Doch schon im Hinspiel haben die Footballer aus Charlottenburg gezeigt, dass sie ein gefährlicher Gegner sind. Denn besonders in der ersten Halbzeit bot der GFL-Neuling den Adler lange Paroli. Sowohl für die Rebellen als auch für die Adler geht es in der Partie immer noch um Vieles. Denn die Rebels wollen mit einem Sieg gegen den Lokalrivalen die drohende Relegation gegen den Tabellenzweiten der GFL2 Nord vermeiden. Die Adler erhalten sich mit einem Erfolg immer noch die letzte Restchance, doch noch den Meistertitel in der Nordgruppe zu holen und sich somit auch für das Halbfinale das Heimrecht zu sichern.
Bei den Rebels scheint man sich aber nach der Niederlage bei den Adlern mit der Realität abgefunden zu haben. Head Coach Javier Cook sprach bereits offen darüber, dass sich seine Mannschaft nun auf die Relegation vorbereiten wird. Mit einem Überraschungscoup gegen Adler rechnen im Lager des Herausforderers wohl nur noch die kühnsten Optimisten. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger und Adler Head Coach Shuan Fatah wird den Gegner auch im Rückspiel nicht unterschätzen.
Gefragt werden vor allem auch die Fans der Adler sein. Mit fast 1.800 Zuschauern war das Hinspiel gegen die Rebellen im heimischen Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark das bisher am meisten frequentierte Heimspiel in dieser Saison. Da die Rebels traditionsgemäß doch nur einen schwachen Zuschauerzuspruch haben, können die Fans der Schwarz-Gelben dafür sorgen, dass die Partie im Mommsen-Stadion zumindest von der Kulisse her auch ein Heimspiel werden könnte.
Klar festgelegt ist die Rolle des Stammspielmachers seit dem vergangenen Wochenende. Tobias Brüning, der erst in diesem Jahr vom Drittligisten Frankfurt (Oder) Red Cocks zu den Greifvögeln an die Spree wechselte, soll die Adler wenn möglich bis zur erfolgreichen Titelverteidigung führen. Das von Head Coach Shuan Fatah gezeigte Vertrauen, hatte schon im Hinspiel Früchte getragen. In der ersten Halbzeit erlief Brüning selbst zwei Touchdowns. Im dritten und vierten Quarter bediente er dann mustergültig seine Mitspieler WR Hemaseh Heidary und WR Thomas Emslander.
Wie gut sich RB David McCants, der gefährlichste Akteur in der Offense der Rebels, wird entwickeln können hängt auch sehr viel von der Offense Line ab. Dort muss Rebels Head Coach Javier Cook auf OT Jason Osei verzichten, der nach einem Faustschlag im Hinspiel vom Platz gestellt wurde und nun gesperrt ist. Somit fehlt auch QB Darius Outlaw einer seiner wichtigsten Mitspieler, so dass die talentierte, wenn auch sehr junge O-Line der Rebels unter sehr viel Druck stehen wird.
