Bereits 2013 hatte Universe – damals noch in der GFL2 – die zu diesem Zeitpunkt beste Offense der Liga entzaubert und 16:0 gewonnen; allerdings in der Mainmetropole.
Beim dritten Auftritt von Universe in der GFL taten sich beide Offenses schwer, in Gang zu kommen. Das Feld war durch Dauerregen aufgeweicht und morgens bereits bespielt worden. Zur Feuchtigkeit kam von Minute zu Minute mehr Matsch hinzu, der den einen oder anderen Runningback zu Fall brachte und es den Receivern offensichtlich erschwerte, den Ball unter Kontrolle zu bringen. So schaffte es die Allgäuer Offense um Quarterback James Cedric Townsend lediglich einmal in die Nähe der Frankfurter Endzone, scheiterte schließlich aber an der an eine Mauer erinnernde Defense der „Men in Purple“. Der Field-Goal-Versuch misslang ebenfalls.
Die Frankfurter Defense sorgte dabei für ständigen Druck auf den Spielmacher der Comets und Townsend schied schließlich Mitte der zweiten Halbzeit entnervt aus dem Spiel aus und übergab an seinen Back-up. Doch auch dessen Pässe fanden nicht oft genug ihren Empfänger, um Universe ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Positiv ins Auge fiel dabei auch Frankfurts D-Liner Viliseni Fauonuko, der erst neu zu Universe gestoßen ist. Der auf Hawaii aufgewachsene Lineman beschäftigte nicht selten zwei O-Liner der Comets und machte anschließend noch Jagd auf Townsend, der einige harte Hits einstecken musste.
„Unsere D-Line war heute herausragend“, lobte Defensive Coordinator Thomas Kösling seine Abwehr. „Viliseni als Überraschungsspieler hat gut eingeschlagen und wir haben als Team ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Alle zusammen haben auf hohem Niveau agiert, ein überragendes Gefühl! Ich bin sehr stolz auf die Jungs!“
Universe stoppte den ersten Drive der Comets sehr schnell, nachdem die „Men in Purple“ selbst aus dem Ballbesitz nach dem Kick-off keinen Nutzen gezogen hatten. Bereits den zweiten Drive brachten die Frankfurter jedoch in die Endzone der Gastgeber: Allgäu gab den Ball per Punt ab, David Giron Jansa nahm das Ei auf der 10-Yard-Linie auf und trug ihn im Zick-Zack-Lauf über das gesamte Spielfeld in die Endzone. Das 6:0 erhöhte Ricardo Rodrigues mit seinem Zusatzpunkt.
Die Comets kamen im Gegenzug wieder nicht in Schwung, doch auch Universe musste nach starken Läufen von Jessie Lewis und Roscoe Baptist den Ball wieder abgeben.
Im zweiten Quarter verlor Jansa auf der eigenen 43-Yard-Linie den Ball, doch auch dieses Mal nutzen die Comets die gebotene Chance nicht: Quade Chappuis fing einen Townsend-Pass ab und brachte wiederum Universe in Ballbesitz, doch auch die „Men in Purple“ brachten keine neuen Punkte auf die Anzeige. Mit einer Interception von Sebastian Silva Gomez endete das zweite Viertel.
Im dritten Quarter sorgte unter anderem Benjamin Bubik für eine gute Feldposition der „Men in Purple“, die Rodrigues nutzte: Aus 27 Yards verwandelte er sein erstes GFL-Field Goal zum 10:0.
Vier Minuten später verschossen die Kemptener im Gegenzug ihren Versuch. Das letzte Viertel endete auf dem mittlerweile tief zerfurchten und matschigen Feld des Illerstadions mit 0:0.
Samsung Frankfurt Universe hat sich durch das 10:0 gegen die Comets in der Tabelle der GFL Süd auf 2:1 Siege verbessert. Am Samstag, 11. Juni, wird die GFL-Saison jedoch nochmals für die „Men in Purple“ unterbrochen: Ab 19 Uhr sind im EFL-Finale, das im Frankfurter Volksbank Stadion ausgetragen wird, die Amsterdam Crusaders zu Gast. Tickets sind online über www.frankfurt-universe.de und am Spieltag ab 16 Uhr an den Kassenhäuschen erhältlich.
