen mit ihrer Offense, aber mußten den Ball schnell abgeben. Auch der Angriff der Adler wurde schnell gestoppt und der Fieldgoalversuch von Benjamin Scharweit (#14) aus 46 Yards Entfernung mißlang. Der folgende Drive der Dresdner wurde durch Mario Schmitt (#27) gestoppt, der einen Paß von Monarchs-Quarterback Warren Smith (#8) abfangen konnte. Aber auch aus dem folgenden Drive konnten die Adler keine Punkte erzielen. So endete das erste Viertel ohne Punkte.

 

Mit Beginn des zweiten Viertels spielte nur noch eine Mannschaft: die Dresden Monarchs. Smith (#8) lief über ein Yard zum Touchdown – 0:7 (PAT Hilgenfeld, #80). Die Adler-Offense verabschiedete sich mit einem Three and out von ihrem Angriffsrecht. Auf der anderen Seite lief Larry Croom (#5) über 29 Yard zum 0:14 (PAT Hilgenfeld, #80). Fast hätte Dresden vor der Pause noch einmal gepunktet, aber Hilgenfelds 22-Yard-Fieldgoalversuch ging daneben.
Die Adler-Fans unter den 1452 Zuschauern hofften, dass es nach der Pause – wie schon so oft – besser werden würde, aber sie sahen sich getäuscht. Ein paar ansprechende Spielzüge zu Beginn, aber dann war es vorbei. Die Adler mußten punten. Dresden zeigte, wie man es besser macht. Larry Croom (#5), der in keine Phase des Spiels von der Adler-Defense gehalten werden konnte, konnte erneut mit einem 5-Yard-Touchdown-Lauf punkten: 0:21 (PAT Hilgenfeld, #80). Erst jetzt kamen die Adler auf das Scoreboard. Daniel Vöhringer (#12) fing einen 4-Yard-Paß zum 7:21 (PAT Scharweit, #14).

 

Aber zu Beginn des letzten Viertels stellten die Monarchs den alten Abstand wieder her. Smith (#8) lief über 8 Yard zum 7:28 (PAT Hilgenfeld, #80). Bei den Adlern funktionierte an diesem Abend nichts. Und falls ein Spielzug doch einmal erfolgversprechend aussah, dann machten sie sich diesen durch unnötige Strafen kaputt. Sie kassierten mehr Dead Ball Strafen, als man zählen konnte. Quarterback Alex Good (#7), der einen schwachen Tag erwischt hatte, warf Mitte des 4. Quarters eine Interception und im folgenden Drive kamen die Monarchs durch Smith (#8) zum 7:34. Der PAT von Hilgenfeld (#80) ging vorbei. In ihrem letzten Angriff gelangen den Adlern keine Punkte mehr und danach ließen die Monarchs die Zeit herunterlaufen, um den ersten Sieg über den Erzrivalen seit dem 17.05.2008 zu feiern.

 

Der Trost für die Adler besteht darin, daß dieses Debakel zu einem Zeitpunkt passierte, an dem noch alles reparabel ist. Ein Punkt in Lübeck - und die Adler bleiben Nord-Zweiter. Hier noch etwas zur Erinnerung: nur acht Wochen nach ihrer letzten Niederlage gegen die Monarchs gewannen die Adler im Jahnstadion mit einem 29:0 gegen die Parma Panthers den EFAF-Cup. Und in sechs Wochen findet im Jahnstadion der German Bowl XXXIV statt…