Eigentlich hätte es ein so ein schöner Tag sein können. Die Stimmung war gut, das Wetter trocken, die Fans zuversichtlich. Insbesondere in den Fachforen der Republik waren die Rollen klar verteilt worden. Essen sollte nicht den Hauch einer Chance haben.
Doch die Cardinals belehrten alle Fachleute eines Besseren insbesondere den gestutzten Falcons. Nach dem die Kölner der Coin Toss gewonnen hatten, überließen sie wie gewohnt den Gästen den Vortritt. Diese bedankten sich umgehend und beförderten nach kurzer Zeit den Ball in die Endzone der noch nicht ganz wach gewordenen Domstädter.
Essen kickte dann wieder an und - Ladehemmung. Nun wusste das Kick off Return Team nicht mehr, dass der Ball eigentlich gesichert werden sollte und kurz darauf freute sich Essen über den zweiten Touchdown. Beide Male war Runningback Sebastian Marquard der Glückliche, der den Ball in die Endzone bringen durfte. Die Kölner Defense brauchte ein Viertel, um sich auf seinen Lauf einzustellen. Danach wurde es ruhiger um ihn.
Köln spielte als wenn ihnen jemand was in den Tee getan hätte wie schon gesagt, wie mit Ladehemmung in der ersten Halbzeit, während Essen den Biss und die Einstellung zeigte, die die Falcons benötigten. Übernervös waren die Aktionen auf beiden Seiten des Kölner Teams.
Erst Mitte des zweiten Viertels besannen sich die Domstädter auf das, wofür sie eigentlich auf dem Feld sein sollten aufs Footballspielen. Sie hatten seit April gezeigt, dass sie mit jedem Team in Deutschland mithalten können. Essen war nicht stärker als die anderen Gäste, die das Südstadion diese Saison gesehen hatte nein - Köln war zu schwach. Essen zeigte soliden Football, wobei der Laufangriff überwog und auch erfolgreicher war als die Passangriffe. Einfach, aber effektiv! Mit 7 . 14 verabschiedeten sich die Kontrahenten in die Halbzeitpause.
Zurückgekehrt waren die Falcons wie ausgetauscht und es kam diem stärkte Phase dieses Spieles aus Kölner Sicht. Der Angriff würde komplett auf Passspiel umgestellt und es funktionierte. Insbesondere Niklas Römer tat sich besonders hervor. Immer wieder wurde er von Philip Stentzel, der trotz zweier Interceptions ein tadelloses Spiel machte, bedient.
So war schnell der Ausgleich erreicht nur überholen lassen wollten sich die Kardinäle nicht. Und schnell war der alte Abstand wieder hergestellt. Auch, wenn die Falken sich nunmehr langsam wieder erstligatauglichem Niveau näherten, fehlte Ihnen nun einfach das nicht vorhandene erste Viertel (aus Kölner Sicht). Schließlich endete das Spiel 17 : 24 mit einem verdienten Sieg der Zweitligameisters.
Die Essener waren überglücklich, Cardinals Head Coach Bernd Janzen in der anschließen PK. Wir wollten uns hier knapp behaupten um für das Rückspiel eine gute Ausgangsposition zu schaffen. Unser Gameplan ist vollkommen aufgegangen. Frühe Führung und dann Spiel und Uhr kontrollieren. Ich bin sehr stolz auf meine Jungs.
Michael Hap, enttäuschter Head Coach der Cologne Falcons: Essen hat eine Superpartie gespielt. Die Einstellung stimmte bei den Cardinals, bei uns nicht! Auf Grund der hohen Nervosität zu Beginn des Spiels wurden viele Fehler gemacht. Es lief von Anfang an schief ein regelrechter Dominoeffekt. Danach wurde es zwar besser, aber wir liefen der Zeit hinterher.
Auf die Frage nach dem Rückspiel und nach dem eventuellen Abstieg entgegnete er: Die trainingsfreie Woche wurde gestrichen und ich gehe davon aus, dass wir in Essen mit mindestens acht Punkten gewinnen.
Alexander Verbeeck, Köln erster Vorsitzender, beklage nicht nur die Einstellung Einzelner, die auf dem Feld standen, sondern forderte: Im Rückspiel werden sie nun beweisen müssen, dass sie es wirklich wollen. Nur so bleiben sie in der ersten Liga!
Das Rückspiel findet am 20. September um 15:00 Uhr in der Sportanlage Am Hallo in Essen statt.
