Gelungene Teufelsaustreibung!

Dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit bezwangen die Berlin Adler die HSV Hamburg Blue Devils mit 27:10 und sind wieder Tabellenführer der GFL Nord.

1285 Zuschauer, darunter viele Fans aus Hamburg, waren ins Jahnstadion gekommen, um das Spiel der Berlin Adler gegen Blue Devils zu sehen. Und wie so oft bekamen die Fans zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten zu sehen.
Zunächst tasteten sich beide Teams ab, das Angriffsrecht wechselte hin und her, aber Hamburg kam besser ins Spiel und übernahm nach und nach das Kommando. Die Adler-Defense fand zunächst kein Mittel gegen das Paßspiel der Gäste. Immer wieder fand Devils-Quarterback Paul Roberts (#1) einen freien Receiver und die Blue Devils kamen der Adler-Endzone Yard um Yard näher. Folgerichtig gelangen ihnen auch die ersten Punkte des Spiels. Kurz vor Ende des ersten Quarters lief Roberts (# 1) über 17 Yards in die Endzone, der PAT wurde verwandelt und Hamburg führte 0:7.

 

Die Freude war für die Hanseaten jedoch nur von kurzer Dauer, denn bereits 24 Sekunden später konnten die Adler ausgleichen. Das zweite Quarter hatte gerade begonnen, da lief Adler-Quarterback Alex Good (# 7) über 52 Yard zum Touchdown. Nach dem PAT von Justin Sterz (# 19) stand es 7:7. Doch die Blue Devils setzten die Adler weiter unter Druck. Sie standen tief in der Red Zone der Adler, aber Adler-Safety Derrick Crowder (# 10) konnte einen Pass der Hamburger in der Endzone abfangen. Weiter ging es mit einem Touchback von der 20 Yard-Line. Aber die Adler konnten keine weiteren Punkte auf die Anzeigetafel bringen. Hamburg kam in Ballbesitz und versuchte, ein Fieldgoal aus 38 Yards Entfernung zu erzielen. Der Kick war zu kurz, aber er wurde wiederholt, weil die Adler eine Strafe verursacht hatten. Beim zweiten Versuch aus nur noch 33 Yards war Timo Erbs (# 3), der Hamburger Kicker, erfolgreich und die Blue Devils gingen mit einer 7:10-Führung in die Pause.

 

Zu Beginn des dritten Quarters wußten die Adler, daß nun die Zeit für Taten gekommen war und sie gaben den Ball nicht mehr aus der Hand. Am Ende eines langen Drives warf Alex Good (# 7) einen 7 Yard-Pass auf Tobias Brüning (# 1) und die Adler gingen mit 13:10 in Führung. Der PAT konnte nicht verwertet werden. Aber die Defense der Adler ließ die Blue Devils jetzt nicht mehr zur Entfaltung kommen, so daß diese den Ball bald wieder abgeben mußten.

 

Das vierte Quarter lief bereits, als Conrad Meadows (# 4) einen 28 Yard-Pass von Alex Good (# 7) zum Touchdown verwerten konnte. PAT Sterz – und die Adler führten mit 20:10. Nun mußten die Blue Devils unbedingt punkten, um noch im Spiel zu bleiben. Aber es gelang ihnen nicht. In der Hektik der Schlußphase brannten dann bei Hamburgs Jeromy Jones (# 6) die Sicherungen durch. Er kassierte gleich zwei 15 Yard-Strafen auf einmal und wurde vom Platz gestellt (ejected). Damit hatte er seinem Team einen Bärendiest erwiesen, denn die Adler standen nun kurz vor den Endzone der Blue Devils. Aber die Defense der Gäste konnte den Paß des Adler-Quarterbacks abfangen. Kaum in Ballbesitz, waren die Hamburger das Ei aber auch schon wieder los: Sebastian Karl (# 11) trug eine Interception über 33 Yards in die Endzone der Blue Devils (PAT Sterz). Das war die Entscheidung. Hamburgs Quarterback Roberts gelang es zwar noch, in höchster Bedrängnis im Fallen einen Pass über 40 Yard anzubringen, aber dann verspielten die Gäste ihre gute Feldposition. Die Zeit lief herunter und die Adler flogen nach ihrem vierten Sieg im vierten GFL-Spiel wieder an die Tabellenspitze.