Zur Erinnerung: Christian Mohr hat vor mittlerweile einem Dutzend Jahren als Defense End bei den Panthern in der GFL gespielt, ehe er von Berlin Thunder, mit denen er 2004 auch den Worldbowl gewann, und Rhein Fire in die NFL Europe geholt wurde. Zudem gehörte der heute 32-jährige Blondschopf ein Jahr lang als Profi zum Kader der Seattle Seahawks und schnupperte auch bei den Philadelphia Eagles und den Cleveland Browns NFL-Luft. An einer Verletzung scheiterte seine Verpflichtung durch die Indianapolis Colts 2007. Nach zwei Jahren bei den Mönchengladbach Mavericks wechselte der Diplom-Sportlehrer in diesem Frühjahr zum Schweizer Meister Calanda Broncos, mit dem er im Sommer außer dem Titel bei den Eidgenossen auch den Eurobowl 2012 holte.
„Da ich mich dem Team immer noch verbunden fühle“, war es für Christian gar keine Frage, bei den Panthern als ‚Aushilfscoach‘ einzuspringen, als Defense Coordinator Jörg Mackenthun anfragte. Eigene Erfahrungen mit den Unicorns sammelten die beiden, Mackenthun als Coach, Mohr als Spieler, im Herbst 2011, als sie mit den Mavericks im Halbfinale in Hall 21:47 unterlagen. Wie, glaubt der Ex-Profi, können die Panther einen Sensationssieg beim Meister schaffen? „In meinen Augen müssen sie es schaffen, als eine Einheit zu fungieren“, erklärt der fast zwei Meter große ‚Quarterback-Jäger‘. „Das hört sich nach `nem lahmen Spruch an, aber ich denke, das Talent ist auf jeden Fall vorhanden, um jeden Gegner die Stirn zu bieten“, lobt er die Panther-Abwehrspieler.
Das wichtigste wird sein: „Hall hat eine starke Offense, die durch einen überragenden Receiver und einen mobilen Quarterback geprägt ist. Die gilt es so gut wie möglich zu kontrollieren, bzw. unter Druck zu setzen.“ Eine Prognose verkneift Christian sich: „Wenn am Samstag der Ball beim Kick-off in der Luft ist, ist alles offen. Wie die Amis so schön sagen: ‚All bets are off‘ ‚ und jeder kann das Spiel gewinnen.“
