Das Spiel begann völlig ungewohnt: Marburg gewann die Seitenwahl und entschied sich dafür, den Ball in der zweiten Halbzeit in Empfang zu nehmen – so wie es sonst die Adler tun. So bekamen die Berlin Adler den Ball sofort nach dem Kickoff und schon wenig später lief Jimmy Lee Malone (#28) über 42 Yard zur 7:0-Führung in die Endzone (PAT Scharweit #14). Den folgenden Angriff der Mercenaries konnten die Adler abwehren. Nach vier Versuchen hatten die Gäste die erforderlichen 10 Yards nicht überbrücken können und es gab somit einen Turnover on Downs. Aber auch die Adler mussten den Ball schnell wieder per Punt abgeben, ebenso Marburg.
Das zweite Viertel hatte schon begonnen, als Cedric Marcia (#20) den Ball nicht festhalten konnte und so die Mercenaries wieder in Ballbesitz brachte. Deren Angriffsserie war nicht erfolgreich und der Punt wurde vom Special Team der Adler geblockt, so daß die Adler- Offense ihren Angriff tief in der Hälfte von Marburg beginnen konnte. Yard um Yard kämpften sich die Berliner voran, ehe Henrik Önnberg (#84) mit einem 12-Yard-Catch auf 14:0 erhöhen konnte (PAT Scharweit #14). Auch die folgende Serie beendete Marburg mit einem Punt, bekamen aber eine Minute und 11 Sekunden vor der Halbzeit den Ball zurück, nachdem ein ein Pass von QB Alex Good (#7) in den Armen eines Marburger Verteidigers landete. Die Adler kamen noch einmal in Ballbesitz. Mit auslaufender Spielzeit traf Benjamin Scharweit (#14) bei einem 40-Yard-Fieldgoalversuch den Goal Post.
Für die zweite Halbzeit hatten sich die Mercenaries einiges vorgenommen. Quarterback Joachim Ullrich (#9), der mit der Deutschen Nationalmannschaft 2010 Europameister geworden war, warf einen 55-Yard-Pass auf Matthew Shepherd (#1) und schon stand es nur noch 14:7 aus Sicht der Gastgeber. Conrad Meadows (#4) stellte im folgenden Drive den alten Punktabstand wieder her: Er fing einen 45-Yard-Pass von Alex Good (#7) zum 28:7 (PAT Scharweit #14).
Im letzten Spielviertel versuchte Marburg dann noch einmal alles, um die Wende zu erzwingen. Matthew Shepherd (#1) fing seinen zweiten TD-Pass von Joachim Ullrich (#9), diesmal über 38 Yards. Nachdem die Adler den Ball durch einen Turnover on Downs abgeben mussten, kam Marburg durch einen 6-Yard-Lauf seiner Nummer 4 auf 28:21 heran. Die Adler versuchten durch konsequentes Laufspiel die Uhr möglichst weit herunterlaufen zu lassen und erhöhten durch einen 6-Yard-Lauf von Jimmy Lee Malone (#28) auf 35:21 (PAT Scharweit #14). In den letzten Spielminuten gelang es den Spielern beider Teams kaum noch, ihre Nerven im Griff zu behalten und die Schiedsrichter hatten alle Hände voll zu tun. Marburg gelang es nicht mehr, zu punkten und damit zogen die Berliner letztendlich verdient ins Halbfinale ein.
Dort wartet am Samstag, dem 29.09.2012 um 15 Uhr im Haller Hagenbachstadion eine schwere Aufgabe: Die Berlin Adler sind dann zu Gast beim amtierenden Deutschen Meister Schwäbisch Hall Unicorns.
