Die New Yorker Lions begannen das Spiel mit dem Kick-Off und Lübecks stärkste Offensivewaffe, Runningback Mike Davis, bewies umgehend mit einem Return bis in die Hälfte der Löwen, seine Gefährlichkeit.
Doch die Defense der Löwenstädter zeigte von Beginn an, dass sie nicht gewillt war, heute Punkte zuzulassen. Mit Aufmerksamer Spielweise zwangen sie Lübeck bereits kurze Zeit später dazu, sich per Punt vom Angriffsrecht trennen.
Besser machte es der Angriff der Lions unter Regie von QB Michael Herrick. Mit einigen schönen Pässen auf seinen Receiver Christian Bollmann und unwiderstehlichen Läufen von Jabari Johnson, kam das Team von Head Coach Phil Hickey schnell Meter für Meter nach vorne und beendete mit einem 24 Yard Fieldgoal durch Tobias Göbel zum 3:0 den ersten Angriffsdrive erfolgreich.
Erneut war es auf Seiten der Cougars M. Davis, der mit dem folgenden Kick-Off Return, seine Mannschaft in eine hervorragende Ausgangssituation an Braunschweigs 39 Yard Linie brachte.
Von dort ging es aber nur schwerlich für die Lübecker, gegen eine gut agierende und mit Neuzugang Nick Jones und Rückkehrer für ein Spiel, Dennis Engelbrecht, verstärkte Verteidigung der Löwen, nach vorne. Letztendlich konnte man mit einem 41 Yard Fieldgoal durch Daniel Töllner punkten und den Ausgleich zum 3:3 erzielen. Diese drei Punkte sollten dann für lange Zeit die einzigen Scores für die Travestädter bleiben. Nach einem guten Kick-Off Return durch R. Sears, begannen die Lions ihren nächsten Offensedrive an Lübecks 35 Yards Linie. Ganze zwei Spielzüge später stand es 10:3 (PAT T. Göbel) aus Sicht der Löwen, nachdem zu erst Runningback Sven Rosemann für entsprechenden Raumgewinn gesorgt hatte und schließlich M. Herrick über 19 Yards William Ngaoudjio mit einem Pass zum erlösenden ersten Touchdown der Partie bediente.
Für die Lübeck Cougars kam jetzt neben den Problemen sich gegen die starke Defense der Lions durchzusetzen, auch noch das Verletzungspech hinzu. Am schlimmsten traf es dabei Cougars Offense Line Spieler Christoph Adamczak. Beim Versuch seinen QB vor der heranstürmenden Verteidigung der Lions zu schützen, kam er so unglücklich zu Fall, das er sich das Bein brach und minutenlang auf dem Feld behandelt werden musste, bevor er ins Krankenhaus gefahren wurde. Die New Yorker Lions wünschen ihm an dieser Stelle alles Gute!
Schnell musste sich Lübeck u.a. nach einem QB-Sack von Lions LB M. Wiesmann wieder vom Ball trennen und kurze Zeit später, nach nur zwei Läufen von Jabari Johnson, den zweiten dabei über 28 Yards zum Touchdown, das 17:3 (PAT T. Göbel) hinnehmen. Mit diesem Spielstand ging es in das zweite Spielviertel und die Verteidigung der Braunschweiger machte dort weiter wo sie aufgehört hatte, sie ließ nämlich keine Punkte der Lübecker zu. Nach einem harten Hit verlor Cougars RB Franz Teuber den Ball, der vom Neuzugang der Löwen, Nick Jones, auf Höhe der Mittellinie gesichert wurde. Mit Läufen über S. Rosemann und Pässen von M. Herrick auf J. Schridde, kamen die Löwenstädter Yard für Yard der Lübecker Endzone näher. Als dann C. Bollmann beim Versuch einen Pass von Herrick in der Endzone der Lübecker zum Touchdown zu fangen, noch behindert wurde, war man bereits nur noch zwei Yards vom weiteren Ausbau der Führung entfernt. Die verbleibenden zwei Yards überbrückte dann S. Rosemann zum 24:3 (PAT T. Göbel).
Die Lübeck Cougars kämpften und gaben sich, trotz mittlerweile weiterer verletzungsbedingter Ausfälle, nicht auf. Doch spätestens im Bereich der Mittellinie war gegen die heute bravouröse Verteidigung der Lions Schluss und man musste sich vom Ball und dem Angriffsrecht trennen.
