Adler ziehen Munich Cowboys die Lederhosen aus

Die Berlin Adler siegen souverän mit 41:0 gegen die Munich Cowboys. Die Football-Fans im Jahn-Stadion sahen bei sonnigem Footballwetter eine glänzend eingestellte Defensive, die in gewohnter Manier den Gegner mächtig unter Druck setzte. Der Berliner Angriff zeigte noch einige Schwächen, ließ aber nichts anbrennen und sorgte für 34 der 41 Punkte.

 Den ersten Touchdown für die Berliner erzielte Wide Receiver Sebastian Judis nach einem weiten Pass von QB Jon Grant. Im Lauf feuerte Grant den Ball über 40 Yards, der von Judis in dichter Mandeckung in der Endzone zum 6:0 gefangen wurde (PAT - Scharweit). Die Cowboys marschierten zwar zielgerichtet über den Platz, konnten aber außer Passspiel keine Akzente setzen.

Die Angriffsformation um Münchens QB Harvey beendete ihre Serie von First Downs mit einer Interception durch Adler-DB Marlon Singendonk. Anschließend marschierte die Hauptstadt-Offensive mit Läufen von Hollings und kurzen Pässen von Grant über den Platz. Hollings war es auch, der den Adler-Vorsprung mit einem kurzen Lauf auf 14 Zähler ausbaute (PAT - Scharweit).

Die Münchener Angriffstaktik konnte erfolgreich von den Berliner Veteidigern gestoppt werden. Die Adler waren wieder am Ball. Kicker Benjamin Scharweit erhöhte mit seinem 30-Yard Field Goal auf 17:0. Spätestens jetzt wurde deutlich, wer bei diesem Spiel die Regie führte - das Hauptstadt Football Team!

Kurz vor dem Pausentee sorgte Karl Michel mit einem Interception-Return-Touchdown zum 24:07 für weitere Punkte (PAT - Scharweit). Die an diesem Tage glänzend aufgestellte Verteidigung der Adler forcierte Sekunden vor der Pause noch einen Fumble. Dieses Geschenk ließen sich die Adler nicht nehmen. Kicker Scharweit beförderte das Lederei über 41 Yards sicher durch die Torstangen. Mit einem Halbzeitstand von 27:0 aus Sicht der Adler trennten sich beide Teams in die Halbzeitpause.

Nach dem Wiederanpfiff versuchte der bayrische Angriff mit Draw-Spielzügen Yards zu erzielen, was ihnen auch gelang. In den entscheidenden Momenten war die Berliner Defensive aber hellwach und stoppte die Cowboys bevor diese die Redzone der Hauptstadt erreichten. "Wir wussten vor dem Spiel nicht was uns erwartet. Daher haben wir am Anfang auch etwas mehr Zeit gebraucht um ins Spiel zu finden. Das Rückspiel in München wird sicherlich eine andere Gangart. Die Cowboys hatten ja bis dato noch kein Spiel absolviert. Für uns sind diese Punkte aber wichtig für den weiteren Saisonverlauf. Die Abstimmung in der Defensive hat heute wirklich gepasst. Den "Kasten" haben wir sauber gehalten und dafür noch Turnovers forciert.", kommentiere Linebacker Mario Nowak, der mit zahlreichen Tackles und einer Interception das Spiel beendete.

Das dritte Viertel wurde überschattet von einer schweren Verletzung eines Münchener Spielers. Defensive Liner Denis Butz verletzte sich schwer am Knie und musste mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die zwanzig-minütige Pause schadete den Adler-Akteuren aber nicht - im Gegenteil. Spielmacher Jon Grant platzierte einen Pass im Backfield der Cowboys, welcher von Sebastian Judis bis in die Endzone getragen wurde (PAT - Scharweit).

Im letzten Spielabschnitt dirigierte QB Daniel Kiffner den Angriff in gegnerisches Terrain und krönte seine Leistung mit seinem ersten Touchdown der Saison. Normalerweise erzielen Spielmacher Punkte eher durch Pässe als mit Läufen, doch dieses Mal täuschte Kiffner eine Ballübergabe an den Runningback an, erwischte die Münchener Verteidigung auf falschem Fuß und konnte so ohne Probleme in die Endzone laufen - TOUCHDOWN!

Zwar gaben die Münchener auch bis kurz vor Spielende nicht auf, doch an diesem Tag war einfach kein Vorbeikommen an der Adler-Defensive möglich. Das letzten Viertel bot auch für zahlreiche junge Akteure die Chance ihr Können vor heimischen Publikum und vor allem vor den Coaches zu zeigen. Mit dem Endstand von 41:0 im zweiten Saisonspiel, stellen die Berliner die Verhältnisse klar und bereiten sich nun auf den nächsten Gegner - die Dresden Monarchs vor. Am Sonntag, den 31. Mai werden die Königlichen im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion erwartet. Kick Off ist wieder um 15 Uhr.

"Unser Team hat heute eine gute Leistung gezeigt und sich in keinem Moment der Partie die Butter vom Brot nehmen lassen. Die Cowboys waren uns nicht körperlich unterlegen. Ich denke, dass ein paar Spiele dem Team aus dem Süden ein ganz anderes Gesicht geben werden. Es wird defenitiv ein härteres Rückspiel für uns.". so der Adler-Head Coach Shuan Fatah.