Der Jubel der Dresden Monarchs war nach ihrem 19:17-Überraschungssieg in Braunschweig ebenso heftig wie kurz. Die Jungs mobilisierten bei den Lions auch die letzten Kraftreserven. Lange zu feiern, war da nicht möglich. Wir haben ohne Angst gekämpft und als Mannschaft verdient gewonnen, fasst Monarchs-Headcoach Shuan Fatah stolz zusammen.
Nun, zwei Tage nach der Rückkehr aus Niedersachsen, warnt der 39-Jährige sogar vor übertriebener Freude und möglicher Überheblichkeit. Auf uns wartet am Wochenende ein schwerer Gegner. Nichts würde die Munich Cowboys glücklicher machen, als dieMannschaft zu schlagen, die Braunschweig bezwingen konnte.
Entsprechend konzentriert und akribisch bereiten sich Dresdens Königliche auf den kommenden Sonnabend (Kickoff: 16 Uhr) vor. Nach zwei Punkten für eine überraschend starke Kür, sollen dann zwei weitere Punkte für eine umso schwerere Pflicht folgen. Auf Dresden wartet der erste Football-Gameday 2008. Der Hauptsponsor Elbepark richtet das ur-amerikanische Spektakel im heimischen Heinz-Steyer-Stadion aus. Zu Gast sind die GFL-Aufsteiger und Interconference-Gegner der Munich Cowboys.
Nicht nur der Sieg in Braunschweig zeigte: Es hat sich viel getan bei den Monarchs aus Dresden. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und enormen Kampfgeist erarbeitet sich das junge Team aus Sachsen den verloren gegangenen Respekt einer verkorksten Vorjahressaison langsam zurück. Über die deutschen Grenzen hinweg stoßen die Fortschritte des einzigen ostdeutschen Football-Bundesligisten auf Interesse. Nach Spielern wie Tony Hollings, Dylan Meier, Jag Bal und Lee Johnson, betrat vor wenigen Tagen nun ein weiterer internationaler Spitzenathlet sächsischen Boden. Der ehemalige britische Rugbyspieler Anthony Bingham heuerte, gelockt von O-Line-Coach Lee Rowland und Headcoach Shuan Fatah, in Dresden an. Mit zwölf Punkten bewies Bingham schon in Braunschweig seine Klasse.