Durch die gleichzeitigen Niederlagen der Saarland Hurricanes (16:42 gegen Schwäbisch Hall) und Munich Cowboys (3:17 gegen Stuttgart) erhalten sich die Phantoms immerhin ihren hauchdünnen Vorsprung vor den beiden Kontrahenten, büßten aber auch jegliche theoretische Chance auf eine bessere Tabellenplatzierung endgültig ein. Mehr als der sechste Platz wird es in diesem Jahr nicht mehr werden. So gilt der Blick in den verbleibenden drei Saisonspielen ins Saarland und nach München. Eines der drei Teams wird sich nach Saisonende mit dem Zweitliga-Meister um die Zukunft in der GFL duellieren müssen.
„Ein Sieg in Rothenburg wäre sehr wichtig gewesen. Wir hätten uns aller Sorgen entledigen können. Aber die Knights machten genau das, was sie machen mussten, um uns in Schach zu halten. Addiert man unsere eigenen Fehler hinzu, erklärt sich die verdiente Niederlage recht einfach“, so Sven Gloss, der zwar mit der gezeigten Defensivleistung gegen die punktehungrige Rothenburger Offense zufrieden war, von der eigenen Angriffsleistung aber gerne mehr als nur ein paar wenige Glanzlichter gesehen hätte. Bis ins dritte Spielviertel las sich das Duell in Augenhöhe auch am Ergebnis ab: 9:9 stand es nach Touchdowns von Joseph Joyner (Knights) und Jannis Fiedler (Phantoms) zum Seitenwechsel. Zudem steuerten beide Teams noch jeweils ein Field Goal bei. Im dritten Spielviertel bewiesen die Knights dann jene Effektivität, die sie den Phantoms voraus hatten und zogen durch zwei Touchdowns (Welker, Knüttel) auf 23:9 davon. Ein Rückstand, den das Gloss-Team trotz aller Bemühungen nicht mehr egalisieren konnte.
Zumal nach Richard Edens‘ Anschluss-Touchdown zu Beginn des letzten Spielviertels die Gastgeber nachlegen konnten und durch Timothy Knüttel den Vorsprung auf 13 Punkte erhöhten. Kevin Brüngel machte es mit einem kurzen Lauf nochmals spannend, verkürzte auf 29:22. Doch ein letztes Aufbäumen der Phantoms scheiterte an einer guten aufgelegten Knights-Verteidigung, die mit einem abgefangenen Brüngel-Pass den Heimsieg endgültig unter Dach und Fach brachte.
So bleiben neben der guten Defensivarbeit – immerhin hielt man die Knights fast zehn Punkte unter ihrem offensiven Punktedurchschnitt – Patrick Ihl’s Kick Off-Return über rund 80 Yards kurz vor dem ersten Phantoms-Touchdown und Seydou Jalloh’s Lauf über rund 60 Yards (vor dem 29:22) in positiver Erinnerung. Beides herausragende Einzelleistungen, die zählbare Erfolge vorbereiteten, aber in der Summe zu wenig waren, um den so notwendigen vierten Saisonsieg einzufahren.
Die Chance auf diesen wichtigen vierten Sieg bietet sich den Phantoms in den verbleibenden zwei Heimspielen (25.8. gegen die Rhein-Neckar Bandits, 8.9. gegen die Munich Cowboys) und beim letzten Auswärts-Termin am 3.9. in Stuttgart. Drei schwere Aufgaben, für die es dringend erforderlich sein wird, dass die Offense endlich wieder zur Form vom Saisonbeginn zurückfindet.
