In jeder ihrer bislang vier Ligapartien zeigten die Kieler Footballer ihre mannschaftliche Klasse. Während die Offensive der Canes in allen Aufeinandertreffen mindestens 28 Punkte erzielte, ließ die Defensive nie mehr als 23 Punkte zu. „So präsentiert sich eine potenzielle Meistermannschaft“, erklärt Monarchs-Cheftrainer Gary Spielbuehler. „Offensiv sind die Canes unglaublich variabel, bringen unzählige Formationen und Spielzüge auf das Feld. Defensiv spielen sie solide, vermeiden große Fehler und vertrauen ansonsten der Durchschlagskraft ihres Angriffs und der Special Teams. Entsprechend klar ist, wie wir Kiel das Ligaleben ein wenig schwerer machen können. Gelingt es uns, die Offensive um Jeff Welsh auszubremsen, weniger als die bisher mindestens erzielten 28 Punkte zu erlauben, haben wir eine Chance. Einfach wird dieses Vorhaben allerdings nicht.“ Denn auch Kiel ist bekannt, seine Hausaufgaben exzellent zu erledigen. Canes-Headcoach Patrick Esume gehört nicht umsonst zu den Besten seines Faches.
„Kiel konnte im letzten Liga-Duell zudem reichlich Selbstvertrauen tanken. Mit 59:20 besiegten sie chancenlose Braunschweig Lions. Allerdings müssen auch wir uns derzeit nicht verstecken. Mit Düsseldorf haben wir die, nach Kiel, beste Mannschaft der GFL Nord geschlagen, und das deutlich. Wenn unsere Spieler endlich an ihre Fähigkeiten glauben, sie konzentriert auf dem Spielfeld einsetzen und das umsetzen, was wir von ihnen erwarten, haben wir gegen jeden GFL-Gegner eine Chance“, ist sich Spielbuehler sicher. Ein Sieg aus den kommenden zwei Ligaduellen (9.6. in Dresden, 16.6. in Kiel) gegen die Canes wäre entsprechend wichtig für den jungen Sachsenkader. Auch wenn es nicht einfach werden dürfte, die haushohen Favoriten der Kiel Baltic Hurricanes hinter sich zu lassen, mit reichlich Rückenwind von den Rängen des Heinz-Steyer-Stadions (Beginn: 14.30 Uhr), kann es gelingen.
