Assindia Cardinals treten bei Berlin Adler an

Nach den Niederlagen gegen die Braunschweig Lions und die Kiel Baltic Hurricanes stehen die Assindia Cardinals bei Berlin Adler vor der vielleicht schwersten Hürde in dieser Saison: Die Berliner sind als amtierender Meister und als frischgebackener Eurobowl-Sieger nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa das Maß der Dinge.

In der GFL ist das Projekt Titelverteidigung gut angelaufen: In bisher sechs ausgetragenen Spielen konnten einzig die Kiel Baltic Hurricanes den Adlern die Flügel stutzen. Mit dem 38:7 in Braunschweig und dem 27:3 gegen die Dresden Monarchs zeigte die Mannschaft von Headcoach Shuan Fatah aber eine gute Reaktion.

 

Vielleicht lenken die Feierlichkeiten nach dem Sieg beim Eurobowl von der Vorbereitung auf das Spiel gegen die Assindia Cardinals am kommenden Samstag, 10. Juli, ab 18 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark (Cantianstraße 24, 10437 Berlin) ab: Am heutigen Mittwoch gab es für die Champions einen Empfang im Säulensaal des Roten Rathauses. Und schon die Heimfahrt vom Eurobowl XXIV dürfte feucht-fröhlich ausgefallen sein: Die Adler schlugen am 4. Juli im Finale um die europäische Krone den Gastgeber Vienna Vikings vor 5.000 Zuschauern mit 34:31.

 

Die Verletztenliste der Assindia Cardinals ist nach dem Spiel gegen Kiel zum Glück nicht länger geworden. In den letzten Tagen mussten von der medizinischen Abteilung nur kleinere Blessuren behandelt werden. Die Essener werden in Berlin mit derselben Aufstellung ins Spiel gehen wie schon gegen die Baltic Hurricanes. Die Rückkehr von Dominique Kandolo und Raffael Kahlert (Meniskuseinriss) zeichnet sich ab: Eventuell schon für das Rückspiel gegen die Adler am übernächsten Wochenende werden die beiden Spieler die Mannschaft wieder verstärken können.

 

Die Rolle des Außenseiters werden die Essener in Berlin zweifelsohne übernehmen, chancenlos sind sie nicht unbedingt: Den Adlern steckt die Mehrfachbelastung von GFL und Eurobowl noch in den Knochen. Die Vorbereitung auf das Spiel gegen die Assindia Cardinals dürfte kurz ausgefallen sein. Präsident Wilfried Ziegler: „Wir gehen sicherlich als Underdog ins Spiel. Die Trainer haben aber auch an die Berliner Niederlage gegen Kiel erinnert; und wir hatten gegen die Baltic Hurricanes durchaus Möglichkeiten, das Ergebnis besser zu gestalten. Wenn es am Samstag gut läuft, könnte das Spiel durchaus eng werden.“

 

Gegen die Berliner, deren Defense „immer noch das Maß aller Dinge ist“ (Ziegler) und deren Angriff gleichermaßen über das Lauf- und Passspiel zum Erfolg kommen kann, steht den Essenern jedoch ein Kraftakt bevor: Die Abreise ist erst am Samstag um 7 Uhr. Nach ungefähr sieben Stunden dürfte der Bus im Stadion am Prenzlauer Berg ankommen, direkt nach Spielende geht es zurück ins Revier.