Erster GFL-Nord Härtetest für die Adler

Im GFL-Spiel der Woche erwarten am Samstag um 15 Uhr die Dresden Monarchs im heimischen Heinz-Steyer-Stadion die noch ungeschlagenen Berlin Adler. Das Kräftemessen an diesem Wochenende zwischen den Monarchs (1-1) und Adlern (2-0) wird wegweisend sein für die nächsten Wochen

Adler vs Monarchs (Foto: Kersten Magdanz)

. Zuletzt standen sich beide Teams Ende September 2013 im Playoff-Halbfinale gegenüber, mit dem besseren Ende für den damaligen Gastgeber aus Dresden. Der German Bowl Einzug war bis dato der größte Vereinserfolg für die Elbstädter – auch wenn sie nach der knappen 34:35-Niederlage gegen die New York Lions am Ende der Saison mit leeren Händen im strömenden Regen des Jahn-Stadions standen.

Mit breiter Brust reisen die Berliner die ca. 200 Kilometer gen Süden. Nach 2 GFL-Siegen mit jeweils mehr als 40 Punkten pro Spiel stehen die Hauptstädter punktgleich mit den Cologne Falcons an der Spitze der GFL Nord. Auch in der BIG6 gewannen die Spieler von Head Coach Kim Kuci am vergangenen Wochenende in gewohnter Manier mit 42:20 gegen den Schweizer Meister Calanda Broncos. „Dresden wird unser bisher toughester Gegner sein und zeigen, wo wir stehen“, meinte Kuci vor der Spitzenpartie.

Sowohl der Start in die GFL-Saison als auch in der BIG6 misslang den Sachsen mit zwei knappen Niederlagen gegen Kiel und Braunschweig. Vor zwei Wochen verbuchten die Königlichen ihren ersten Pflichtspielerfolg 2014 Jahres mit einem 51:13-Kantersieg gegen die Berlin Rebels. Das tat der geschundenen Dresdner Seele sicherlich gut. Laut HUDDLE Season Preview steht für deren Running Back Trevar Deed die neue Saison unter dem Motto „Unfinished Business“: Nach der Vorjahresniederlage im German Bowl, wollen die Monarchs erneut ins Finale einziehen und diesmal den Pott holen.

Die Zuschauer im Heinz-Field könnten sich auf ein Punktefeuerwerk einstellen, wenn zwei der offensivstärksten Formationen aufeinandertreffen. Berlin erzielte bisher 43 Punkte pro Spiel, Dresden muss sich auch nicht verstecken mit 40 Punkten im Schnitt. Hervorzuheben ist die Effizienz der Adler Offense, geleitet von Coordinator Johnny Schmuck: Sechs Mal Redzone resultierten in sechs Touchdowns. Demgegenüber brauch sich  auch Jag Bals Defensivreihe nicht verstecken: gerade einmal ein Redzone-Aufenthalt der Gegner wurde bisher zugelassen, dabei keine Punkte erlaubt!

Die Monarchs sind in der Redzone bisher nur offensives Mittelmaß mit 75% Punkteverwertung, in der Defensive sogar GFL-Schlusslicht mit vier erlaubten Touchdowns bei vier Redzone-Aufenthalten. Das muss am Ende alles nichts bedeuten, wenn Dresdens #4 Trevar Deed den Ball in den Händen hält. Der hochgefährliche Deed erzielte in zwei Spielen fünf Touchdowns bei 160 Rushing Yards (!) im Schnitt.
Der Angriff der Sachsen wurde in der Off-Season durch mehrere Neuzugänge aus Polen und Australien verstärkt. Neben dem gewohnt starken deutschen Receiver Jan Hilgenfeldt (2 TDs) hat sich mit dem Franzosen Guillaume Rioux (3 TDs) ein weiterer Passempfänger in der Monarchs Offense etabliert, den DB Mario Schmitt und Co. im Auge behalten sollten.

Auf der Quarterback-Position sind Dresdens Jeff Welsh (36 von 56 Pässe für 5 TDs und 1 INT) und Berlins Darius Outlaw (37/53/6/1) recht ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für den Adler Spielmacher. Outlaw kann sich zudem auf eine extrem starke O-Line verlassen, die bisher erst einen QB Sack zuließ. Auf der Gegenseite wird Adler DL Mamadou Sy, einer der GFL Sackleader, dem Monarchs Spielmacher das Leben schwer machen.