Denn für die Sacristans steht unabhängig vom Spielausgang am Samstag bereits die Abschlussplatzierung in diesem Jahr fest. Zum dritten Mal in vier Jahren Regionalliga Mitte schließen die Freiburger auf einem respektablen dritten Tabellenplatz ab. Die hinteren Plätze sind ebenfalls fest vergeben mit den Absteigern aus Hanau und Mainz. Einsam und alleine ziehen dagegen die Universe und die Kaiserslautern Pikes ihre Kreise an der Tabellenspitze. Beide Teams sind nach acht Spielen noch ungeschlagen und stehen als Aufsteiger in die GFL 2 bereits fest. So geht es für die Universe am Samstag darum die weiße Weste im Breisgau zu verteidigen. Denn am letzten Spieltag kommt es zum Aufeinandertreffen von Universe und Pikes. Klar, dass die Sacristans da dagegenhalten und ihrerseits mit einer positiven Bilanz die Saison abschließen wollen. Im Vorjahr hatten die Messdiener gegen die Frankfurter knapp mit 17:9 die Nase vorne. Eins steht vor Beginn bereits fest: Der FT-Sportpark wird in Lila getaucht sein, da dies die Farbe beider Teams ist und die Universe traditionell mit einem großen Fantross zu ihren Auswärtsspielen anreist. Auf Freiburger Seite hat sich ein Ehrengast angekündigt. Arne Jahn, der erste US-Quarterback der Messdiener, kommt zurück an die alte Wirkungsstätte. 1992 hatte Jahn in der ersten Saison der Sacristans die Offense angeführt. Spielbeginn im FT-Sportpark, Schwarzwaldstraße 181 ist um 15:30 Uhr.
Die Freiburger waren gut in die Spielzeit 2011 gestartet und hatten sich auf halbem Weg in der oberen Tabellenhälfte mit vier Siegen bei einer Niederlage festgesetzt. Gegen die starken Kaiserslautern Pikes gab es allerdings nichts zu holen. Hier wurden Grenzen aufgezeigt, wenngleich die Sacristans im Rückspiel im FT-Sportpark gut mithalten konnten und sogar zur Halbzeit noch vorne lagen. Allerdings haben sich die Südbadener in diesem Jahr auch wieder einige Aussetzer geleistet und konnten über die Länge der Saison nicht auf konstant gutem Niveau überzeugen. Vor allem die bittere Niederlage in Mainz und die Niederlage in Ravensburg stehen hierfür. „Es ist irgendwie ein Freiburger Phänomen, dass man hier gegen gute Teams sehr gut mitspielt und sich gegen weniger gute anpasst und am Ende sehr gastfreundlich ist“, versucht Kern vorsichtig die unnötigen Niederlagen zu umschreiben. Auch daran wollen er und der Coaching Staff bis zur nächsten Spielzeit arbeiten. Jetzt gelte es aber am Samstag einen guten Saisonabschluss mit einem Sieg gegen die favorisierten Frankfurter zu erreichen. Nach drei Niederlagen in Folge und dem 20:0-Sieg am grünen Tisch gegen Hanau, wollen die Sacristans noch mal alle Kräfte mobilisieren. Auf einigen Positionen hat die Saison jedoch Spuren hinterlassen, so dass etliche Spieler verletzungsbedingt zum Zuschauen verurteilt sind. Dennoch hoffen die Coaches, dass sich das Team nach einigen Unruhen in den vergangenen Wochen noch mal mit einer tollen Leistung vor dem heimischen Publikum präsentieren wird und sich voll und ganz auf die anstehende Aufgabe konzentriert. „Frankfurt ist stärker als im vergangenen Jahr. Sie haben einen soliden Kader, der auch in die Tiefe die entsprechende Qualität hat“, so der Freiburger Cheftrainer. Den Ausfall von US-Spielmacher Ian Mitchell (angerissenes Innenband und Kreuzband) hat die Universe scheinbar gut verkraftet. In der Vorwoche konnten sich die Hessen ohne Mitchell in Montabaur mit 26:22 durchsetzen und führen Dank des besseren Touchdown-Verhältnisses derzeit die Regionalliga Mitte an.
