Die Partie gegen den diesjährigen GFL-Aufsteiger bildet dabei den ersten Teil der Essener Wochen für die Braunschwieger Footballer, denn schon eine Woche später findet das Rückspiel in Nordrhein-Westfalen statt.
Und dass dabei beide Begegnungen schon im Vorfeld enorm viel Spannung versprechen, unterstrich der erste GFL-Auftritt der Cardinals am vergangenen Wochenende noch einmal deutlich. Das Team von Cheftrainer Bernd Janzen verlor erst wenige Sekunden vor Spielende die eigentlich schon sicher geglaubte Partie bei den Kiel Baltic Hurricanes mit 36:39.
Die Cardinals haben gezeigt, dass sie kein normaler Aufsteiger sind. Sie sind schon sehr gut eingespielt zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison und haben enorm gute neue Spieler im Team. Das wird nicht einfach für uns, doch vielleicht war es ganz gut, dass die Essener in Kiel schon fast alles zeigen mussten, so Lions-Cheftrainer Javier Cook.
Denn so sollten unangenehme Überraschungen, wie sie die Kieler am vergangenen Samstag gleich reihenweise erlebten, den Niedersachsen hoffentlich erspart bleiben. Bekannt sind den Lions nun auch die späten Neuzugänge Brandon Emeott (Runningback) und Fredrik Eklund (Wide Receiver), die den Angriff der Cardinals noch einmal enorm aufwerten.
Zusammen mit dem neuen Quarterback Ronald Curley und Runningback Daniel Berg war diese Einheit nur äußerst schwer zu stoppen in Kiel.
Um das selbst besser zu machen, hoffen die Braunschweiger am Samstag auf eine im Gegensatz zum Eurobowlauftritt in Österreich verbesserte Verteidigung, in der vor allen Dingen die Defensive Line durch die Rückkehr von Patrick Finke, Jens Heinecke und vielleicht auch Christoph Königsmann zu alter Stärke zurückkehren soll. Fehlen werden dabei allerdings wohl immer noch Dennis Engelbrecht, Christian von Einem sowie Sascha Möhle.
Auch im Angriff werden sich die Löwen wohl auf einen aggressiven Gegner einstellen müssen. Mit den neuen Importspielern Sean Ortiz (Defensive Line) und Joshua Lawson (Defensive Back) sowie den neuen Linebackern Rick Baunacke und Anttu Äyräväinen können die Cardinals stark aufspielen.
Die Lions sind also gewarnt und werden es sich in keinster Weise leisten können, den Aufsteiger auch nur annähernd auf die leichte Schulter zu nehmen.
Ich glaube, dass wir diesen Fehler, den wir im letzten Jahr gegen Dresden gemacht haben, nicht noch einmal machen werden. Wir werden hoch konzentriert an dieses Spiel gehen, und wollen es natürlich gewinnen, erklärt Javier Cook abschließend.
Fehlen werden ihm dabei im Angriff definitiv Tight End Florian Pawlik und auch das Mitwirken der beiden Offensive Linemen Christoph Wolk und Benjamin Zukic war noch nicht gesichert.
Der Meister ist also noch lange nicht in Bestbesetzung, doch das zählt alles nicht mehr am Spieltag, denn es gilt, gegen den bärenstarken Aufsteiger wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Denn auch in der German Football League zählen nun nur noch Siege.




