Während die Essener nach dem deutlichen Auftaktsieg gegen die Weinheim Longhorns bei den Braunschweig Lions am vergangenen Wochenende einen herben Dämpfer erleiden mussten, scheinen die Hauptstädter den Höhenflug des vergangenen Jahres auch in der ersten Liga fortsetzen zu können. Die Rebels belegen mit 4:2 Punkten hinter den Spitzenmannschaften Berlin Adler und Kiel Baltic Hurricanes den dritten Platz in der Nordgruppe der GFL. Nach dem 28:7 im Interconference-Duell gegen die Munich Cowboys konnten die Berliner mit dem 7:0 gegen die Dresden Monarchs noch einmal nachlegen, ehe es in Kiel die erwartete Niederlage (6:20) gab.
Für einen Rekord haben die Berlin Rebels bereits gesorgt: Frank Hoffmann ist mit 54 Jahren der älteste aktive Spieler der GFL. Er trat beim Sieg gegen München für die Extrapunkte an und kickte auch erfolgreich gegen Dresden. Erfahrung bringt auch Quarterback Darius Outlaw als Lenker des Berliner Spiels mit. Der US-Amerikaner, der zur letzten Saison in die Hauptstadt gewechselt war, lieferte in der laufenden Meisterschaft bereits dreimal die Vorarbeit zum Touchdown und vollendete einmal selbst.
Fakt ist: Nach den Eindrücken aus den ersten drei Spielen wird man den Gegner auf Essener Seite kaum unterschätzen. Nach der schwachen Vorstellung in Braunschweig rechnet Cardinals-Präsident Wilfried Ziegler mit einer Trotzreaktion: Wie wir dort verloren haben, hat tierisch weh getan. Danach war die Mannschaft im Training hochmotiviert.
Kompensieren müssen die Assindia Cardinals allerdings den Ausfall von Raffael Kahlert. Die Verletzung des 23-Jährigen aus der Offense Line entpuppte sich als Meniskuseinriss. Es drohen mindestens sechs Wochen Pause. Ziegler: Er ist Sympathie- und Leistungsträger, die Mannschaft wird auch für ihn spielen. Alle Hände voll zu tun hatten die Physiotherapeuten bei Frank Zupanc, doch der 1,90-Meter-Mann aus der Defense Line sollte gegen die Rebels auflaufen können.
Die Mannschaft weiß, dass sich ein Spiel wie gegen Braunschweig vor eigenem Publikum keinesfalls wiederholen darf, erwartet Ziegler eine deutliche Steigerung. Trotz der jüngsten Pleite scheint das Interesse am Duell der letzten beiden Aufsteiger in die Nordgruppe der GFL vorhanden zu sein. Bisher gab es eine hohe Resonanz. Ich rechne mit 1.500 Zuschauern, so Ziegler.
