Die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt bleibt weiterhin ein schwieriges Pflaster für die Adler. Auch im sechsten Spiel nacheinander verließen die in weiß spielenden Gäste das Spielfeld in Kiel als Verlierer. Verletzungsbedingte Ausfälle zwangen die Coaches zu vielen Umstellungen. Gerade das Fehlen von Björn Dreier und Conrad Meadows in der Offense, sowie Dennis Hermann, Mario Schmitt und David Leisegang in der Verteidigung machten sich schnell bemerkbar. Im Verlauf des Spiels fielen mit Mario Nowak, Rory Johnson und Steve Seehawer drei weitere Leistungsträger in der Defensive aus.
Head Coach Kim Kuci kommentierte das Ergebnis in der Pressekonferenz: „Kompliment an die Kiel Baltic Hurricanes, die dieses Spiel verdient gewonnen haben. Wir hatten sehr viele Verletzungen zu verkraften. Dafür haben Offense und Defense sehr gut gestanden. Wir hoffen, dass unsere verletzten Spieler in der nächsten Woche wieder dabei sind.“
Läufe von Quarterback Darius Outlaw und dem zurückgekehrten Running Back Cedric Macia, sowie Pässe auf die Wide Receiver Danilo Naranjo-Gonzalez und Daniel Vöhringer bereiteten in sechseinhalb Minuten die ersten Punkte für die Adler vor, die Talib Wise mit einem 10-Yard Catch und Philipp Andersen per PAT erzielten. Der TD-Lauf von Running Back Jermaine Allen und der anschließende PAT von Nassim Amroun brachten den Gästen nach nur gut zwei Minuten das Angriffsrecht zurück. Sowohl diese, als auch die Gastgeber mussten sich anschließend durch Punt vom Ballbesitz verabschieden. Mitte des zweiten Viertels gingen die Adler erneut in Führung. Das 14:7 der #23 der Adler nach Pass über 5 Yards wurde von den Gastgebern wiederum postwendend ausgeglichen. Nach dem von Philipp Andersen für die Adler erzielten 43-Yard-Field Goal und Jermaine Allens 100-Yard-Kickoffreturn gingen die Gastgeber mit einem 4-Punkte-Vorsprung in die Halbzeitpause.
Am Ende des dritten Viertels standen keine weiteren Punkte auf dem Scoreboard. Beide Kicker vergaben aus jeweils gut 40 Yards, der Kicker der Canes einen weiteren Field Goal Versuch zu Beginn des Schlussviertels. Die gesamte zweite Halbzeit war von den Leistungen der beiden Verteidigungsreihen geprägt, mit einer Ausnahme: Der Pass über 64 Yards auf Wide Receiver Garrett Andrews brachte den Gastgebern eine zunächst sichere 28:17 Führung.
Aber die Adler blieben im Spiel. Zunächst arbeiteten sie sich mit einem 35-Yard-Field Goal wieder bis auf einen Score heran. Auch wenn der anschließende Onsidekick nicht gesichert werden konnte, kamen die Gäste doch noch einmal in Ballbesitz. Bei verbleibenden 49 Sekunden auf der Spieluhr übernahm diese den Ball an der eigenen 27-Yard-Linie. Schnelle Pässe von Darius Outlaw brachten die Offense bis an die Redzone der Gastgeber und es ergab sich nun sogar die Möglichkeit, ein Unentschieden mit nach Hause zu nehmen. Diese Möglichkeit wurde allerdings vom Hauptschiedsrichter zunichte gemacht, der bei verbleibenden fünf Sekunden auf der Spieluhr und einem neuen ersten Versuch für die Adler den Ball freigab, bevor die Kette an der richtigen Stelle stand. Somit lief die Spieluhr und die verbleibende Zeit auf Null.

