Dolphins in Hildesheim zu unkonzentriert

Die Paderborn Dolphins können aus Hildesheim von den Invaders keine Punkte mit nach Ostwestfalen bringen. Das Team musste sich gegen die Invaders mit 17:34 geschlagen geben.

Invaders vs Doplhins (Foto: John Bishop)

Invaders vs Doplhins (Foto: John Bishop)

Gerade das Zusammenspiel des Hildesheimer Quarterbacks mit seinem Runningback brachte den Invaders immer wieder die nötigen Yards.

Head Coach Matthias Gehrke fasste nach dem Spiel zusammen: „Es gibt niemanden, der heute mit seiner Leistung zufrieden sein kann.“ Damit spielte Gehrke auf die Tatsache an, dass an ganz vielen Stellen nicht das abgerufen werden konnte, was normalerweise zum Paderborn Dolphins Standard gehört. Lücken in der Verteidigung, die es den Invaders ermöglichten ihren Runningback Reggie Bullock fast ungehindert auf die Reise zu schicken, sowie eine Offensive, die es nicht schaffte, mehr als 17 Punkte einzufahren, sorgten in Hildesheim für die Niederlage.

Dabei hatte das Spiel für die Paderborn Dolphins vielversprechend begonnen. Nach dem KickOff durch Hildesheim dauerte es keine zwei Spielzüge und QB Cavanaugh bediente Receiver Gröne, so dass dieser in die Endzone marschierte und für die ersten Punkte sorgte. Auch der Extrapunkt wurde durch Gröne verwandelt, so dass das Score Board 7:0 für die Dolphins zeigte. Die Invaders starteten an ihrer eigenen 25 Yard Linie und zeigten, dass sie sich nicht einfach stoppen lassen wollten. Runningback Reggie Bullock war es immer wieder, der für die nötigen First Downs sorgte und seinem Team neue vier Versuche einbrachte.
Doch die Defensive machte einen guten Job in diesem Drive und stoppte Hildesheim vor der Endzone, so dass die Invaders sich für ein Field Goal entschieden und auf 7:3 verkürzten. In den nächsten Spielzügen waren es dann die Dolphins selber, die sich das Leben schwer machten. Am Ende reichte es für ein Field Goal, welches durch Dominic Gröne verwandelt wurde. Durch den hohen Anteil an Laufspielzügen endete das erste Quarter zügig und die Seiten wurden getauscht.

Nach dem Seitenwechsel lief es dann absolut nicht mehr rund in der Dolphins Offensive und Defensive. Viele unvollständige Pässe und nicht richtig getackelte Gegner führten dazu, dass sowohl in der Offensive als auch der Defensive Punkte verschenkt wurden. So waren es die Invaders, die im zweiten Quarter die ersten Punkte mit einem Touchdown machten und so zum 10:10 ausglichen. Quarterback der Invaders, Neal Griffin, lief selber und erreichte die Endzone. Dieses war symptomatisch für das Spiel der Dolphins, waren einmal die Invaders ordentlich unter Druck, gelang es der Defensive sich nicht, schnell genug zu sortieren und das Angriffsspiel weiter zu unterbinden.

Der nächste Drive brachte einen Turnover in der Hildesheimer Hälfte, so dass die Offensive keine Punkte mit vom Feld nahm. Die Invaders hingegen zeigten wieder mit Griffin und Bullock, dass sie die Dolphins Defensive unter Druck setzten. Am Ende stand der Touchdown für die Invaders auf der Anzeigentafel. In ihrem letzten Drive vergaben die Dolphins die Chance auf ein Vorankommen und mussten den Ball wieder an Hildesheim abgeben. Diese nutzten 9 Sekunden vor der Halbzeitpause noch einmal ihre Chance und punkten.

Head Coach Matthias Gehrke fand klare Worte in der Halbzeitpause für das Team, so dass die zweite Halbzeit motiviert und mit klarer Richtungsvorgabe begann. So zeigten sich die Paderborner zu Beginn der zweiten Hälfte hellwach und mit dem nötigen Biss. Es wurde zugefasst, es wurde getackelt und man brachte Yards für die Dolphins auf den Rasen. Allerdings schwächte sich das Team immer wieder durch Strafen, die gegen sie gepfiffen wurden. Ob diese immer berechtigt waren, bleibt außer Frage, denn die Tatsachenentscheidung steht. So schaffte es die Defensive der Paderborner nur 3 Punkte zuzulassen. Allerdings war es für die Offensive nicht möglich, die nötigen Punkte zu erzielen.

Das vierte Quarter startete ausgeglichen. Die Dolphins und die Invaders schenkten sich keinen Raum und so gelang den Paderbornern erst zwei Minuten vor dem Ende ein Touchdown durch Runningback Daniel Greitens (PAT Gröne). Doch im Gegenzug schafft es Hildesheim wieder zu punkten und die Führung weiter auszubauen.

Für die Paderborn Dolphins endete damit ein schwieriger Tag, der vor allem durch fehlende Konzentration und individuelle Fehler entstanden ist. Head Coach Matthias Gehrke sagte zu dem Spiel: „Wir haben es als Coaches nicht geschafft das Team entsprechend wach zu rütteln und auf dem Platz genug zu fokussieren. Natürlich waren auch für uns einige Entscheidungen der Schiedsrichter schwierig, aber es ist nicht der Grund, warum wir verloren haben. Grund für die Niederlage ist, dass wir unsere Leistung nicht abgerufen haben und auf den Platz bringen konnte.“ Gehrke war sich aber sicher, dass Teams auch das Verlieren lernen müssen und sich anschließend noch gezielter und konzentrierter auf die kommenden Aufgaben vorbereiten. Denn am kommenden Wochenende erwarten die Paderborn Dolphins die Cologne Crocodiles zum Heimspiel im Hermann-Löns-Stadion. Teammanager und Receiver David Schmidtmann, der aufgrund seiner Verletzung zum Zuschauen gezwungen war, meinte dazu: „Wir werden sicherlich heute Abend noch über das Spiel sprechen, aber ab Morgen heißt es dann vorbereiten auf Köln. Ich bin mir aber sicher, dass das die Mannschaft genauso hinbekommt und wir uns gut und gezielt auf Köln vorbereiten werden.“

Spielverlauf
1. Quarter
00-07    Touchdown Dominic Gröne (PAT Dominic Gröne #9)
03-07    Fieldgoal Hildesheim Invaders
03-10    Fieldgoal Dominic Gröne
2. Quarter
10-10    Touchdown Hildesheim Invaders
17-10    Touchdown Hildesheim Invaders
24-10    Touchdown Hildesheim Invaders
3. Quarter
27-10    Fieldgoal Hildesheim Invaders
4. Quarter
27-17    Touchdown Daniel Greitens  (PAT Dominic Gröne)
34-17    Touchdown Hildesheim Invaders