Assindia Cardinals verlieren gegen Adler nach großem Kampf

Der Meister, Europapokalsieger und Tabellenführer war am Ende doch nicht zu bezwingen: Die Assindia Cardinals haben ihr Heimspiel gegen die Berlin Adler mit 32:43 (13:10, 7:14, 2:13, 10:6) verloren. Über weite Strecken konnten die Gastgeber vor 450 Zuschauern im Sportpark „Am Hallo“ mithalten, leisteten sich aber in der zweiten Hälfte in der Offense zu viele Fehler.

Assindia Cardinals gegen Berlin Adler (Foto: Gohl)

Optimaler Start für die Assindia Cardinals gegen den amtierenden Meister: Mit dem ersten Angriff kamen die Essener durch Quarterback Ben Widmyer zum Erfolg. Den Extrapunkt verpasste der ins Team zurückgekehrte Kicker Sascha Jungblut. Konzentriert agierte die Mannschaft von Headcoach Bernd Janzen auch in der Defense. Ihren ersten Angriff mussten die Berliner mit einem Fieldgoalversuch von der 30-Yard-Line abschließen. Benjamin Scharweit hatte Glück, dass der Ball gerade so eben noch übers Gestänge flog. Mit dem nächsten Angriff legten die Assindia Cardinals in beeindruckender Manier nach. Lenni Gödde wurde nach einem Super-Lauf erst an der 3-Yard-Line zu Boden gebracht. Den folgenden ersten Versuch schloss Sebastian Marquard nach einem Pass von Widmyer mit dem zweiten Touchdown ab. Auch mit dem nächsten Angriff fand der Eurobowl-Sieger noch nicht ins Spiel. An der 40-Yard-Line schickten die Gäste das Punt-Team aufs Feld. Das Resultat: Ballbesitz für die Assindia Cardinals. Doch nun konnten die Gastgeber ihren Angriff erstmals nicht ausspielen. Mit dem Ballbesitzwechsel tief in der Essener Hälfte konnten die Berliner verkürzen. Nach einem Pass von Quarterback Tobias Brüning an der 10-Yard-Line vollendete Talib Wise für die Hauptstädter.

 

Zu Beginn des zweiten Viertels rückten die Berliner die Verhältnisse scheinbar zurecht: Nach einem Pass von Brüning marschierte Thomas Emslander mit dem Ball in die Endzone. Mit dem 17:13 nach dem Extrapunkt durch Scharweit wechselte damit erstmals die Führung. Die Assindia Cardinals ließen sich von diesem Rückschlag aber nicht beirren. Mit einem 28-Yard-Lauf in die Endzone sorgte Widmyer für den erneuten Führungswechsel. Mittlerweile hatte sich der Vergleich zu einem offenen Schlagabtausch mit einigen starken Aktionen auf beiden Seiten und in allen Mannschaftsteilen entwickelt.

 

Brüning vollendete mit einem 10-Yard-Lauf in die Endzone zur erneuten Führung und ein Missverständnis in der Essener Defense sorgte dafür, dass der Ball direkt wieder in den Berliner Besitz überging. Wenige Sekunden vor der Halbzeit konnte Scharweit die 31 Yards bei seinem Fieldgoalversuch glücklicherweise nicht mehr überwinden.

 

Zu Beginn des dritten Quarters konnten die Assindia Cardinals die Berliner Offense tief in der gegnerischen Hälfte zunächst gut unter Druck setzen, Martin Golab fing einen Berliner Pass kurz vor der Endzone ab, konnte den Ball jedoch nicht kontrollieren. Statt eines Turnovers legten die Gäste einige Spielzüge später mit einem Lauf von Wise in die Endzone nach. Die Offense der Assindia Cardinals kam in dieser Phase jedoch nicht mehr so gut zum Zug. Die Defense legte nun Extraschichten ein und machte ihre Sache gut: Durch einen Safety wurde der Rückstand um zwei Punkte verkürzt. Trotzdem diktierten die Gäste nun das Spiel. Oliver Schmeling baute die Führung mit einem weiteren Touchdown aus.

 

Dass sich die Essener trotz des deutlichen Rückstandes noch nicht aufgegeben hatten, zeigte der Start ins letzte Viertel, der den Assindia Cardinals einen schnellen Ballgewinn brachte. Nutzen konnten die Hausherren diesen zumindest zu einem erfolgreichen Fieldgoalversuch von Jungblut. Als etwas mehr als vier Minuten vor dem Ende Lenni Gödde nach Pass von Widmyer die 65 Yards in die Endzone überwinden konnte, keimte auf Essener Seite Hoffnung auf. In der Schlussphase nahmen Wise und Brüning das Heft in die Hand und befreiten mit starken Läufen ihre Mannschaft aus der Umklammerung. 67 Sekunden vor Schluss sorgte Brüning selbst für die Entscheidung.

 

Beide Mannschaften gehen nun in die EM-Pause. Am 8. August bestreiten die Assindia Cardinals das nächste GFL-Spiel bei den Berlin Rebels.