Anders der Angriff der Braunschweiger am heutigen Tag. Meter um Meter kam man voran und ließ sich auch nicht durch Strafen und Raumverlust verunsichern. Um jeden Yard Raumgewinn wurde verbissen gefightet und so war es u.a. Receiver J. Knopf, der für den weiteren Ausbau der Führung verantwortlichen war. Nach einem Passfang zum neuen ersten Versuch 21 Yards vor der Endzone der Lübecker, fing er auch erneut gleich den nächsten Pass von M. Herrick und kämpfte sich durch die Verteidigung der Cougars zum 31:3 (PAT T. Göbel) bis in die Endzone. So kurz vor der Pause versuchten die Lübeck Cougars es noch einmal mit einem langen Pass ihres mittlerweile als QB spielenden Ole Wulf, bis in die Endzone der Lions. Dort lauerte aber Lions Safety R. Sears und fing den Ball an Braunschweigs 1 Yard Linie ab und läutete damit die Halbzeitpause ein.
Nach der Halbzeit begann Ronald Sears die zweite Runde der Begegnung, in dem er den Kick-Off der Cougars bis zwei Yards vor deren Endzone zurücktrug und nur in letzter Sekunde direkt am Touchdown durch die Cougars gehindert werden konnte.
Die restlichen zwei Yards, zur erneuten Punktestandserhöhung auf 38:3 (PAT T. Göbel) aus Sicht der Lions, überbrückte dann einen Spielzug später erneut Jabari Johnson.
Immer häufiger stand zum jetzigen Zeitpunkt und Spielstand bereits die zweite Garde der Spieler der Lions auf dem Feld, um Erfahrung und Spielpraxis zu sammeln. Aber auch das half Lübeck nicht, Punkte zu machen. Zwar hielt man jetzt länger den Ball in den eigenen Reihen, aber mit Erfolg war das nicht gekrönt und die Verteidigung der Lions hielt. Auf Seiten des Angriffs der Löwen führte M. Friese nun erfolgreich Regie. Läufe von S. Rosemann und J. Johnson, sowie einen Pass auf N. Steinhagen, brachte den Angriff der Lions wieder in die Redzone der Cougars an deren 20 Yard Linie. Einen Pass über 20 Yards von
M. Friese, abermals auf N. Steinhagen, später und die Löwen führten 44:3 (PAT T. Göbel).
Die Lübeck Cougars kämpften sich nun noch einmal zurück und wollten nicht nur mit einem Fieldgoal die Heimfahrt antreten. Mit einem Trickspielzug, der in einem 50 Yard Pass von RB M. Davis auf Receiver M. Kresowaty und einem Touchdown saving Tackle durch B. Krahl endete, bereiten die Cougars ihren ersten Touchdown der Partie vor. Nach zwei Passfängen von L. Gilbert war es schließlich M. Davis vorbehalten aus fünf Yards zum 44:10 (PAT D. Töllner) in die Endzone der Löwen einzulaufen.
Mit diesem Spielstand ging es ins vierte und letzte Spielviertel.
Trotz einer weiteren guten Feldposition der Löwen sprangen dieses Mal keine weiteren Punkte für die Braunschweiger heraus. Ein Passversuch von M. Friese auf seinen, in der Endzone befindlichen Receiver, geriet zu kurz und der Ball konnte von Lübecks DB Daniel Richter abgefangen werden. Doch auch Lübeck konnte daraus kein Kapital schlagen. Zwar kam man relativ schnell in die Nähe der Lions Endzone, doch sieben Yards davor war dann gegen die Verteidigung der New Yorker Lions Schluss und man musste den Ball, bedingt auch durch eine Offense Pass-Interference Strafe gegen L. Gilbert, an der Lions 32 Yard Linie punktelos abgeben. Die Löwen ihrerseits schlugen noch einmal in Person von Jabari Johnson zu. Mit kraftvollen und schnellen Läufen marschierte er über das Spielfeld und schloss den Drive mit einem 30 Yard Touchdownlauf zum 51:10 ab.
Kurz vor Schluss bekamen die Lübeck Cougars noch einmal, gegen eine nun etwas unkonzentrierte Verteidigung der Lions, Oberwasser. Vor allem mit Läufen über die kraftvollen RB F. Teuber und RB S. Wöhlke arbeiten sich die Berglöwen an die Endzone der Lions heran, so dass schließlich Lübecks QB Ole Wulf aus drei Yards Entfernung seinen australischen Receiver L. Gilbert zum 51:17 (PAT S. Töllner) Endstand der Begegnung, in der Endzone der New Yorker Lions fand.
Mit diesem klaren Sieg haben die New Yorker Lions heute hoffentlich sich den angestauten Frust der letzten Wochen von der Seele gespielt und schauen wieder optimistisch nach vorne.
Lange feiern und Jubeln ist aber nicht, den bereits nächsten Sonntag wartet in Düsseldorf das nächste schwere Auswärtsspiel gegen die starken Düsseldorf Panther auf das Team von Phil Hickey.
Aber mit diesem Sieg im Rücken, sollte auch in Düsseldorf alles möglich sein!
