Bears wieder auf Kurs

Nach einem zwischenzeitlichen Formtief meldeten sich die Berlin Bears am vergangenem Samstag bei ihrem Heimspiel gegen die Tollense Sharks eindrucksvoll zurück.

In Abwesenheit ihres Head Coaches Volker Herzberg siegten die Berliner mit 26:15 und verwiesen die Neubrandenburger deutlich in ihre Schranken.
Das Spiel war geprägt von einigen individuellen Fehlern der Sharks, die deutliche Defizite im Tackling und Catching aufwiesen. Diese Schwäche verhalf den Bears zu einem nie gefährdeten Sieg.

 

Im ersten Quarter stellte sich das Spiel auf beiden Seiten noch relativ zögerlich dar. Die Berliner konnten trotz ihrer Überlegenheit keine Punkte erreichen. Erst im zweiten Quarter platzte der Knoten als zuerst Markus Neuholdt mit einem Fieldgoal die Gastgeber in Führung brachte und nur wenig später den Wide Receiver Christopher Pechstädt mit einem Pass bediente, der in einem spektakulären Lauf mit einigen gebrochenen Tackles und dem anschließenden Touchdown mündete. Den Extrapunkt sicherte ebenfalls Markus Neuholdt und so stand es bereits 10:0 für die Gastgeber.

 

Die Berliner fanden immer mehr Lücken und der Neubrandenburger Verteidigung und konnten auch des Öfteren die Defense Line der Sharks durchbrechen. Mit starken Läufen von Tansel Yalinliolan, Iwan Waschull und Martin Brandscheidt kamen sie eins ums andere Mal der gegnerischen Endzone näher.

 

Einer der Läufe endete unglücklicherweise nur Inches vor der Goalline, doch im nachfolgenden Spielzug lief QB Simon Wagner mit einem Sneak in die Endzone und erhöhte die Führung auf 16:0 (Extrapunkt verfehlt). Mit diesem Ergebnis gingen beide Mannschaften in die Pause.

 

Im zweiten Durchgang schienen sich die Berliner etwas zu schonen, vielleicht war es auch dem Zustand geschuldet, dass ihr QB Simon Wagner gesundheitlich angeschlagen ins Spiel gegangen ist. Lange Zeit taten sich die Berliner schwer, die Verteidigung der Sharks zu knacken und so nutzten die Gäste die Gunst der Stunde und bestraften die Berliner Unkonzentriertheit mit einem Touchdown und dem anschließenden Extrapunkt. Beim vierten Versuch und etwa 15 Yards zu gehen, gelang ihnen ein Pass, den die Berliner Rückraumverteidiger nicht zu verhindern wussten.

 

Wie wach gerüttelt kam die Berliner Offense wieder aufs Feld, um mit nur drei Spielzügen und einem spektakulären langen Pass von Simon Wagner auf Sebastian Vogt erneut den Abstand vor den Gegnern auf 23:7 auszubauen (Extrapunkt Markus Neuholdt).

 

Kurz vor Ende des dritten Quarters konnte Markus Neuholdt erneut durch ein Fieldgoal erhöhen - zum Ende des Quarters stand es nun 26:7.

 

Im letzten Viertel machte sich die Hitze und die Anstrengung des Spiels bei beiden Mannschaften bemerkbar. So gelang es den Sharks noch, durch einen Touchdown und eine erfolgreiche Two-Point-Conversion das Ergebnis auf 26:15 zu verbessern, es spiegelte aber nicht die in diesem Spiel herrschenden Verhältnisse wider und reichte den Sharks nicht mehr aus, den Berliner gefährlich zu werden.

 

Nach dem Spiel machte eine sichtliche Erleichterung bei den Bears die Runde, hatte man doch nach den (aus Sicht der Berliner unnötigen) drei Niederlagen in Folge etwas Sorgen.

 

Stimmen zum Spiel:
"Die Mannschaft hat heute wieder wie ein Team gespielt, viel konzentrierter als noch vor zwei Wochen." sagte Assistent Head Coach Mathias Moik.
"Die Spieler haben ihre Aufgaben erkannt und unsere Vorgaben gut umgesetzt. Es muss aber weiter gearbeitet werden. Mit genaueren Pässen und besseren Fängen hätten uns die Sharks das eine oder andere Mal gefährlich werden können." resümierten Defense Coordinator Dennis Salchert und Linebacker Coach Lars Jungheim die Leistung der Defense.

"Mein Respekt gilt heute dem ganzen Team und besonders Simon Wagner, der trotz seines Handycaps und bei dieser Hitze sehr gut und konzentriert gespielt hat." unterstrich Quarterback Coach Robert Winter.

 

"Unser Passspiel macht gerade eine kleine Wandlung durch. Ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen und der Einstellung der Spieler. Heute hat man gesehen, dass sie wissen, wie sie die gegnerische Defense empfindlich treffen können und dass sich intensives und fokussiertes Training auszahlen." lobte Wide Receiver Coach Martin Olszewski die Leistung der Mannschaft.

 

"Wir wissen was wir können, wo unser Potential steckt und wie wir es abrufen. Wir werden weiterhin so konzentriert arbeiten und freuen uns auf die verbleibenden vier Spiele in dieser Saison. Der Aufstieg ist in sehr weite Ferne gerückt, besonders da Cottbus heute den sechsten Sieg in Folge eingefahren hat, aber wir werden noch einige deutliche Akzente in der Regionalliga setzen." schloss Sportdirektor Markus Döbler ab.

 

Am kommenden Wochenende treten die Bears gegen die Mountain Tigers aus Wernigerode an. Das Tabellenschlusslicht empfängt die Berliner am Sonntag um 15 Uhr.