Aufsteiger Panther bleibt an der Spitze – Römer scort dreimal

Die Heimpremiere ist geglückt, die Düsseldorf Panther sind auch nach dem dritten Spieltag der German Football League Spitzenreiter der Gruppe Nord. Gegen die Wiesbaden Phantoms feierte die Mannschaft von Cheftrainer Martin Hanselmann am Sonntag in Benrath zur Freude von 1.600 Fans, die mit der gleißenden Muttertagssonne um die Wette strahlten, einen schon zur Pause nicht mehr gefährdeten 49:15 (7:7, 13:0, 14:0, 15:8)–Sieg.

Eine überzeugende Partie lieferte erneut die Düsseldorfer Defense. Nachdem sie im Hinspiel beim Mitaufsteiger aus dem Süden vor drei Wochen überhaupt keinen Punkt der Hessen zugelassen hatte, gestattete die Abwehr der Gastgeber diesmal zwei Touchdowns. Doch einerseits dominierte die Deckung der Hausherren deutlich die Partie, zum andern erzielten die Wiesbadener ihren zweiten Touchdown im Schlussviertel, als die zweite Garde der Panther bereits Spielpraxis sammeln durfte.

Auffälligste Spieler in der Offense waren Quarterback Robert Demers und Wide Receiver Niklas Römer. Gleich dreimal in Folge bediente der 20-jährige Panther-Spielmacher Demers im zweiten und dritten Viertel seinen Passempfänger mit der Trikot-Nummer drei – klar, dass da am Ende der dritte saisonsieg in der Bilanz stehen musste. „Die ganze Mannschaft hat mir heute gefallen, auch wenn wir gerade in der Anfangsphase noch zu viele Fehler gemacht haben“, resümierte Cheftrainer Marin Hanselmann, „aber wenn ich jemanden herausheben soll, ist das heute sicherlich Robert Demers. Er hat einmal mehr eine tolle und für sein Alter sehr abgeklärte Partie geboten.“

Was den Headcoach außerdem freute: Auch als im Schlussviertel Robby Zantow die Spielmacherrolle übernahm, punktete sein Team fleißig weiter. Zwar ließ er gleich den ersten Snap seines Centers fallen und schaffte in seiner ersten Angriffsserie keinen neuen ersten Versuch. Anschließend setzte die Offensive der Hausherren aber ihr munteres Touchdown-Pässewerfen durch die Kombination Zantow auf Yannik Baumgärtner und Zantow auf Marcus Jaeger fort.

Genau wie Jaeger erzielte auch Junya Suzuki gegen die Phantoms seinen ersten Saison-Touchdown. Der Japaner bot als Vertretung von Steve Coles – der britische Runningback wurde wegen seiner Oberschenkelverletzung noch geschont – eine engagierte Vorstellung und lief nach gerade einmal fünf Spielzügen zum ersten Mal überhaupt im Panther-Trikot in die gegnerische Endzone. Zu spät kam übrigens Alexandra Neldel: Die Schauspielerin („Verliebt in Berlin“), die als Hauptdarstellerin des Films ‚Unter Frauen‘ (mit Panther-Beteiligung) den Münzwurf für die Seitenwahl ausführen sollte, war wegen des Rhein-Marathons im Stau steckengeblieben. Doch was sie dann in Benrath sah, war beste Werbung für den Düsseldorfer Football.