Aber auch Universeheadcoach Markus Grahn muss mit Ricardo Ambulo, der wegen eines umstrittenen Platzverweises, eine Sperre absitzen muss verzichten: “Durch die Tiefe des Kaders hat Universe natürlich bessere Möglichkeiten Ambulos Ausfall zu kompensieren. Wir dagegen müssen am Sonntag improvisieren”, erklärt McMillan mit verschmitzter Mine.
Umgekehrter könnten die Vorzeichen für das Derby kaum sein. Universe präsentiert sich im Herbert-Dröse-Stadion Verlustpunktfrei mit reiner Weste. Hanau daggegen stand zwar oftmals vor einem Sieg konnte aber dann den Sack nicht rechtzeitig zu machen. Nur beim Spiel in Montabaur konnten die Hornissen punkten. Die Rollen sind klar verteilt. Beide Teams müssen siegen. Die Hornets um den drohenden Abstieg noch abzuwenden. Universe um direkt in die zweite Liga aufzusteigen.
Universeheadcoach Markus Grahn nimmt die Favoritenrolle an:”Wir haben fünf Spiele hintereinander gewonnen, jagen den Tabellenführer und sind sicherlich auch Favorit gegen die Hornets”. Dennoch sieht Grahn das Derby bei den Hornets keineswegs als Selbstläufer: “Die Hornets haben starke Einzelspieler und sind zuhause ganz besonders motiviert”, so Grahn.
Hornetsheadcoach Bernd Schmitt muss neben Sobot und Möll in der Defense auf Dirk Stehle und Victor Limonta Bell verzichten. Der Einsatz von Raul Munoz ist weiterhin fraglich. Der gegen Mainz so schmerzlich vermisste Christian Fußenecker ist allerdings wieder mit von der Partie. Gerade in der Defense zeigten die Hornets in diesem Jahr ungewohnte Schwächen: “Das liegt unter anderem daran dass wir nicht einmal zwei Spiele mit dem selben Kader spielen konnten. Wir brauchen meistens ein Quarter um uns aufeinander abzustimmen”, versucht Defensecoach Dirk Stehle zu erklären.
Trotz aller Widrigkeiten gehen die Hornets am Sonntag optimistisch ins Derby: “Die Hütte wird voll und die Jungs wissen das es am Sonntag um alles geht. Eine grosse Kulisse setzt noch einmal zusätzliche Kräfte frei. Wir werden es Universe so schwer wie möglich machen. Ich glaube noch immer an den Klassenerhalt”, steht XXL-Pressesprecher Achim Korn weiter hinter dem Team.
Sollten die Hornets am Sonntag gegen Universe verlieren wäre es ausgerechnet der befreundete Nachbar der die Hornissen in die Oberliga schickt: “Geschenke wird es auf keinen Fall geben dafür geht es für beide Teams um zu viel. Vor und nach dem Spiel ist man befreundet aber während des Spiels wird gefightet. Das ist auch gut so und so soll es auch bleiben”, schliesst Oberhornisse Bernd Schmitt.
