Die Gastgeber aus der Marzipanstadt stehen auf dem letzten Tabellenplatz (3:17) und somit buchstäblich mit dem Rücken zur Wand. Dies umsomehr, als dass ihnen nur noch vier Spiele verbleiben, um es bis auf den rettenden sechsten Rang zu schaffen. Der Abstand dazu beträgt aber nur einen Punkt, mit einem Sieg wäre man aus der Abstiegszone heraus, zumindest die rote Laterne los. Die Horns, auf dem zweiten Rang (16:2) treten die Reise mit dem festen Willen an, den Gegner keinesfalls zu unterschätzen, in der festen Erwartung, dass die Cougars alles versuchen werden. Dies erst recht, nachdem sie ihren Head Coach Jörn Maier vor rund einem Monat entlassen, umfangreiche Änderungen im Trainerstab vorgenommen und ihren Quarterback ausgewechselt haben.
Den neuen Cougars-Spielmacher Matthias Johnson hält Longhorns-Head Coach Michael Hap für brandgefährlich. So geht es in erster Linie darum, ihn zu stoppen. Das Unterfangen Lübeck wird gewiss kein leichtes für Haps Team, denn der ohnehin kleine Kader muss im hohen Norden mit zwölf fehlenden Spielern auskommen. Besonders die Offense Line ist nach fünf Ausfällen von Robert Huber, Krishna Musnadi, Sven Schüller, Turan Taskiran und Lars Erven stark geschwächt, weshalb Hap wichtig ist, dass das Longhorns-Spiel konzentriert aufgezogen wird, um möglichst den Rücken freizubekommen. Doch Hap ist Optimist und sieht dem positiv entgegen. Auch Kicker Torben Theis fehlt urlaubsbedingt, darüber hinaus steht hinter Frank Plötz (Defense Line) noch ein Fragezeichen.
Dafür soll Passempfänger Ricky Gehres zumindest angetestet werden, nachdem er die letzten sechs Wochen pausieren musste.