Wie schwer die Aufgabe in Dresden für die Adler werden würde, wusste Defense Coordinator Thomas Breddermann schon unmittelbar nach dem Sieg in Schwäbisch Hall: „Wir haben heute gegen ein System gespielt, es gut analysiert und verdient gewonnen. In Dresden werden wir stattdessen gegen einen auf eine Person zugeschnittenen Angriff spielen. Das ist sehr viel schwerer zu verteidigen.“ Wie Recht er damit hatte, zeigt allein schon die Statistik, die für die # 4 der Sachsen trotz seiner bekannten Stärke 37 Läufe über 316 der insgesamt erzielten 345 Laufyards ausweist. Von seiner O-Line hervorragend in Szene gesetzt, war er zu keinem Zeitpunkt des Spiels von der Laufverteidigung der Adler zu stoppen. Selbst wenn drei Verteidiger an ihm klebten, konnte er oft erst nach weiteren Yards zu Boden gebracht werden.
Auch die Passverteidigung der Schwarz-Gelben hatte keinen leichten Tag, musste sie doch jederzeit hellwach sein und immer mit den gefürchteten langen Pässen des Dresdner Quarterbacks Jeff Welsh rechnen. Einer davon erreichte Wide Receiver Anthony Couvin, der diesen für 51 Yards zur zwischenzeitlichen 13:0 Führung der Gastgeber in die Endzone der Adler trug.
Der Laufangriff der Adler konnte nicht mithalten und mit abnehmender Spielzeit mussten die Adler verstärkt auf das Passspiel setzen. Mit diesem kamen die Schwarz-Gelben trotz vieler fallengelassener Bälle auf hervorragende 290 Yards. Adler-Quarterback Kevin Ramay brachte 21 von 34 Pässen an und erlief einen Touchdown selbst. Danilo Naranjo Gonzalez erzielte die beiden anderen. Wide Receiver Coach Johnny Schmuck war nach dem Spiel zwar enttäuscht, wusste aber auch, dass trotz eines Trevar Deed am Samstagnachmittag mehr für seine Farben drin war: „Wir hatten unsere Möglichkeiten, diese aber leider nicht genutzt. Viele individuelle Fehler führten zu dieser Niederlage.“
Dass es auch anders geht, bewiesen die Adler kurz vor der Halbzeit und zu Beginn des Schlussabschnitts. Vom Kickoffreturn bis zum Touchdown brauchten die Gäste da jeweils weniger als zwei Minuten um zu punkten und verhinderten nicht nur eine vorzeitige Entscheidung, sondern bewiesen wieder einmal den Kampfgeist der Adler, die auch dieses Spiel zu keinem Zeitpunkt verloren gaben. Mit der Interception von Kevin Ramay gut zwei Minuten vor Ende der Partie war die Entscheidung dann aber doch gefallen. Thomas Breddermann richtet, wie seine Mitstreiter auch, nun den Blick nach vorn: „Wir wissen um unsere Stärken. Nun gilt es, diese auszubauen und die Saison 2014 zu einer noch erfolgreicheren zu machen.“
