Befreiungsschlag in Holzgerlingen

„Wir haben endlich zu unserer Form gefunden“ sagte ein sichtlich zufriedener Patrick Griesheimer nach dem gewonnen Spiel in Holzgerlingen. „Es ist uns gelungen viele Fehler abzustellen und unseren Gameplan umzusetzen.“

Das Spiel begann für die Phantoms mit einer erfolgreichen Angriffsserie. Art Rubio fand Timo Jensen in der Endzone mit einem schönen 17 Yard Pass der zeigte, dass Wiesbaden alle Unsicherheit und Unkonzentriertheit der ersten beiden Spiele endgültig abgestellt hatte. Die erste Angriffsserie der Twister wurde von der Defense der Phantoms kontrolliert. Wiesbaden kam durch einen forcierten Ballverlust erneut in den Angriff und schaffte kurz darauf den zweiten Touchdown. Es war erneut ein Pass von Rubio, dieses mal auf Jannis Fiedler. Eine sogenannte „Bombe“, denn der Pass kam tief aus der eigenen Hälfte der Wiesbadener. Der Extrapunkt missglückte. Kicker Tobi Kreuzer musste versuchen einen Pass zu werfen, fand auch einen Passempfänger, der aber nicht in die Endzone kam. Es blieb also beim 13-0. Holzgerlingen konterte ebenfalls mit einem Touchdown. Daniel Merk fand De Tavias Ross mit einem tiefen Pass. Der Extrapunkt war gut. Neuer Spielstand 7-13. Holzgerlingen war herangekommen und Spiel schien zu diesem Zeitpunkt spannend zu werden. Insbesondere da der folgende Angriff der Phantoms durch ein paar sehr gute Aktionen der Twister Defense gestoppt wurde. Wiesbaden musste den Ball durch einen Punt abgeben. Aber die Twister hatten Probleme mit der Ballannahme. Der freie Ball wurde von Wiesbaden erobert, sodass die Offense auf dem Platz bleiben konnte. Jetzt tief in der Hälfte der Holzgerlinger, deren Verteidigung aber hielt. Ein Fieldgoal brachte weitere drei Punkte für Wiesbaden zum neuen Spielstand von 7-16.

Das zweite Viertel begann mit einem sehr langen Lauf der Twister an dessen Ende aber ein weiterer Ballverlust stand. Wiesbaden war somit erneut im Angriff. Art Rubio lief schliesslich aus drei Yard selbst in die Endzone. Nach dem Extrapunkt stand es 7-23 und die Überlegenheit der Phantoms wurde immer deutlicher. Holzgerlingen versuchte jetzt auch vierte Versuche auszuspielen, scheiterte aber an der sehr guten Defense der Phantoms. Die folgende Serie brachte für Wiesbaden aber erneut nur ein Fieldgoal zum Zwischenstand von 7-26. Es war ein 34 Yard Fieldgoal das Tobi Kreuzer gerade so über die Torstange brachte. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt bereits in den letzten zwei Minuten der ersten Halbzeit. Holzgerlingen erhielt den Ball durch einen Touchback zurück und wollte nun selbst noch Punkte vor der Halbzeit auf die Anzeigentafel bringen. Nach der Pause würden die Twister ja erneut in den Angriff gehen, also der perfekte Zeitpunkt um Wiesbaden nicht davonziehen zu lassen. Doch es kam anders. Eine Interception von Patrick Trumpfheller bedeutete für die Holzgerlinger weiteres Ungemach. Die auslaufende Uhr beendete die erste Halbzeit dann beim 7-26, nachdem Wiesbaden sich schon wieder über das halbe Spielfeld bis an die 10  Yard Linie der Holzgerlinger vorgearbeitet hatte.