Es ist vollbracht – Phantoms gewinnen ihr erstes GFL Spiel

Der historische erste Sieg in der GFL ist unter Dach und Fach. Dank einer großartigen Offensivleistung rangen die Mannen von Sven Gloss das nun weiterhin sieglose Schlusslicht Plattling Black Hawks in deren Heimstätte mit 49:38 nieder.

Die Zuschauer in Niederbayern sahen ein wahres Offensiv-Feuerwerk von beiden Mannschaften, in dem die Entscheidung zu Gunsten der Phantoms erst im Schlussviertel fiel.

Während die Plattlinger ihr Heil mit Erfolg über das Passspiel suchten, Adam Hazel komplettierte 38 seiner 66 Passversuche, dominierten die Phantoms ihre gegnerische Defense zumeist per Laufspiel und ebneten so den Weg für die vier Touchdown-Pässe der beiden jungen Quarterbacks Kevin Brüngel und Marius Markgraf. Beide erreichten zudem noch jeweils per Lauf die Endzone der Black Hawks.Dominik Voigtländer avancierte zum erfolgreichsten Yardsammler, erzielte mit seinen elf Läufen 115 Yards Raumgewinn und eröffnete auch den Punktereigen im Spiel gleich in der ersten Angriffsserie seines Teams.

Während es offensiv über die gesamte Spieldauer bestens für die Phantoms lief, bereitete die lange Verletzungsliste in der Defense gegen die passfreudigen Black Hawks Sorgen, die in den wenigen Laufversuchen allerdings nichts Nennenswertes gegen die dezimierte Wiesbadener Defense zustande brachten.

Immer wieder fand Adam Hazel Lücken in der Passverteidigung der Phantoms und wusste diese zu nutzen. Dankbarster Abnehmer war sein US-Landsmann Andrew Blakley, der sich insgesamt 15 Pässe für 174 Yards Raumgewinn und zwei Touchdowns schnappte.

Allerdings: Immer wenn das Spiel zu kippen drohte, war die Phantoms-Defense zur Stelle. Zum Beispiel kurz vor der Pause, als die Black Hawks nach dem einzigen Wiesbadener Ballverlust im Spiel ein First Down auf der 9 Yard Linie der Phantoms hatten. Statt dem möglichen Ausgleich zum 21:21 mussten sich die Gastgeber jedoch mit einem kurzen Field Goal begnügen.

Dass es im zweiten Durchgang etwas deutlicher wurde, die Phantoms beim 42:25 erstmals auf 17 Punkte davonziehen und die Entscheidung herbeiführen konnten, war einem besonders effektiv agierenden Richard Edens zu verdanken. Drei Pässe griff sich der junge Allgäuer mit Studienplatz in Mainz. Drei Mal erreichte er damit die Endzone der Black Hawks und trug so den Löwenanteil aus einer homogen auftretenden Offense zum Sieg bei.

Der letzte Touchdown der spielfreudigen Gastgeber, die weiterhin sieglos am Tabellenende verbleiben, fiel bei auslaufender Uhr, als der wichtige erste GFL-Sieg der Phantoms längst unter Dach und Fach war. Ergebniskosmetik, mehr nicht.

Zwei Wochen hat das Team von Sven Gloss nun Zeit bis zum nächsten Auftritt. Eine wohlverdiente Pause nach harten sechs Spielen in sechs Wochen, die auch personellen Tribut in Form von einem ausgedünnten Kader forderten.

Wenn am 28. Mai die Marburg Mercenaries im Helmut-Schön-Sportpark gastieren, hofft vor allem Defense Coordinator Michael Treber darauf, zumindest einen Teil der Verletzten wieder im Kader der Defense begrüßen zu dürfen. Zeit zum Regenerieren und auch Zeit, den historischen ersten Sieg der Wiesbaden Phantoms in der höchsten deutschen Spielklasse genießen zu können.