Adler demontieren Rebellen

Beim 44:7 ließ das GFL-Team der Berlin Adler den gastgebenden Berlin Rebels nicht den Hauch einer Chance. Bereits der Kickoffreturn über 35 Yards von Conrad Meadows, der wie in den vergangenen Jahren dank seiner vielen Cuts schwer aufzuhalten war, zeigte, wohin es schnellstmöglich gehen sollte.

Am Ende der ersten und kurzen Angriffssequenz der Adler stand ein Lauf über zwei Yards der #3. Björn Dreier ließ schon in den Wintermonaten erahnen, dass er von seiner alten Klasse nichts eingebüßt hat. Diesen Eindruck bestätigte er am Sonntag eindrucksvoll. Möglich wurde das alles durch eine konzentrierte Leistung der O-Line, die im Verlauf des Spiels auf Steven Sommerfeld verzichten musste. Auch mit dem Passspiel waren die Adler immer gefährlich. Darius Outlaw, neuer Quarterback der Adler, warf zwei Touchdownpässe auf die Wide Receiver Danilo Naranjo Gonzalez und Daniel Vöhringer im ersten Spielabschnitt und zu Beginn des zweiten einen auf Tight End Yves Dollinger.

Die Verteidigung der in ihren weißen Auswärtstrikots spielenden Gäste war von Beginn an hellwach und machte mit ihrer schnellen D-Line und den bekanntermaßen immer gefährlichen Linebackern um Nationalspieler Mario Nowak dem Angriff der Charlottenburger das Leben schwer. Daran änderte auch das 7:37 der Rebels kurz vor der Halbzeitpause nichts. Zu diesem Zeitpunkt ließ das Team von Head Coach Kim Kuci die Zügel bereits etwas schleifen. Für ein Kuriosum sorgte kurz zuvor der Kickoffreturner der Gastgeber: Dieser nahm den Ball in der eigenen Endzone auf, bewegte sich anschließend aus dieser heraus und beim Ansturm von gleich vier gegnerischen Spielern suchte er sein Heil wieder hinter der eigenen Goalline.
 
Nach der Pause passierte nicht mehr so sehr viel. Björn Dreier erzielte durch einen 1-Yard-Run seinen dritten Touchdown. So stand das Ergebnis von 7:44 aus der Sicht der Gastgeber bereits im dritten Viertel fest. Die Adler rotierten und testeten verschiedenes, was in der Zukunft noch von Nutzen sein kann. Zu diesem Zeitpunkt hatten viele der über 3000 verkündeten Zuschauer das Areal bereits verlassen. Head Coach Kim Kuci meinte nach dem Abpfiff: „Ich bin sehr zufrieden mit dem, wie sich die Mannschaft heute präsentiert hat. Wir waren in allen Bereichen bestens vorbereitet und die Spieler haben den Gameplan sehr gut umgesetzt. Darius hat sehr schnell seinen Rhythmus gefunden und die intensive Vorbereitung der letzten Monate war deutlich sichtbar. Defensiv bin ich besonders von unserer Passverteidigung beeindruckt, die den Rebels keinen Raum für ihr Passing Game gelassen hat. Die Defense Line um Mamadou Sy und Dennis Hermann haben mit dem massiven Druck auf den Quarterback der Rebels natürlich das nötige dazu beigetragen.“