In der Nord- und in der Südstaffel der German Football League wird es im kommenden Jahr je eine Mannschaft mehr geben. Die jeweiligen Meister der GFL2 konnten sich wegen dieser Erweiterung bereits vor vier Wochen über den direkten Aufstieg ins deutsche Footballoberhaus freuen. Im Süden traf dies die Saarland Hurricanes, die damit nach dreijähriger Erstliga-Abstinenz den Wiederaufstieg geschafft haben. Im Norden wird diese Ehre den Mönchengladbach Mavericks zuteil.
Die Zweitplatzierten der GFL2 mussten sich in zwei Relegationsspielen gegen die jeweiligen GFL-Sechsten beweisen. Den Wiesbaden Phantoms gelang das im Süden durch einen klaren 45:7-Sieg im Hinspiel und einen 30:26-Erfolg im Rückspiel gegen die Weinheim Longhorns.
Den Sprung in die GFL-Nord schafften die Düsseldorf Panther mit einem hauchdünnen Vorsprung. Zunächst bezwangen sie die Berlin Rebels mit 43:41, verloren dann aber das Rückspiel mit 33:34. Unterm Strich sicherten sich die Rheinländer den Aufstieg somit mit nur einem Punkt Differenz.
Mit Wiesbaden und Saarbrücken haben es die Schwäbisch Hall Unicorns im kommenden Jahr also mit zwei neuen Gegner zu tun, auch wenn beide Vereine schon alte Bekannte für die TSG-Footballer darstellen. Die Saarland Hurricanes kennt man schon aus vielen Begegnungen in der 1. und 2. Bundesliga. Insgesamt stand man sich in Punktspielen bereits 22 Mal gegenüber. 15 dieser Vergleiche konnten die Unicorns gewinnen, sechsmal waren die Saarländer erfolgreich und einmal trennte man sich unentschieden. Bei Freundschaftsspielen steht es 1:0 zwischen Hall und den Saarländern.
Auch mit den Wiesbaden Phantoms hat man schon Erfahrungen gesammelt. Von den Punktspielen (zweite Bundesliga) in den 90er-Jahren gingen zwei an die Unicorns und drei an die Hessen. Bei Freundschaftsspielen weist die ewige Bilanz ebenfalls ein 1:0 für Hall aus.
In den Halbfinal-Spielen um die diesjährige deutsche Meisterschaft und den Einzug in den 32. German Bowl (9.10.2010 in Frankfurt a.M.) gab es vor einer Woche keine Überraschungen. Die favorisierten Kiel Baltic Hurricanes setzten sich zuhause gegen die Dresden Monarchs mit 14:0 ebenso durch wie die amtierenden Meister Berlin Adler mit 17:6 bei den Marburg Mercenaries. Die Berlin Adler bekommen somit bei ihrer achten German-Bowl-Teilnahme die Chance, den Titel zum siebten Mal in die Bundeshauptstadt zu holen. Die Kieler, die den Titel bisher noch nicht gewinnen konnten, ziehen zum dritten Mal in Folge ins Endspiel ein.
