Berlin Adler – Der deutsche Meister dominiert Europa

Shuan Fatahs Mannschaft besiegt in der European Football League Meister nach Meister

Vom deutschen Spitzenkader bis zu exzellenten Ergänzungsspielern – Berlin ist Top

Was für eine bärenstarke Saison die Berlin Adler derzeit spielen, können von außen wohl nur wenige Experten ermessen. In zwei Wettbewerben gelten die Hauptstädter als heißer Titelaspirant. Neben der Deutschen Meisterschaft hat es das Team von Headcoach Shuan Fatah auch auf den Euro-Bowl der European Football League (EFL) abgesehen. Kein leichtes Unterfangen, spielen in der EFL doch erstmals durchweg europäische Spitzenmannschaften, fast durchweg Meister ihrer Länder. Eine Doppelbelastung, die sichtlich schlaucht. Neben ihren zwei Auftritten in der German Football League (GFL) stecken bislang auch drei Spiele der EFL in den Knochen des Adler-Kaders. Kein Wunder also, dass in der vergangenen Ligapartie gegen die Braunschweig Lions erste Müdigkeitserscheinungen im 80-Mann-Kader der Greifvögel zu beobachten waren. Ungewohnt knapp und fern ihrer bislang gezeigten Offensivleistung, freute man sich im Spiel gegen den deutschen Rekordmeister bereits über ein knappes 20:17. Ist demnach nicht alles Gold, was bei den Adlern glänzt? Die Monarchs jedenfalls wollen die Siegesserie Berlins endlich stoppen. Am 29. Mai 2010 (Beginn 14.30 Uhr) haben sie in Dresdens Rudolf-Harbig-Stadion dazu die große Chance.

 

Was so einfach klingt, ist jedoch eine der derzeit wohl am schwersten zu knackenden Aufgaben des europäischen Vereinsfootballs. In ihren insgesamt fünf Liga- und Pokalspielen blieben die Adler durchweg ungeschlagen. Nach klaren Siegen gegen den tschechischen Meister, die Prag Panthers (40:30), den schwedischen Meister, die Stockholm Mean Machines (35:9), sowie den finnischen Meister, die Porvoo Butchers (47:16), konnten allein zwei deutsche GFL-Teams Fatahs Meister-Kader offensiv ein wenig bremsen. Knapp und trotzdem verdient gewannen die Adler in ihren bislang zwei Ligapartien gegen den letztjährigen Südmeister, die Schwäbisch Hall Unicorns (27:24), und den deutschen Rekordmeister, die Braunschweig Lions (20:17). Nun geht es am 29. Mai 2010 für Shuan Fatahs Jungs, in Dresden, gegen Dresden. In einem hoffentlich gut gefüllten Rudolf-Harbig-Stadion liegt es dann allein am Können der Monarchs, ob die Siegesserie der Adler in die Verlängerung geht.

 

Für Shuan Fatah, den ehemaligen Cheftrainer der Monarchs, ein klares Ding: „Wir wollen natürlich auch gegen die Monarchs gewinnen. Ich freue mich, endlich einmal wieder in Dresden zu sein, alte Freunde und die vielen Fans der Monarchs zu treffen. Ich verbinde viele schöne Erinnerungen mit der Stadt, dem Verein und seinen Anhängern.“ Und auch wenn der ehemalige Trainer erneut auf Gegners Seite steht, herzlich willkommen ist er allemal. „Wir haben derzeit einen enorm anstrengenden Spielplan zu meistern. Nach dem Spiel gegen Dresden geht es schon eine Woche später zum Eurobowlgewinner 2009, den Swarco Raiders Tirol. Keine leichte Aufgabe für unsere Mannschaft. Auch wenn wir unsere großen Abgänge der vergangenen Saison gut kompensieren konnten“, so Fatah. Denn neben Alexander Haritonenko und Sigfrid Franz wechselten vier weitere Spieler der Adler stadtintern zum Rivalen, den Rebels. „Alexander und Sigfrid fehlen uns natürlich. Zum Glück sind unsere internationalen Verstärkungen extrem positiv eingeschlagen.“

 

So führt Quarterback Kyle Callahan seine Offensive überraschend wurfstark und beweglich. Mit Talib Wise und starken deutschen Widereceivern, wie Sebastian Judis, an seiner Seite, kein Wunder. Ausgeglichen besetzt und ebenso pass- wie laufstark, besticht die Berliner Offensive damit durch ein breit gefächertes und schwer auszurechnendes Spiel. Hinzu kommt eine der besten Verteidigungsreihen der GFL. Mit ihrem Leading Tackler Patrick OŽNeil als Kopf der Defensive und erfahrenen deutschen Spielern, wie Florian Emslander und Oliver Flemming, im Kader, zählt gerade die Laufverteidigung zu den Stärken des Hauptstadtteams. Die Monarchs sind gewarnt. Nicht umsonst stehen die Berlin Adler im Halbfinale der EFL sowie in der Spitze der German Football League Nord, sind bislang ungeschlagen. Es ist die wohl derzeit schwerste Aufgabe der German Football League, die am 29. Mai 2010 (Beginn: 14.30 Uhr) im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion auf die Dresdner Footballer wartet. Mit Hilfe eines lautstarken und vollen Hauses, sowie dem mannschaftlichen Zusammenhalt, der noch vergangenen Sonntag fehlte, sind die Adler dennoch schlagbar.