Adler ringen Rebels nieder

Die Berlin Adler gewinnen auch das Rückspiel gegen die Berlin Rebels mit 41:0 (14:0, 21:0, 3:0, 3:0) und bleiben Tabellenzweiter in der GFL-Gruppe Nord.

Zum StarFM-Gameday lieferte Halbzeit-Showact Lino Modica mit dem Hit „Unbesiegbar“ genau den passenden Adler-Soundtrack zum diesjährigen Hauptstadt-Derby. Was im Hinspiel nicht ganz klappte, wurde im Rückspiel umgesetzt: Die Null auf dem Scoreboard blieb stehen. Herausragender Defense-Akteur war Berlin Adler Vereinspräsident Steve Seehawer, der gleich zwei Interceptions vom neuen Rebels Quarterback Conor Lynch abfing.

Bei heißen äußeren Bedingungen von 29 Grad spielten die Berlin Adler von Beginn an „on fire“. Die ersten beiden Offense-Drives münzten die Schwarzgelben in Touchdowns um. Erst punktete Quarterback Darius Outlaw per Pass auf Talib Wise. Den zweiten Touchdown lief Outlaw selbst über 19 Yards in die Endzone. Auch die Adler Defense war hellwach und schickte die Gäste zu Beginn mit 3-and-out vom Feld, so stand es bereits nach sieben Minuten 14:0. Outlaw zum rasanten Spielbeginn: „Diesmal haben wir vom Kickoff an richtig guten Football gespielt. Das hatten wir bisher diese Saison noch nicht gemacht.“

Anfang des zweiten Viertels geriet die Angriffsmaschinerie der Adler kurzzeitig ins Stocken. Rebels Linebacker Paul Mehling verhinderte mit seiner Interception kurz vor der eigenen Endzone weitere Punkte der Adler. Von dem einen Schnitzer abgesehen zeigte Outlaw eine überragende Leistung gegen sein ehemaliges Team: Insgesamt 4 Touchdowns (3 Pässe, 1 Lauf), 20 von 27 Pässe für 214 Yards und 54 Yards selbst gelaufen, sind für GFL Verhältnisse super Zahlen.

Auf der Gegenseite musste Rebels Spielmacher Conor Lynch viel Lehrgeld zahlen. Im Jahnstadion lief Lynch erst zum zweiten Mal im Dress der Rebels auf und kassierte 3 Interceptions und 3 Sacks. Gezwungenermaßen unter Druck war er mit 10 Läufen genau so oft unterwegs wie der etatmäßige Running Back Larry McCoy.

Im weiteren Verlauf des zweiten Viertels zeigten die Adler Football aus dem Lehrbuch. Die Interception der Rebels blieb ungestraft, da die Defense der Gastgeber abermals keinen First Down zuließ. Alle weiteren Angriffe der Gäste vor der Halbzeit wurden per Interception gestoppt. Adler Vereinspräsident Steve Seehawer konnte gleich 2 Pässe abfangen, Pierre von Rymon-Lipinski sicherte die 3. Interception.

Dank der guten Verteidigungsleistung starteten die darauf folgenden Adler Offense Drives alle in der gegnerischen Hälfte. Talib Wise stellte an dem Tag seine Vielseitigkeit unter Beweis mit 5 Läufen und 5 gefangenen Pässen für insgesamt 104 Gesamt Yards. Die abermalige Kombination Outlaw auf Wise führte zum 21:0. Nach der ersten Seehawer-Interception beförderte Wise das Ei in die Endzone zum zwischenzeitlichen 28:0. Den Schlusspunkt vor der Halbzeit setzte Max Zimmermann mit einem gefangenen 29 Yard Pass zum 35:0.

In der zweiten Hälfte brachten zwei Fieldgoals vom dänischen Kicker Philipp Andersen weitere Punkte auf die Anzeigetafel. Dank der hohen Führung sammelten auch die Adler-Reservisten entsprechend Spielzeit. Die Rebels können von einem solchen Luxus in dieser Saison nur träumen. Defense Coach Breddermann zur Personalsituation: „Bei unserer dünnen Personaldecke können wir Ausfälle nicht kompensieren. Vor kurzem mussten wir DB Cartier Rice nach Hause schicken, weil er dauerverletzt war. Sobald einer unserer Spieler ausfällt, kippt das gesamte System um und das ist leider die Situation in diesem Jahr.“