Natürlich hoffe ich, dass ich meinem neuen Team mit meinen Fähigkeiten weiterhelfen kann, berichtet der 23-Jährige offen. Keinen ausgemachten Star wollte der Trainerstab um Headcoach Gary Spielbuehler nach Dresden holen. Ein mannschaftsdienlicher Spieler sollte es sein. Einer, der den Kader Dresdens ergänzt, ohne das bestehende und bestens funktionierende Mannschaftsgefüge zu zerrütten. Wir haben uns bewusst für einen Widereceiver entschieden. Unsere Receiver-Crew ist jung und gemessen an den Erfahrungen eines Dominick Goodman recht unerfahren. Wir erhoffen uns durch Dominick mehr Ruhe in den entscheidenden Phasen eines Spiels, so Gary Spielbuehler.
Gerade am vergangenen Wochenende im Spiel gegen die Essen Assindia Cardinals fehlte diese Ruhe, diese Gelassenheit in den wichtigen Momenten. Nach ansehnlichen Drives bis tief in den Raum des Gegners, versagte der junge Kader auf den letzten so wichtigen Metern. Das soll sich mit Goodman, seiner Erfahrung und seiner Präsenz ändern, so der Wunsch des Dresdner Trainergespanns. Musste bislang selbst Defensiv-Spezialist Jared Dumm für Dresden offensiv die Kohlen aus dem Feuer holen, kann dieser jetzt die so wichtigen Pausen erhalten, die auch ein Top-Athlet in der Deutschen Bundesliga benötigt. Wir können Jared nicht Spielzug für Spielzug auf das Feld schicken. Wir benötigen aber trotzdem einen Receiver auf dem Feld, der einen Großteil der Aufmerksamkeit auf sich zieht, so das Trainergespann. Goodman soll dieser Spieler sein. Seine Präsenz wird, so der Plan, Platz für Dresdens junge Wilde schaffen. Radko Zoller, Daniel Vöhringer, Jan Hilgenfeldt, Sebastian Krech, sie alle haben die Klasse, große Spiele abzuliefern. Goodman muss ihnen nun helfen, die nötigen Räume zu finden.
In den Staaten spielte Dominick Goodman zuletzt bei den Cincinnati Bearcats einem College der besten Spielklasse inmitten der umkämpften Big East-Conference. Seine Fähigkeiten und Leistungen ließen Goodman auch in den Fokus der NFL geraten. Groß, kräftig und schwer zu tacklen ist er. Hat Goodman einmal den Ball, kämpft er um jedes Yard, lässt sich selbst von mehreren Verteidigern nur schwer stoppen. So erarbeitete sich der bullige US-Amerikaner in seinem letzten Collegejahr 1.028 Yards und fing sieben Touchdowns. Kein einziger Fumble geht in der Collegezeit auf sein Konto. Seine Statistiken sprechen klar für Goodman. 2.512 Yards und insgesamt 22 Touchdowns lieferte der US-Boy ab, in jeder einzelnen Saison steigerte er sich. Auf diesen Trend hoffen natürlich auch die Dresden Monarchs. Schon am heutigen Abend trifft Goodman bei seinem ersten Training auf sein neues Team.
