Von Beginn an entwickelte sich ein einseitiges Spiel. Auf Essener Seite konnten die Neuzugänge Dave Nash und Ben Widmyer schon in den ersten zehn Minuten zwei Touchdowns vorlegen. Auf der Gegenseite wurden die sporadischen Angriffsversuche im Keim erstickt. Insbesondere Joshua Lawson, der als einziger Importspieler bereits in der vergangenen Saison für die Assindia Cardinals spielte, konnte hierbei überzeugen.
Im zweiten Durchgang erhöhten Sebastian Marquard und erneut Neuzugang Widmyer mit zwei weiteren Touchdowns. Trotz des offensichtlichen Klassenunterschiedes fiel das Zwischenfazit von Cardinals-Präsident Wilfried Ziegler noch etwas verhalten aus: "Es läuft zwar ganz okay für uns, da ist aber auch noch viel Sand im Getriebe."
Und das, obwohl die Essener von dem Vertreter der Süd-Gruppe nicht ernsthaft gefordert wurden. So konnte nicht nur Quarterback Ben Widmyer bei seinem zweiten Touchdown fast ohne Gegenwehr durch die gegnerische Defense marschieren.
Wer ein Aufbäumen der Badener, die mit dem letzten Aufgebot ins Ruhrgebiet angereist waren, nach dem Seitenwechsel erwartet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt: Lenni Gödde erhöhte im Interception-Festival auf 34:0, kurz darauf lief Jesko Dirting mit dem Ball zum 41:0 in die Endzone. Verschmerzen konnten die Zuschauer da das zwischenzeitlich von Sascha Jungblut verpasste Fieldgoal. Von dieser einen Szene abgesehen, servierte der Kicker aber Extrapunkte in Serie. Ebenfalls nicht weiter ins Gewicht fiel der Touchdown durch Gästespieler Jackson zum 6:42, mit dem die weiße Weste der Cardinals-Defense allerdings Makulatur war.
Angesichts des deutlichen Spielstandes gab Headcoach Bernd Janzen nun aber auch Akteuren aus der zweiten Reihe, wie zum Beispiel Nachwuchsquarterback Tobias Lupp, die Chance, Spielpraxis zu sammeln. Dem Essener Spielfluss schadete das nicht. Mit Ole Kretschmann und Neuzugang Dominique Kandolo konnten sich zwei weitere Akteure ins Scoreboard eintragen. Der Gegner hat es uns recht einfach gemacht, zog Martin Falkowski ein positives Fazit, sah aber im Hinblick auf das Spiel gegen Braunschweig auch Verbesserungsbedarf: Unsere Ballträger haben einige Bälle verloren. Das müssen wir trainieren. Headcoach Bernd Janzen ergänzte: "Feiert den Sieg, ab Dienstag bereiten wir uns auf Braunschweig vor. Es kann nur härter werden."
Zu den Lions geht es am 29. Mai. Beginn ist um 19 Uhr. Nächster Heimspielgegner ist Aufsteiger Berlin Rebels am 6. Juni ab 15 Uhr. Erst danach haben wir eine echte Standortbestimmung, so Cardinals-Präsident Wilfried Ziegler.
Der Spielverlauf:
1. Quarter:
6:0 Nash (Touchdown),
7:0 Jungblut (Point after Touchdown),
13:0 Widmyer (Touchdown),
14:0 Jungblut (Point after Touchdown);
2. Quarter:
20:0 Marquard (Touchdown),
21:0 Jungblut (Point after Touchdown),
27:0 Widmyer (Touchdown),
28:0 Jungblut (Point after Touchdown);
3. Quarter:
34:0 Gödde (Touchdown),
35:0 Jungblut (Point after Touchdown),
41:0 Dirting (Touchdown),
42:0 Jungblut (Point after Touchdown),
42:6 Jackson (Touchdown);
4. Quarter:
48:6 Kretschmann (Touchdown),
49:6 Jungblut (Point after Touchdown),
55:6 Kandolo (Touchdown),
56:6 Jungblut (Point after Touchdown).

